Nach drei Jahren Pokal wieder bei uns!

Da ist das Ding: Erstes Saisonziel haben Basket-Mädls bravourös erreicht

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PokalSaarlouis – Da ist das Ding: Wasserburgs Basketball-Damen haben ihr erstes Saisonziel mit Bravour erreicht. Im Finalspiel um den Pokal der DBBL (wir berichteten) besiegten sie am Sonntag Aufsteiger und Gastgeber TV Saarlouis Royals in einem bis zum Schluss harten Kampf mit 82:71 (53:29). Tags zuvor hatte der amtierende deutsche Meister im Halbfinale bereits den bayerischen Mitkonkurrenten …

Friendsfactory Baskets aus Nördlingen aus dem Rennen geworfen (73:53). Zum ersten Mal seit 2011 geht der Pokal somit wieder nach Wasserburg am Inn.

Im Halbfinalspiel gegen Nördlingen begegneten sich im ersten Viertel beide Mannschaften noch auf Augenhöhe. Wasserburgs Damen legten dann aber in den fünf Minuten vor der Halbzeitpause einen 14:0-Lauf hin, der ihnen in der zweiten Hälfte die nötige Distanz für ein überlegenes Spiel bot.

„Wir haben das ganze Spiel über sehr, sehr schlecht geworfen“, meinte Coach Wernthaler anschließend zu dieser Halbfinal-Partie. „Es war kein schönes Spiel, aber wir haben zumindest gut verteidigt. Wir haben es dann geschafft, die nötige Distanz zwischen uns und den Gegner zu bringen. Dann hat man gemerkt, dass Nördlingen nicht mehr so ganz an einen Sieg geglaubt hat.“

Nördlingen gab sich aber im dritten Viertel noch lange nicht auf. Eine zwischenzeitliche Wasserburger Führung von 19 Punkten (42:23, 24. Minute) verkürzten die Rieserinnen noch einmal auf 7 Punkte (26. Minute). Mehr ließen Wasserburgs Basketball-Damen aber nicht mehr zu.

„Es wurde auf beiden Seiten hart und ordentlich verteidigt“, so das Fazit des Wasserburger Trainers. Und damit spielt er auf die hohe Foul-Belastung beider Teams in diesem hart umkämpften Halbfinale an. Insgesamt drei Spielerinnen, auf Wasserburger Seite waren das Stina Barnert und Melissa Jeltema, mussten vorzeitig vom Parkett.

Mit 11 Punkten Vorsprung ging es ins Schlussviertel und Wasserburg baute seinen Vorsprung kontinuierlich weiter aus und lag drei Minuten vor Schluss bereits mit 21 Punkten vorn. Top-Scorerin der Partie war Emma Cannon (21 Punkte), gefolgt von Anne Breitreiner (16) und Svenja Brunckhorst (10).

Zeit zur Regeneration blieb den Damen vom Inn in diesem Turnier aber nicht. In der zweiten Halbfinalbegegnung hatte unterdessen Aufsteiger Saarlouis den BC Marburg überraschender Weise ins kleine Finale verbannt und stand nun im Finale am Sonntag in eigener Halle den Gästen aus Bayern auf dem Parkett gegenüber. Wasserburg indes hatte mit den Saarländerinnen noch eine Rechnung offen. Denn genau der damalige Zweitligist war es, der im vergangenen Jahr dem späteren deutschen Meister in die Suppe gespuckt und somit den Traum vom Double zunichte gemacht hatte.

Schon im ersten Viertel der Begegnung signalisierte das Team von Bastian Wernthaler jedoch klar den Anspruch auf den Pokal. Während der Aufsteiger zwar die ersten Punket machte, gelang den Wasserburgerinnen bereits nach zweieinhalb Minuten die Führung, die sie auch die restliche Spielzeit nicht mehr aus der Hand gaben. Während sie das erste Viertel mit 27:20 Punkten für sich entschieden, gelang es ihnen im Anschluss, sich bis zur Halbzeitpause eindrucksvoll abzusetzen (53:29). Und das war echte Teamarbeit in diesem aus Wasserburger Sicht wohl stärksten Spielabschnitt. Es klappte einfach alles und Melissa Jeltema, Svenja Brunckhorst, Emma Cannon und Stina Barnert punkteten fast nach Belieben. Ein Grund für Trainer Bastian Wernthaler auch mal Lob auszusprechen. „Wir haben heute konsequent angegriffen und ab und zu auch mal gut verteidigt“, so das entspannte Resümee.

Wer aber glaubte, Saarlouis würde sich in diesem Pokalfinale aber schon vorzeitig geschlagen geben, sah sich getäuscht. Denn nun benötigte der TSV Wasserburg in der zweiten Hälfte genau jenes Polster, das man sich in den ersten zwanzig Minuten erarbeitet hatte. Denn die letzten beiden Spielabschnitte gingen mit 16: 20 und 13:22 aus Wasserburger Sicht klar an die stark aufspielenden Gastgeberinnen.

„Saarlouis hat alles versucht. Sie haben auch wilde Dinger getroffen. Da ist es dann nicht so einfach, in der ausverkauften Halle zu bestehen aber wir haben es dann souverän runter gespielt “, meinte Wasserburgs Coach im Anschluss. Doch auch die Treffer von Saarlouis´ Top-Scorerin Kayla Tetschlag, die für ihren Verein 22-fach punktete, konnten an der Wasserburger Führung nichts mehr ändern.

Getoppt wurde diese Leistung nur noch von Wasserburgs Centerin Emma Cannon, die mit 32 Zählern und 12 Rebounds aufs Neue ein Ausrufezeichen setzte. Als wertvollste Spielerin des Turniers wurde allerdings dann eine ganz andere ausgezeichnet: Svenja Brunckhorst. „Das freut mich ganz besonders, weil sie so hart an sich gearbeitet und einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht hat. Sie hat das absolut verdient“, so Wernthaler.

In der DBBL war dies aber noch nicht die letzte Begegnung gegen den TV Saarlouis Royals. Schon in der nächsten Woche geht es für den TSV Wasserburg erneut gegen die Saarländerinnen ran. Mit dem Beginn der Play-Offs der Bundesliga haben Bastian Wernthaler und sein Team dann die Rolle des Gastgebers in der heimischen Badria-Halle.

Es spielten: Emma Cannon (32 Punkte), Stina Barnert (12), Svenja Brunckhorst (11), Melissa Jeltema (10), Anne Breitreiner (8), Tiina Sten (7), Stephanie Wagner (2), Martina Dover und Verena Wernthaler. MJV

 

 

Ein paar Fotos von der Reise des Fan-Clubs nach Saarlouis:

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