Es trifft die Beschäftigten

Unser Kommentar zu den geplanten Parkgebühren in Wasserburg

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Zum Einkaufen und Bummeln nach Wasserburg – das ist nicht nur wegen unserer tollen Altstadt bei vielen so beliebt, sondern auch, weil man sein Auto unkompliziert und vor allem kostenlos in den Parkhäusern und an der Rampe abstellen kann. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Geht es nach dem Willen der Mehrheit der Stadträte im Hauptausschuss, werden künftig nach vier Stunden Parkgebühren fällig. 

Vielleicht tut das den Kunden, die kurz mal einen Einkauf unternehmen und anschließend einen Kaffee trinken wollen, tatsächlich nicht weh – das ist in vier Stunden locker zu schaffen. Der Acht-Stunden-Arbeitstag für die Angestellten und Dienstleister in den Geschäften und Betrieben aber ist nicht nach vier Stunden vorbei. Sie und alle, die in der Altstadt arbeiten und von auswärts kommen, wären die Leidtragenden. Für sie gibt es künftig keine kostenlosen Parkplätze mehr. Für die Geschäfte, Praxen und Betriebe in der Altstadt wird es damit sicher nicht einfacher, geeignetes Personal zu finden. Mit einer Zehn-Stunden-Regelung wie von der CSU vorgeschlagen, könnten sicher alle leben. Und das Problem mit den Dauerparkern wäre vermutlich dennoch vom Tisch. Man darf gespannt sein, wie sich der Stadtrat am Donnerstag entscheidet… …. moand da Huaba.

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39 Gedanken zu „Es trifft die Beschäftigten

  1. Es trifft auch die Anwohner….
    Bei der ganzen Diskussion vermisse ich die Anwohner!
    Wir sind die ersten Kunden und auch wir haben ein Auto.

    Oft braucht man es nicht jeden Tag und trotzdem kaufen wir täglich in vielen Geschäften ein!
    Warum geht es immer nur um Kunden, die von ausserhalb kommen?
    Ja, wir sind manchmal Dauerparker, jedoch wäre die Stadt ohne uns nicht so lebendig.
    Wir erledigen unsere Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad, sitzen im Cafe oder gehen in ein Restaurant.
    Und das alles ohne Verkehr zu verursachen!

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    1. Manfred Braun

      Wenn ich die 1,50 pro Tag hochrechne, komme ich auf monatliche Kosten von ca. 45 EUR. Das wäre sogar noch günstiger als viele Parkplätze zum Mieten. Ich weiß nicht, für welche (technische) Lösung sich die Stadtverwaltung jetzt entscheidet; aber wenn in irgendeiner Weise eine Langzeitparkgebühr für Anwohner möglich wird (das sollte ja bei einer Schranke mit Ticketautomat möglich sein), würden die Anwohner wohl eher profitieren. Ich war zunächst sehr skeptisch, aber ich glaube, mit den 4 Stunden kann man leben. Dass parkende Arbeitnehmer künftig ggf. zahlen werden müssen, ist natürlich ein Manko. Aber Parkgebühren können steuerlich geltend gemacht werden und auch der eine oder andere Wasserburger Arbeitgeber sollte sich dann überlegen, die Parkgebühren für seine Arbeitnehmer zu übernehmen. Man könnte noch eine Förderung regenerativer Energie einbauen, indem man mehr Parkplätze für Elektroautos zur Verfügung stellt und diese von der Parkgebühr befreit. Mittelfristig würde ich mir dann wünschen, dass beispielsweise die Stadtwerke aktiver werden: Ich bin Mieter in der Garage am Kellerberg und würde mir sofort ein Elektroauto kaufen, wenn ich denn in meiner Garage laden könnte. Ohne Stromanschluss ist das leider nicht möglich. Und ich denke, so geht es vielen Altstadtbewohnern.

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    2. Warum das Parken für einen bestimmten Zeitraum kostenfrei sein soll ist nicht nachvollziehbar. Entweder es bezahlt jeder, der ein Parkhaus benutzt oder es bezahlt keiner dafür. Warum sollen bestimmte Personengruppen für alle das Parkhaus finanzieren? Es ist sicherlich nicht gerecht, wenn berufstätige in der Altstadt oder Besucher keine Gebühren zahlen und Anwohner dafür das ganze Jahr bezahlen sollen. Es gibt auch berufstätige Anwohner, die das Parkhaus nur Nachts und zeitweise am Wochenende benutzen, also immer dann, wenn das Parkhaus fast leer steht.
      Die derzeitge Diskussion ob ab 4 oder 10 Stunden eine Gebühr erhoben wird ist für Alstadtbewohner, die das Parkhaus benutzen müssen eine Irreführung.

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      1. Manfred Braun

        Die beiden Parkhäuser waren niemals als kostenloser Garagenersatz für Stadtbewohner gedacht. Sondern sie sollten den Verkehr durch Besucher und Berufstätige aus der Altstadt heraushalten. Keiner wird ja wohl bestreiten wollen, dass die Altstadt durch den Verkehr extrem belastet ist. Ich verstehe auch nicht ganz die Grunderregtheit über die Einführung von Gebühren: Ich darf daran erinnern, dass bisher Dauerparken auch schon verboten und mit Strafgebühren belegt war: in der Kurzzeitzone ab 2 h und im oberen Bereich ab 24 h. Ich kenne die aktuellen Sätze nicht, aber da ist man im Regelfall mit einem zweistelligen Betrag dabei. Diese Regelung wurde nur nie konsequent durchgesetzt. Und bei aller Knappheit von Parkraum (in der Regel weiß man das auch, wenn man in die Altstadt zieht): Es werden dann doch immer wieder Stellplätze zum Mieten angeboten. Die kosten halt was. Ebenso wie ein kostenloses Parkhaus: Das zahlen wir nämlich alle über die Steuern mit.
        Trotzdem sollte die Stadtverwaltung über bezahlbare Parklösungen für Altstadtbewohner nachdenken: Die geplante Erweiterung des Parkhauses in der Überfuhrstraße wäre eine Gelegenheit.

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        1. Lieber Manfred Braun,
          wo sollen wir lieben Anwohner der Altstadt denn parken wenn nicht im Parkhaus oder an der Rampe. Da es weder ausreichend Garagen oder Stellplätze gibt hier. Ich wohne nun seit 2 Jahren in der Altstadt und halte seitdem die Augen offen für eine Garage oder einen Stellplatz. Nur leider Fand ich bisher keine geeignete (sie sollte ja auch nicht am anderen Ende der Stadt sein, da ich meine Einkäufe usw. dann wieder durch die ganze Stadt tragen kann.)
          Ich finde sie machen es sich ziemlich leicht zu sagen, dass die Plätze uns hier nur als kostenloser Ersatz dienen.

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          1. Manfred Braun

            Direkt vor der Haustür wird man wohl keinen gemieteten Stellplatz finden. Man wird also in der Altstadt immer einen gewissen Kompromiss eingehen müssen. Und es gibt durchaus Garagenstellplätze. Mir wurden in den letzten Jahren immer wieder welche angeboten. Man muss sich halt umschauen und umhören. In Massen gibt es sie aber tatsächlich nicht. Ich habe mich im Übrigen überhaupt nicht gegen das Anwohnerparken im Parkhaus ausgesprochen. Nur zahlen sollte man halt schon was müssen für einen trockenen, überdachten Stellplatz in unmittelbarer Altstadtnähe.

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    3. Ich bin auch Anwohner und ich hab den Luxus eines Tiefgaragenstellplatzes für den ich mtl. 40€ bezahle. Warum sollen dann die Anwohner, die im Parkhaus parken, nichts bezahlen? Bei den Beschäftigten, die in WS arbeiten, ist das ein ganz anderes Thema. Und für Touris ist kostenlos parken ein Zuckerl wenns nix zahlen müssen und Umsatz in WS machen. Aber jetz kommts sowieso ganz anders 🙁

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  2. Manuel Michaelis

    Leider ist täglich und rund um die Uhr zu beobachten, dass die Autos unkompliziert und kostenlos überall abgestellt werden – nur nicht (oder eher selten) auf den gebührenpflichtigen Parkplätzen. Neuester Trend: Ledererzeile in der zweiten Reihe neben einem leeren Parkplatz -und gerne auch mit laufendem Motor…wegen der Klimaanlage.
    Würde man hier konsequent durchgreifen, könnte wahrscheinlich von der Parkgebühr in den Parkhäusern abgesehen werden und die Stadt würde Einiges an Attraktivität zurückgewinnen.

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    1. Kurzfristig trifft der Vorschlag von WFV und CSU ausschließlich die Altstadtbewohner. Sie wären die einzigen, die überhaupt Parkgebühren bezahlen würden, weil sie die Parkhäuser über Nacht und am Wochenende nutzen (müssen). Falls der WFV tatsächlich der Meinung ist, dass ausschließlich seine Kunden aus der Altstadt fürs Parken zahlen sollen, dann wäre es nur fair, das auch genau so zu kommunizieren.
      Auf längere Sicht geht der Vorschlag klar zu Lasten der jungen Wasserburger. Die immensen Kosten für Betrieb und Unterhalt der beiden Parkhäuser tragen wesentlich dazu bei, dass Investitionen in Wasserburg (z.B. in Bildung oder Wohnen) nicht oder nur noch durch Aufnahme von Krediten erfolgen können.
      Wer Forderungen wie WFV und CSU aufstellt, möchte es sich heute zulasten der kommenden Generationen gut gehen lassen. Dazu sollte man aber auch stehen und sich nicht hinter wolkigen Formulierungen verstecken.

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      1. Es sich auf Kosten der jungen Generation gut gehen zu lassen ist doch seit jeher die Politik der CSU, von denen und ihrem Wähler Klientel wohnt auch kaum jemand in der Altstadt von demher besteht da kein Interesse. Die Wirtschaft und die Großkopferten waren und sind der CSU immer schon am wichtigsten gewesen!

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  3. Wasserburger

    Wieder ein Schritt in Richtung Geisterstadt, ziehen halt die letzten Geschäfte auch noch auf die grüne Wiese mit eigenen Parkplätzen (vielleicht Staudham, dann kommt noch mehr Stau in Reithmehring). 4 Stunden Super Lösung
    ….
    Wer von den Stadträten. Ist selbst betroffen?
    Wahrscheinlich keiner die fahren ja alle mit dem Fahrrad….

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  4. Bitte nicht vergessen:Auch ein Mieter oder eigentümer, der nicht in der Altstadt wohnt, sondern z. B. In der burgau oder reitmehring oder sonstwo, zahlt meist in irgendeiner Weise für seinen stellplatz, entweder hat er eine Garage oder einen Stellplatz gemietet oder erworben. 45 Euro im Monat für einen Platz im Parkhaus finde ich daher angemessen.

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    1. Es ist sogar deutlich günstiger: laut Bericht in der Wasserburger Zeitung soll es für Anwohner und in der Altstadt Beschäftigte Dauerkarten geben. Und zwar das Monatsticket für 20 Euro, die Jahreskarte für 200 Euro. Diese Tarife erscheinen mir durchaus angemessen – günstiger als ein gemieteter Stellplatz, dafür aber auch ohne „Stammplatzgarantie“.
      Parkhausgebühren sind in 99,99% aller Parkhäuser die normalste Sache der Welt. Es gibt sogar Kommunen, bei denen städtische Parkhäuser bei den Stadtwerken angegliedert sind, um Gewinne zu erwirtschaften bzw. die Verluste der kommunalen Bäder aufzufangen. In Wasserburg geht es jetzt lediglich darum, die laufenden Unterhaltskosten der Parkhäuser nicht länger von den Steuerzahlern, sondern von den Parkhausnutzern finanzieren zu lassen. Wer dagegen so empört aufschreit, soll doch bitte mal erklären, woraus sich der Anspruch begründet, auf Kosten der Allgemeinheit die große Gratis-Parksause zu genießen.

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      1. Der Vergleich mit einem angemieteten Stellplatz hinkt etwas.
        Das kann man machen, aber normalerweise hat man die Möglichkeit des Abstellens auf der Straße.
        Die gibt es aber in der Altstadt nicht wirklich. Besonders wenn man sein Auto einmal ein paar Tage nicht benötigt.
        Und in der Umgebung der Parkhäuser leiden jetzt schon die Anwohner unter den parkenden Autos.
        Deutlich war es als das Parkhaus an der Kellerstraße teilweise gesperrt war!
        Und es ist ja ein generelles Anliegen, den Verkehr in der Stadt zu verringern.
        Hier ist ein kostenloses Parkhaus sicher eine gute Lösung.
        Als Altstadtbewohne sehe ich es so, das durch die Gebühr der Verkehr in der Altstadt sicher ansteigen wird.
        Und dafür soll ich auch noch etwas zahlen, um im Parkhaus parken zu können.
        Die bisherigen Ansätze sind definitiv gegen die Anwohner….

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        1. Manfred Braun

          Noch einmal: Bisher war das Dauerparken in den Parkhäusern auch nicht kostenlos. Die illegalen Dauerparker hatten nur das Glück, dass keiner kontrolliert hat. 16 EUR pro Monat für einen überdachten Stellplatz ist wirklich spottbillig. Manchmal wird in Wasserburg schon auf extrem hohem Niveau gejammert. Und ja, auch ich leide unter den Autofahrern, die uns in der Schmidzeile permanent die Kurzzeitparkplätze zuparken. Davon sind aber ein Drittel Autofahrer, die zu faul sind, ihr Auto in ihre gemietete Garage zu fahren, und ein Drittel Autofahrer, die seit Jahren in der Altstadt wohnen, es aber nie für nötig befunden haben, sich um einen gemieteten Stellplatz zu bemühen. Kostet ja Geld… Da ist dann schlicht Hopfen und Malz verloren.

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      2. Die große Gratis-Parksause klingt ja nach einem Fest welches man unter keinen Umständen verpassen sollte. Ein bisschen übertrieben finde ich. Auf den ersten Blick scheinen 200€ recht erschwinglich zu sein und der großen Sause wäre Einhalt geboten. Was mich ärgert ist, dass vor allem Beschäftigte die Tagsüber auf das Parkhaus angewiesen sind künftig in den Geldbeutel greifen müssen und manche es sich nicht vorstellen können, dass bei Menschen die ein Jahresgehalt zwischen 10.000 und 20.000€ beziehen (ja, solche Gehälter gibt es wirklich und auch bei uns) auch „nur“ 200€ tatsächlich ein nicht unerheblicher Betrag ist der zusätzlich aufgebracht werden müsste. Mir ist schon klar, dass sich genug Bürger so eine Jahreskarte leisten können, aber eben nicht alle und letztlich bleibt der schlechtverdienende der Dumme. Im übrigen würden mir noch ziemlich viele Dinge einfallen die alle auf kosten der Allgemeinheit und in den meisten Fällen auch recht selbstverständlich in Anspruch nehmen. Denken sie mal nach was das alles sein könnte. Aber, es ist ja nicht so, das man für Beschäftigte und Anwohner nicht entsprechende Regeln machen könnte wenn man nur will. Fair muss es halt sein, auch wenns schwierig ist.

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  5. Der nächste Schritt wäre der Ausbau des ÖPNV. Mindestens einen halbstündigen Takt der Stadtbusse mit grosszügiger Einbindung des Umlandes. Weiterer Zuzug ins Münchner Umland und somit auch Wasserburg wird die Verkehrssituation verschärfen. Weiterhin nur auf den Individualverkehr zu setzen ist die falsche Medizin.

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  6. Ich als Bewohnerin der Altstadt wäre durchaus bereit etwas für einen Parkausweis wie es in Jeder anderen Stadt gibt zu zahlen. Mit einem solchen Ausweis sollte es mir dann erlaubt sein kostenlos in den Parkhäusern oder in den Parkplätzen in meiner näheren Umbegung zu parken. Denn man sollte nicht vergessen, auch wir Anwohner müssen unsere Einkäufe nach Hause tragen oder haben einmal frei (gerade im Schichtienst auch mal am Tag oder unter der Woche) oder haben sogar Urlaub.
    Daher verstehe ich nicht wieso der Stadtrat nicht auch einmal eine derartige Regelung mit Parkausweisen auch für die Altstadt in Betracht zieht.
    Für mich wird das Parkchaos in der Altstadt zunehmend ein Grund an einen anderen Ort zu ziehen.

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    1. Klartext. Manch müssen eine Garage mieten und bezahlen 50€ und mehr dafür. Wenn schon gerech, dann yollen auch die Dauerparker bezahlen.

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      1. Die Linke Liste Wasserburg wird noch einen Ergänzungsantrag stellen, der unter anderem auch Anwohner*innenparkausweise für 30 € im Jahr vorsieht. Falls die 10-Stunden-Gratis-Regelung der CSU nicht kommen sollte, würden wir uns auch dafür einsetzen, dass auch die Gewerbetreibende in der Altstadt und ihre Mitarbeiter*innen diesen Ausweis kaufen können. Ja, Garagen sind teuerer, aber dafür ist da auch der Parkplatz garantiert und das Auto sicher weggesperrt.

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        1. Beim Thema Garage mieten sollte man nicht vergessen wie rar diese sind.
          Einen bezahlbaren Anwohnerparkausweis halte ich für eine gute Sache!

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        2. Bei den ohnehin Limitierten Parkplätzen hat denn dann zuerst von den Anwohnern in der Stadt das Anrecht auf so einen Parkausweis ?

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        3. Und? Was ist beim Ergänzungsantrag der Linken Liste rausgekommen?

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      2. KLARTEXT. Manche haben schon mal 12.500,- Euro pro Stellplatz als Stellplatzablöse bezahlt, ohne einen Stellplatz dafür zu erhalten und sollen jetzt wieder für einen Stellplatz zahlen, der nicht immer frei ist.

        Wenn schon gerecht, sollen bitte ALLE dafür zahlen und nicht nur die Anwohner.

        Es geht um die Nutzung des öffentlichen Parkraumes und nicht um die Miete für einen privaten Stellplatz.

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      3. Zunächstmal muss überhaupt niemand eine Garage mieten, da kein Zwang besteht. Wer ist ihrer Meinung eigentlich wann ein Dauerparker? Das würde mich interessieren.

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  7. Birgit Michaelis

    Ich bin durchaus bereit, einen angemessenen Beitrag für eine Parkmöglichkeit in der Stadt zu bezahlen. Der Verleich mit Stellplatzgebühren oder Garagengebühren hinkt aber gewaltig. Wenn ich einen Stellplatz oder eine Garage habe, dann ist der Platz für mich auch garantiert frei. Wenn ich an die Stadt Gebühren zahle, garantiert mir diese noch lange nicht, dass ich abends, wenn ich aus der Arbeit komme, auch einen Parkplatz finde. und schon gleich gar nicht vor der Tür. Das ist auch das Problem vieler Familien mit kleinen Kindern, die in der Stadt wohnen und mit Kinderwagen, Nachwuchs und Einkäufen eben nicht vor der Tür stehen können. Man würde also Parkgebühren für einen Platz zahlen, den man vielleicht, wenn man Glück hat, irgendwo bekommt – oder eben nicht. Die Stadt sollte sich mal in anderen Städten umschauen – dort gibt es Anwohnerparkzonen wenigstens für abends und für das Wochenende, und ich bin mir sicher, dafür bezahlen die meisten gerne was.

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    1. Einziges Problem bei Anwohnerparkausweisen auch im Altstadtkern wäre, dass es dort viel mehr Anwohnerautos als Parkplätze gibt. Also würde gerade dort gelten, dass man trotz Anwohnerparkausweis keine Garantie auf einen Platz in Wohnungsnähe hat. In den Parkhäusern hingegen kann man (abgesehen von wenigen Tagen wie Weinfest, Flohmarkt, WS Leuchtet) abends und nachts schon sicher sein, spätestens im 2. OG fündig zu werden. Das soll jetzt nicht heißen, dass Anwohnerparkausweise keine gute Idee wären – aber das von dir genannte Problem lösen sie eben nicht. Sehr wohl würden sie aber den abendlichen Parkplatzsuchverkehr der auswärtigen Gäste minimieren.

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    2. Ja ich bin auch bereit eine angemessene Gebühr fürs Parken zu bezahlen. Auch 200,- Euro im Jahr wären in Ordnung. Dann aber bitte folgendes berücksichtigen: 12.500,- Euro / 200,- Euro (= Ablösebetrag für einen Stellplatz / Jahresparkgebühr) = 62,50 Jahre freies Parken für alle, die schon einmal einen Stellplatz abgelöst haben. Und für alle die in der Altstadt wohnen und Ihr Auto stehen lassen, weil sie bestimmte Strecken mit dem Radl zurücklegen, sollten die Zeiten gutgeschrieben werden, denn Sie reduzieren das Verkehrsaufkommen im Altstadtbereich und schonen die Umwelt.
      Und für alle die noch einen kostenlosen Stellplatz suchen, direkt vor dem Rathaus kostet es scheinbar bis jetzt immer noch nichts. Die Plätze sind nur manchmal mit Motorrädern besetzt.

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    3. Wenn jetzt die auswärtigen Arbeitnehmer in der Altstadt, die ihr Auto im Parkhaus abstellen, nix bezahlen müssen, dann kommen bald die Arbeitnehmer die täglich für 2 Euro (Hin- und Rückfahrt, bei 10er Karte) mit dem Stadtbus fahren, dass sie auch nix mehr bezahlen wollen. Wenn sich jetzt die Gebührengegner mal hochrechnen was manche im Monat für den Stadtbus zahlen um in der schönsten Stadt am Inn zu arbeiten, dann werden sie merken, daß das Parken für 1.50 /Tag, 20.00/Mon usw. ganz schön günstig ist. Und an die Dauerparker, die Angst haben keinen Parkplatz zu finden, wenn manche jetzt mit Bus oder Fahrrad fahren wird’s nicht mehr so voll. Mehr schreib i ned.

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    4. Manfred Braun

      Eben Birgit: Stellplatz- oder Garagengebühren sind in der Regel wesentlich höher. Ich zahle 45 EUR für meine Garage; ich kenne aber auch viele, die 60 und noch wesentlich mehr zahlen. Das Prinzip eines öffentlichen Parkhauses ist nun mal, dass der Stellplatz für mich nicht reserviert ist. Wenn keiner frei ist, muss ich aber auch keinen zahlen. Wenn ich einen finde, zahle ich 1,50. Was wie gesagt dann maximal im Monat dem Preis für einen gemieteten Stellplatz entsprechen würde; im Regelfall wohl wesentlich weniger. Ich sehe da kein erhebliches finanzielles Ungleichgewicht. Bei Parklizenzen nach dem Münchner Modell ist übrigens der Parkplatz auch keineswegs garantiert. Man zahlt 30 EUR pro Jahr und muss sich nach wie vor seinen Parkplatz suchen. Und da sind keineswegs Parkhäuser inklusive. Da geht´s um stinknormale Stellplätze auf der Straße.
      Parkplätze unmittelbar vor der Tür wiederum werden wir uns in der Wasserburger Altstadt auch nicht schnitzen können. Die gibt es eben im Normalfall nicht. Es ist altgeübte Praxis in der Altstadt, dass man seine Einkäufe auslädt und anschließend sein Auto zum Parken wegfährt. Anders geht´s halt nicht.
      Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die angepeilten Gebühren angemessen sind. Mich wundert es aber etwas, wie der Stadtrat damit das selbst gesteckte Ziel erreichen will, die Dauerparker aus den Parkhäusern rauszukriegen. So wurde nämlich die Neuregelung der Parkhausnutzung allenthalben begründet. Wenn ich Dauerparker wäre und keine gemietete Garage hätte, würde ich die kommende Regelung mit Handkuss nehmen und im Parkhaus stehen bleiben. So billig würde ich sonst niemals an einen legalen Parkplatz kommen. Es wird sich also durch die Neuregelung nicht allzuviel ändern; außer dass Geld in die städtische Kasse gespült wird.
      Immerhin halte ich sie für halbwegs gerecht: Ich haben jeden Monat brav meine Miete für die Garage bezahlt, während sich andere einen schlanken Fuß gemacht und nonchalant in einem von Steuergeldern finanzierten Parkhaus dauergeparkt haben, ohne dafür zu zahlen. So geht´s ja auch wieder nicht.

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      1. Ich frage mich, was jetzt unter Dauerparker verstanden wird…
        Es gibt ja Menschen die ihr Auto nicht jeden Tag benötigen.
        Da gibt es viele Gründe.
        Man hat eine Fahrgemeinschaft oder fährt öffentlich zur Arbeit, man fährt bei schönen Wetter mit dem Rad, man nützt das Auto nur am Wochenende oder zum Einkaufen fahren, …
        Auch soll es vokommen das man einmal ohne Auto in den Urlaub fährt.
        Die Gründe könnte man endlos fortsetzen.
        Wenn ein Auto länger nicht benützt wird, dann verursacht es auch keinen Verkehr.
        Ich sehe es also eher positiv und man sollte es unterstützen!
        Oder verstehe ich den Begriff Dauerparker falsch?
        In vielen Städten gibt es Parklizenzen für Anwohner.
        Warum? Das die Anwohner eine Chance auf einen Parkplatz haben.
        Und das man auswärtige Fahrer möglichst abhält in die Stadt zu fahren.
        Eine nicht zu hohe Gebühr halte ich völlig in Ordnung. Allerdings sollte es sich jeder leisten können.

        Auch autofreie Zonen gibt es mehr und mehr.
        Das hat positive Auswirkungen auf die Geschäftswelt.
        Außer vielleicht das oft die Ladenpachten ansteigen, denn es sind bevorzugte Geschäftslagen.
        Aber vielleicht ist es in Wasserburg ja anders als in der restlichen Welt?!

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      2. Manuel Michaelis

        …soweit ich die Posts verstehe, Manfred, hat jeder Verständnis für die Erhebeung einer Parkgebür. Allerdings sollen entweder alle oder keiner bezahlen. Der Unmut entsteht doch nur dadurch, dass wieder für Besucher eine Ausnahme gemacht werden soll, die die Altstadtbewohner bezahlen sollen.
        Die Gedanken um einen Parkausweis zielen eher auf eine Reduzierung des Verkehrs in der Altstadt, was meiner Meinung nach überfällig wäre.
        Die vom Stadtrat ins Spiel gebrachten Ideen werden werden in jedem Fall das Verkehrschaos in der Stadt weiter anheizen und nicht beruhigen.

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        1. Manfred Braun

          Manuel, beide Parkhäuser wurden damals mit dem expliziten Ziel gebaut, den Verkehr von Besuchern, Einkäufern und Arbeitnehmern aus der Altstadt wegzuleiten. Daher auch der ursprüngliche Gedanke der Kostenfreiheit: Es sollte ein Anreiz geschaffen werden, dass Autofahrer von außen ihr Auto im Parkhaus abstellen und zu Fuß in die Altstadt gehen. In beiden Parkhäusern gab es unterschiedliche Parkzonen. Und im Parkhaus am Kellerberg sind komplett die zwei unteren Stockwerke für Dauermieter (somit also Dauerparker, in der Regel also wohl Anwohner) reserviert. Einige Blitzgneißer haben gespannt, dass in beiden Parkhäusern so gut wie nicht kontrolliert wird. Und haben das ausgenutzt, um ihr Auto unberechtigterweise stehen zu lassen und sich schlicht Geld zu sparen. Was zu dem Problem geführt hat, dass für die Nutzer, für die ursprünglich die Parkhäuser einmal vorgesehen waren, so gut wie keine Plätze mehr vorhanden waren (so heißt es zumindest). Das ist ein Problem, das gelöst werden muss. Man wird es m. E. nicht dadurch lösen, dass alle zahlen. Denn dann ist kein Anreiz für Kurzzeitparker mehr da. Und man löst es auch nicht dadurch, dass keiner zahlt. Denn dann bleibt alles so wie bisher.
          Meiner Meinung nach hätte man ohne Probleme bei der bestehenden Regelung bleiben können. Wenn sie denn konsequent durchgesetzt worden wäre. Wurde sie aber nicht. Sie stand nur auf dem Papier.

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          1. Manfred, wenn es so wäre, wie Du schreibst, und alle Besucher, Einkäufer und Arbeitnhemer nur in den dafür vorgesehenen Parkhäusern parken würden dann gäbe es im restlichen Altstadtbereich genügend Platz für die Anwohner und das Problem wäre gelöst. Leider schaut die Realität aber ganz anders aus. Viele Einkäufer versuchen möglichst bis in die Altsatd und ganz nahe an bestimmte Stellen zu kommen. Eine Untersuchung des ISEK hat ergeben, dass es viele Bewohner des Burgefeldes und der Burgau gibt, die täglich bis zu 5 Fahrten mit dem PKW in die Altstadt unternehemen und eben nicht in den Parkhäusern parken, sondern im Atsatdbereich sich eine Möglichkeit suchen. In der Hofstatt wird ständig von Einkäufern alles zugeparkt. Auch am Sonntag Vormittag für den Einkauf beim Bäcker ist die Hofstatt eine große Parkfläche. Zeitweise stehen bis zu 10 Autos rum. Die freien Stellplätze in der Lederezeile und in den Parkhäusern werden nicht genutzt, es sind ja ein paar Meter zu gehen. Wenn in der Hofstatt Markt ist, stehen fast immer Autos herum, die alle dort nichts verloren haben, sondern die nur für den „schnellen“ Einkauf dort stehen.
            Für die Bewohner in der Altstadt gibt es schon seit langer Zeit zu wenig Parkmöglichkeiten. Überdachte Stellplätze, die sinnvoll erreichbar sind, zum mieten oder kaufen gibt es praktisch keine. Es ist schon etwas frech, zu sagen dass die sogenannten Dauerparker aus den Parkhäusern raus sollen. Wo bitte sollen sie dann Ihr Auto abstellen? Es gibt leider keine vernünftigen Alternativen. Es wäre schon interessant, wenn alle Anwohner Ihre Fahrzzeuge nicht mehr in die Parkhäuser stellen, sondern den Altstadtbereich belagern, was dann passiert. Ich vermute es würde nicht lange dauern und es würde eine neue Forderung aufgetsellt: Alle Altstadtbewohner sollen ganz außerhalb des Stadtgebietes parken.

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  8. ich bin gegen die Parkplatzgebühr, denn irgendwie verstehe ich nicht ganz, warum die Autofahrer für Parkplätze bezahlen sollen und alle anderen, die die Straße oder freie Fläche nutzen nicht. Angenommen, es parkt niemand mehr in der Altstadt, was dann? Müssen dann Fußgänger eine Bürgersteiggebühr und Radfahrer Straßenbenutzungsgebühr bezahlen?

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  9. Karin Albert

    So ein Tamtam in keiner Stadt kann man umsonst parken .

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    1. Manfred Braun

      @Parker Dass ein reger Einkaufsverkehr in die Altstadt herrscht, weiß ich auch. Und dass viele aus mir persönlich unbegreiflichen Gründen nicht in den Parkhäusern parken, wenn sie Erledigungen haben, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben. Diese notorischen In-die-Altstadt-Fahrer werden aber sicherlich nicht durch eine Kostenpflicht im Parkhaus zum Umdenken bewegt. Sondern eher dadurch, dass geltende Regelungen durchgesetzt werden: Parken in der Hofstatt ist schlicht verboten.
      Wenn aber nun nicht mehr in der Hofstatt geparkt wird, wird sich für die Parksituation für die Altstadtbewohner relativ wenig ändern. Illegale Parkplätze stehen auch dann nicht für Anwohner zur Verfügung, wenn nicht mehr auf ihnen geparkt wird.
      Dass eine Altstadt nur begrenzte Parkmöglichkeiten hat, liegt in der Natur der Dinge. Woher sollte denn der Platz kommen? Ich bin durchaus dafür, dass mehr Parkraum für Dauermieter am Altstadtrand geschaffen wird. Aber bittschön nicht kostenlos, sondern eben gegen Bezahlung. So wie es nahezu überall auf dieser Welt in Städten schlicht üblich ist.
      Andere Städte sind da tatsächlich wesentlich radikaler: In Dinkelsbühl gibt es überhaupt keine Parkplätze in der Altstadt, sondern nur Kurzzeitparkzonen. Alle Bewohner müssen dort außerhalb oder in Garagen am Altstadtrand parken. Und diese Regelung wird auch gnadenlos durchgezogen, sprich: Es wird abgeschleppt.

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    2. Sehe ich genau so. Und wenn man als Anwohner in der Altstadt wohnen möchte, was ja auch einen gewissen Flair und Anreiz hat, weil es eine wirklich schöne Altstadt ist, dann muss ich auch Kompromisse eingehen. Ich kenne einige, die nur wegen dem Flair in die Altstadt gezogen sind, und sich jetzt wundern und ärgern, dass die Parksituation bescheidener wie im Burgerfeld oder den umliegenden Gemeinden auf dem Land ist.

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    3. Einverstanden, aber auch nicht als Besucher, Einkäufer, Arbeitnehmer oder sonstiger Parkhausbenutzer und auch nicht für einen bestimmten Ausnahmezeitraum. Das gibt es auch in keiner anderen Stadt.

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