Erst Sturm, dann milder März

Die Wetterprognose für den meteorologischen Start in den Frühling

Und schon ist er vorbei, der Winter! Seit heute sind die Meteorologen auf Frühling eingestellt. Mit dem 1. März beginnt bei ihnen die Zeitrechnung des Frühjahrs. Zeit, eine Bilanz für die kalte Jahreszeit zu ziehen. Fest steht: Der Winter 2016/2017 war einer der trockensten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Und er war etwas wärmer als der Durchschnitt.

„Die Bilanz des vergangenen Winters: Er war rund 0,6 Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt, brachte nur 60 Prozent der üblichen Niederschlagsmengen und dafür auch 20 Prozent mehr Sonnenschein. Es war einer der trockensten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Beim Sonnenschein hat es der Winter in die Top 10 der sonnigsten Winter geschafft“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Die trockenen Zeiten sind aber nun seit einigen Tagen schon vorbei und auch der Start ins meteorologische Frühjahr fällt buchstäblich ins Wasser. Auch die kommenden Tage bringen immer wieder Regen, in den höheren Lagen auch mal kurzzeitig Schneeflocken. Die Sonne macht sich rar.

Jung: „Immerhin müssen wir nicht mehr mit Dauerfrost rechnen. Einen Märzwinter wie im Jahr 2013 wird es in diesem Jahr sehr wahrscheinlich nicht geben. Damals war der März satte drei Grad kälter als im langjährigen Durchschnitt.“

Bild oben: Temperaturtrend für den Märt 2017: Der Monat könnte in Deutschland ein bis zwei Grad wärmer, als normal ausfallen …

Quelle: US-Wetterbehörde NOAA

„Die langfristigen Wettertrends vom US-Wetterdienst NOAA erwarten für Europa einen eher zu milden März. Der April soll ebenfalls noch leicht zu warm ausfallen, wogegen der Mai durchschnittlich werden könnte. In Sachen Niederschläge soll besonders der Mai recht nass ausfallen. Das ist wie immer nur ein erster Klimatrend und keine Wettervorhersage“, erklärt Wetterexperte Jung.

Die nächsten Tage werden erstmal sehr stürmisch. „Morgen erwarten wir vor allem im Norden schon wieder einen starken Sturm, der eine ähnliche Zugbahn wie das Sturmtief Thomas vom vergangenen Donnerstag nehmen könnte. Wiederum wären lokal schwere Sturmböen bis 105 km/h möglich. Der Sturm trägt wahrscheinlich den Namen Xaver.“

 

Lage des Sturmfelds am Donnerstagnachmittag: besonders stark könnte demnach der Nordosten betroffen sein, www.wetter.net

 

Mit dem Sturm gibt es auch wieder jede Menge Regen, kurzum: Es bleibt einfach weiterhin wechselhaft.

Hier die Aussichten für die kommenden Tage:

Donnerstag: 5 bis 10 Grad, stürmisch in der Nordhälfte schwere Sturmböen möglich, immer wieder Regen

Freitag: 8 bis 16 Grad, windig und bedeckt, nur etwas Regen

Samstag: 8 bis 15 Grad, viele Wolken, im Norden Regen, sonst meist trocken

Sonntag: 8 bis 13 Grad, viele Wolken, selten Sonne, ab und zu Regenschauer

Montag: 6 bis 10 Grad, stark bewölkt, ab und zu Regen

Dienstag: 7 bis 11 Grad, aus Westen wieder Wolken und Regen

Mittwoch: 8 bis 13 Grad, viele Wolken, windig und Schauer

Donnerstag: 8 bis 13 Grad, weiterhin unbeständig

 

„Unterm Strich bleibt es zwar für die Jahreszeit normal bis leicht zu warm, allerdings will sich schönes Frühlingswetter erstmal nicht einstellen. Dafür fehlen einfach die wärmenden Sonnenstrahlen. Es ist doch oftmals mehrheitlich bewölkt und immer wieder fällt Regen. Dazu weht dann auch noch ein frischer, teils starker Wind. Auf den richtigen Sonnenfrühling mit 15 Grad plus x müssen wir also noch etwas warten“, so der Wetterexperte.

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