Ex-Griesstätter Georg Lenz jetzt Capo

Fußball-Regionalliga: Rosenheim beim SV Seligenporten - Kapitän Heiß fällt länger aus

image_pdfimage_print

Am sechsten Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern muss der TSV 1860 Rosenheim am kommenden Samstag um 14 Uhr beim SV Seligenporten in der dortigen MAR-Arena antreten. Das noch punktlose Team von Trainer Roger Prinzen nimmt derzeit den letzten Tabellenplatz der Regionalliga ein.

In den bisher erst absolvierten drei Partien – durch die Relegationsspiele mussten die Opferpfälzer erst später eingreifen – verlor man 2:4 in Memmingen, 0:2 gegen Burghausen und zuletzt 0:2 in Buchbach. Die Begegnungen waren jedoch allesamt ziemlich ausgeglichen, zumeist hatten die Gegner das Quäntchen Glück auf ihrer Seite. Oder einfachste Abwehrfehler zogen unverzüglich Treffer der Kontrahenten nach sich.

Dies wollen die „Klosterer“ nun beim zweiten Heimspiel der Saison gegen 1860 Rosenheim unbedingt besser machen, das Glück soll notfalls erzwungen werden. Der nicht mehr für möglich gehaltene Verbleib in der Regionalliga aus der Vorsaison über den Umweg Relegation – 1860 München II wurde zwangsversetzt – wurde zwar ausgelassen gefeiert, jedoch konnte man sich dadurch erst spät einer konkreten Kaderplanung widmen. Gegebenenfalls wird immer noch an dem ein oder anderen Transfer gearbeitet. Auch der verspätete Saisonstart ist durch den Vorsprung der Ligakontrahenten in Sachen Rhythmus, Kondition und Spielverständnis nicht unbedingt ein Vorteil.

Aber den Gegebenheiten zum Trotz wollen die Prinzen-Schützlinge nun endlich durchstarten und die ersten Zähler, möglichst sogar deren drei auf heimischem Geläuf einfahren.

Diesem Vorhaben werden sich die Mannen aus Oberbayern mit ihrem ganzen Reservoir an fußballerischer Klasse dagegen stemmen.

Bei der letzten Partie gegen Illertissen konnten die Innstädter in einer insgesamt ausgeglichenen Begegnung auf gutem Niveau beim 1:1 Unentschieden einen Zähler einfahren. Beide Seiten hätten aber durchaus auch noch den Siegtreffer erzielen können.

Hier fehlte bereits der Kapitän der Rothemden, Mathias Heiß, der auch bis auf Weiteres mit einem erlittenen Muskelbündelriss ausfallen und der Strobl-Elf in den nächsten Wochen nicht zur Verfügung stehen wird.

Dass aber der Kader der Rosenheimer mittlerweile einen derartigen Ausfall nahezu ohne größeren Qualitätsverlust auffangen kann, zeigte die Begegnung zuletzt. Selbstverständlich fehlen aber zunächst mal die Führungsqualitäten von „Matze“ Heiß, diese müssen sich nun mehrere Spieler teilen. Zu allererst natürlich Ersatzkapitän Georg Lenz, für den diese Rolle aber grundsätzlich nichts Neues darstellt, da er auch schon in der Vergangenheit das ein oder andere Mal mit der Binde auflief.

Ansonsten steht den Coaches Tobi Strobl und Robert Mayer der gesamte Kader zur Verfügung, alle üblichen Verdächtigen sind einsatzfähig. Selbst Maxi Höhensteiger hat seine Sprunggelenksblessur aus der Partie gegen Illertissen überwunden und kann bedenkenlos auflaufen. Mit dem Schwung aus dem Sieg im Toto-Pokal unter der Woche im Rücken, beim FC Bad Kohlgrub-Ammertal konnte die Tiplix-Elf einen ungefährdeten 5:0 Sieg erzielen, fahren Lenz, Räuber und Co. optimistisch in die Oberpfalz.

„Wir wissen, dass uns mit dem SV Seligenporten ein äußerst unangenehmer Gegner bevorsteht. Sie können durchaus hohe Qualität auf den Platz bringen, besser als es der aktuelle Tabellenplatz aussagt und wollen nun endlich die ersten Punkte einfahren. Aber auch wir sind gewillt was Zählbares mit nach Rosenheim zu nehmen, möglichst drei Punkte.

Natürlich ist hierzu wieder ein mindestens genauso ordentliches Spiel wie gegen die starken Illertissener zuletzt notwendig. Wir sind grundsätzlich auf einem guten Weg und wollen die kontinuierliche Weiterentwicklung fortführen. Mit der richtigen Einstellung und natürlich auch der nötigen Demut sowie dem Respekt vor dem Gegner werden wir auch in Seligenporten ein gutes Spiel abliefern“, so Trainer Tobias Strobl.

Die bevorstehende Begegnung ist für beide Seiten von großer Bedeutung. Mit einem Sieg könnte das Prinzen-Team Anschluß zum Mittelfeld herstellen, andernfalls wird man für die nächsten Wochen im unteren Bereich der Tabelle festsitzen.

Bei den Gästen könnte ein Dreier den Abstand zum hinteren Tabellendrittel vergrößern und gleichzeitig einen vorläufig gesicherten Mittelfeldplatz bedeuten. Man darf jedenfalls gespannt sein, wer seine Ziele in die Tat umsetzen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.