Feuerwehren aus ganzem Altlandkreis im Einsatz

250 Mann in vier Schichten, damit Altstadt trocken blieb

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Jetzt pressiert's: Die Feuerwehr im Einsatz.

Jetzt pressiert’s: Die Feuerwehr im Einsatz.

Wasserburg – Sie legten Saugleitungen, leiteten den Verkehr um, bauten Sandsack-Barrieren, schoben Wache auf den Dämmen und waren rund um die Uhr im Einsatz  – die 250 Feuerwehrmänner und -frauen, die in der Nacht zum Sonntag aus dem ganzen Altlandkreis an den Wasserburger Inndamm zusammengezogen worden waren und bis Montagmorgen dort ausharrten. Eine erste Bilanz des Hochwassereinsatzes:

rothmaier„Wir haben uns in vier Schichten den Dienst geteilt. So, dass immer 50, 60 Mann im Einsatz waren“, sagt Thomas Rothmaier, Sprecher der Wasserburger Wehr. Die hatte sich auch selbst um die Einsatzleitung zu kümmern, nachdem die Kreisfeuerwehr in Rosenheim alle Hände voll an der Mangfall zu tun hatte. „Unser Krisenstab,  zu dem auch Bürgermeister Michael Kölbl gehörte, traf sich unter der Führung von Rudi Göpfert während der kritischen Zeit von Samstagnacht bis Montagmorgen alle zwei Stunden.“ Insgesamt seien rund 30 Vorfälle abzuarbeiten gewesen, die unmittelbar mit dem Hochwasser zu tun hatten. „Ganz eng wurde es wieder in der Rosenheimer Straße, weil sich dort die Wuhr zurückgestaut hat“, so Rothmaier.

Am härtesten hab es wohl das Ferstlhaus am Brucktor getroffen. „Dort hatten wir im Keller den gleichen Wasserstand wie draußen am Inn“, so der Sprecher. Bis heute sei allerdings nicht klar, wie der Keller habe volllaufen können. Ansonsten sei die Stadt aber glimpflich davon gekommen. Alle Dämme haben gehalten. Es gab kaum Probleme, wir haben ja auch schon jede Menge Hochwasser-Erfahrung.“

Mit in Wasserburg waren übrigens unter anderem Männer und Frauen der Wehren aus Albaching, Edling, Attel, Schlicht, Griesstätt – der halbe Altlandkreis war da, die Stadt zu schützen. -WS-

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