Erst Sorge um Emma – dann großer Jubel!

Wasserburg siegt sicher über Brose Bamberg mit 87:63

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CannonWasserburg – Oh, wie ist das schön: Auch am 16. Spieltag ließen Wasserburgs Basketball-Damen keinen Zweifel darüber aufkommen, wer die Nummer eins der Bundesliga ist. Die Siegesserie hält. Eindrucksvoll überlegen triumphierte am Samstagabend im Lokal-Derby das Team von Coach Bastian Wernthaler zuhause über Tabellen-Schlusslicht DJK Brose Bamberg mit 87:63 (44:28). Anfangs schien sich die Aufgabe für Wasserburg zwar schwieriger zu gestalten, als man sich das gewünscht hatte. Denn in den ersten sieben Minuten hielten die Fränkinnen durchau mit. Aber dann …

… eine deutlichen Wasserburger Führung zum Ende des ersten Viertels (26:17).

Eine Schrecksekunde gab es für die Wasserburger Fans in der 9. Minute. Wasserburgs Centerin Emma Cannon lag nach einem Gefecht plötzlich am Boden, konnte erst nicht aufstehen und musste schließlich gebückt vom Platz gehen. Aber nicht wie befürchtet ihr Knie, sondern ein gegnerischer Ellenbogen in den Solarplexus hatte die US-Amerikanerin kurzzeitig außer Gefecht gesetzt. Im zweiten Viertel war sie aber bereits wieder im Rennen und punktete bis zur Pause noch sechsfach zum Halbzeitstand von 44:28.

Im dritten Viertel legten die Wasserburgerinnen mit 28:20 Punkten nochmal eins drauf, stellten damit die Verhältnisse klar und schafften sich so das sichere Polster, das es im letzten Viertel nur noch zu verwalten galt. Und Bastian Wernthaler nutzte den letzten Spielabschnitt dafür, dass auch die Nachwuchsspielerinnen Tanja Lehnert, Lena Aß und Miriam Zeller wertvolle Bundesliga-Erfahrungen sammeln konnten.

In der Badria-Halle bemerkte man an diesem Abend, dass es zwar langsam aber dennoch mit sicheren Schritten in Richtung der Playoffs geht. Nicht nur dass sich die Ränge von Spiel zu Spiel immer mehr füllen. Auch die Atmosphäre und die Stimmung bei den Fans legen mit jedem Heimspiel zu, bei dem der TSV in dieser Saison bislang ungeschlagen bleibt.

Was diese Mannschaft im Augenblick so stark macht, ist nicht nur die individuelle Qualität der einzelnen Spielerinnen von Anne Breitreiner bis Emma Cannon. Es ist vor allem die Kombination von Einzel- und Teamleistungen, die die Spielerinnen aufs Parkett bringen. Auf den Brettern scheint jede mit jeder zu können und das erlaubt es dem Trainer breit zu rotieren und aus der Tiefe eines qualitativ hochwertigen Kaders zu schöpfen. Was will das Basketball-Herz mehr?

Es spielten: Emma Cannon (16 Punkte), Tiina Sten (15), Anne Breitreiner (13), Melissa Jeltema (12), Stephanie Wagner (11), Svenja Brunckhorst (10), Stina Barnert (6), Martina Dover (2), Rebecca Thoresen (2), Miriam Zeller, Lena Aß und Tanja Lehnert. – mjv

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