„Es ist wie Wasserburgs Familienalbum“

Vernissage im Ganserhaus zu „bekannt/unbekannt"

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IMG_1614[1]Launige Redner, eine rundum zufriedene Künstlerin, ein Kurator, der den Gästen die Seele der fotografischen Kunst freilegt und überaus viele sowie durchaus auch außergewöhnliche Besucher im Ganserhaus: Die Vernissage zu Tamara Crimmanns Ausstellung „bekannt/unbekannt“ geriet am Freitagabend zu einer künstlerischen Feierstunde der ganz besonderen Art. Das lag auch daran, dass sie mit ihren Fotografien einen einzigartigen Blick auf die Stadt und ihre Menschen öffnet.

Tamara Crimmann im Gespräch mit Georg Reinthaler von der Süddeutschen Zeitung.

Tamara Crimmann im Gespräch mit Georg Reinthaler von der Süddeutschen Zeitung.

Es sind Wasserburger Menschen wie Du und ich, die Tamara Crimmann in monatelanger Arbeit – sowohl in ihrer bekannten und gewohnten Umgebung – zeigt. Und im zweiten Schritt zudem einen ganz speziellen Blick ins Private gewährt. Rund 80 Schwarzweiß-Porträts sind im Ganserhaus zu sehen.

Bürgermeister Michael Kölbl stellte bei der Vernissage heraus, dass Tamara Crimmann durch ihre Bilder die Stadt in ihrer ganzen Lebendigkeit zeige. Es freue ihn besonders die Vielfalt der Porträtierten, die aus allen gesellschaftlichen, religiösen, beruflichen und kulturellen Schichten Wasserburgs kämen. „Dass diese Vielfalt derartig groß ist, ist ein gutes Zeichen für die lebendige Gesellschaft in unserer Stadt.“ Die Künstlerin sei übrigens mit ihrem Stativ ein Teil Wasserburgs und damit des Gesamtkunstwerkes geworden.

Kurator Stefan Scherer nannte in seiner Vorstellung Crimmanns Werk „ein Familienalbum Wasserburgs“. Die Künstlerin habe bei ihrem Blick ins Private der Menschen nie die künstlerische Ebene aus den Augen verloren. Das Werk erschließe sich am besten, wenn man die Bilder auf sich wirken lasse, idem man den persönlichen Hintergrund der Porträtierten ausblende. Scherer: „Die Fotografien strahlen eine formale Schönheit aus.“

Eingangs hatte Dr. Markus Brezina, Vorsitzender des AK68, die Freunde zeitgenössischer Kunst im Ganserhaus begrüßt. Er lobte Crimmann für ihre Herkulesarbeit, die Menschen zu diesen offenen und manchmal entlarvenden Bildern bewegt zu haben. „Da gab es natürlich im Vorfeld schon skeptische Anrufe bei mir. Ein Porträt in diesem Format birgt immerhin gewisse Gefahren. Zum Beispiel die, dass Charaktereigenschaften der Porträtierten zu sehen sind, die diese selbst lieber verbergen würden.“

Dr. Brezina dankte abschließend allen Sponsoren und Helfern, die zum Gelingen der Ausstellung beigetragen hatten.

Ausstellungsdauer bis 23. Februar, geöffnet jeden Donnerstag bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr.

dTamaraCrimmann (1 von 1)

cTamaraCrimmann (1 von 1)

 

 

 

 

 

 

 

 

Rainer Gottwald, Betreiber des Wasserburger Kinos Utopia bei seinem Hobby, dem Schmieden und so, wie ihn die Wasserburger kennen.

Foto oben: Ossi oder Oswald Piepereit.

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