Frankreich war keine Reise wert

Wasserburger Basketball-Damen unterliegen in Nantes

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SheyAuf den harten Boden der Realität zurückgekommen ist der TSV Wasserburg im EuroCup Women: Nach den zwei klaren Siegen zum Auftakt der Gruppe G folgte nun eine deutliche 53:76 (23:33)-Niederlage bei den favorisierten Nantes Réze Baskets für den einzigen deutschen Vertreter im internationalen Wettbewerb. „Nantes hat vollkommen verdient gewonnen. Sie waren vor allem abgezockter“, bilanzierte Wasserburgs Head-Coach Bastian Wernthaler: „Man merkt, dass sie jedes Wochenende in der starken französischen Liga bestehen müssen.“ Er haderte dabei vor allem …

… mit der hohen Fehleranfälligkeit und den zahlreichen Ballverlusten (insgesamt 23) seiner Mannschaft, die die Gastgeberinnen im Stile eines Top-Teams sofort bestraften – anders als aus der deutschen Liga gewohnt.

Die Partie startete sehr zäh und nach einem korbarmen, von vielen Fehlwürfen geprägtem ersten Viertel stand es 10:12 für die Französinnen. Während im zweiten Spielabschnitt die Wurfquoten auf Wasserburger Seite noch weiter nach unten gingen – über die gesamte Spielzeit versenkten die Gäste nur magere 38 Prozent ihrer Zwei-Punkte-Würfe, unterirdische elf Prozent der Dreier und indiskutable 15 Prozent der Freiwürfe – steigerte sich Nantes und erhöhte den Vorsprung zwischenzeitlich auf 14 Punkte.

Nach dem Seitenwechsel schien die Kabinenpredigt von Wernthaler zunächst zu fruchten. Mit einem 9:2-Lauf kam Wasserburg bis auf 32:35 heran, doch das Momentum verpuffte schnell. Über drei Minuten konnte keine einziger Korb erzielt werden und Nantes um ihre Topscorer Yuliya Andreyeva (19 Punkte), Sara Michel (13) und Emilija Podrug (12) zog unaufhaltsam davon. Dabei profitierten die Hausherrinnen unter anderem auch von sieben erfolgreichen Dreipunktewürfen in der zweiten Halbzeit (insgesamt neun bei nur 13 Versuchen).

„Wir sind wohl auch die harte Anreise nicht gewohnt, da müssen wir noch dazulernen. Insgesamt ein bitterer Abend“, so Wernthaler, der nun von seinen Spielerinnen fordert, Charakter zu zeigen: „Wir dürfen uns von den ersten beiden tollen Siegen nicht blenden lassen. Wir sind immer noch der Außenseiter im internationalen Wettbewerb. Aber die Chancen aufs Weiterkommen sind trotzdem noch gut. Ich glaube fest an dieses Team!“

Nach der 53:76-Niederlage zum Abschluss der Rückrunde musste Wasserburg die Führung in der Gruppe G an Nantes abgeben. Mit zwei Siegen aus drei Spielen stehen sie punktgleich an der Tabellenspitze. Am Samstag geht es nun erstmal weiter mit „Liga-Alltag“ und der Partie gegen die Rhein-Main Baskets in der heimischen Badria-Halle (18.30 Uhr). SOA

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