Flussmeisterei in Wasserburg streikt

Ver.di: Heute Auftakt, weil Verhandlungen im Tarifstreit gescheitert sind

Auch in der zweiten Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder haben die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Deshalb streiken heute unter anderem die Autobahn- und Straßenmeistereien in Rosenheim und auch die Flussmeister-Stelle in Wasserburg. Wo genau die Gewerkschaft ver.di zum Streik aufruft und warum …

„Die Beschäftigten der Länder werden in den nächsten zwei Wochen ihren Unmut in den Betrieben und Dienststellen zum Ausdruck bringen“, erklärten die ver.di-Tarifexperten Norbert Flach und Peter Hoffmann.

„Trotz sprudelnder Steuereinnahmen und einer steigenden Inflationsrate sahen sich die Arbeitgeber nicht in der Lage, ihren Beschäftigten, die täglich engagiert und kompetent für die Bürgerinnen und Bürger gute öffentliche Dienstleistungen verrichten, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, kritisierte Flach.

Ver.di ruft deshalb für den heutigen Dienstag die Autobahnmeistereien Rosenheim, Holzkirchen und Siegsdorf, die Straßenmeistereien Ampfing, Bischofswiesen, Freilassing, Hausham, Neuötting, Rosenheim und Traunstein sowie die Flussmeisterstelle Wasserburg zum ganztägigen Warnstreik auf.

Die Auseinandersetzung um die Infrastrukturgesellschaft für die bundesdeutschen Autobahnen und die damit verbundene Arbeitsplatzunsicherheit für die Beschäftigten in den Autobahnmeistereien motiviert diese zusätzlich, für die Verbesserung ihrer Einkommen einzutreten.

Schwerpunkt der Arbeitsniederlegungen in Bayern werde aber nächste Woche der Valentinstag, 14. Februar, sein.

Hintergrund:
ver.di fordert in dieser Tarifrunde u.a. für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder Verbesserungen im Gesamtvolumen von sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, für die Auszubildenden und Praktikantinnen eine Anhebung von 90 Euro monatlich, einen Lernmittelzuschuss in Höhe von 50 Euro je Ausbildungsjahr und eine verbindliche Übernahmeregelung.

 

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