Er nimmt seinen Hut, ähm Radl-Helm!

Abschied in Bürgermeister-Runde vom Verkehrsexperten Karlheinz Niessner

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Seit 17 Jahren lehrte er mit viel Fingerspitzengefühl den Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr: Der Verkehrsexperte der Wasserburger Inspektion, Polizeihauptkommissar Karlheinz Niessner! Nun nimmt er seinen Hut oder besser gesagt den Radl-Helm. Im fröhlichen Kreis der Bürgermeister des Altlandkreises wurde er heute mit einem Geschenk verabschiedet – einem Verkehrsübungsplatz aus Schokolade! Die Bilanz eines leidenschaftlichen Polizisten-Engagements …

Die Jugendverkehrsschule in Wasserburg gibt es seit 37 Jahren. Seit 1980 werden den Viertklasslern die allgemeinen Verkehrsregeln beigebracht. Ort des Geschehens ist für alle der Verkehrsübungsplatz der Gebietsverkehrswacht Wasserburg am Badria.

Rund 600 Grundschüler aus Stadt und Altlandkreis gehen alle Jahre durch die Hände der Wasserburger Verkehrsschule – auf dem Weg zum Radlführerschein!

Pflicht ist dieser nicht, trotzdem nehmen alle vierten Klassen der umliegenden Grundschulen an den Übungsstunden teil und die meisten Buben und Mädchen bestehen die Prüfung auch.

Karlheinz Niessner arbeitet seit 15 Jahren am Verkehrsübungsplatz Wasserburg

Ihnen kennen fast alle Kinder im Altlandkreis … Karlheinz Niessner, der Radl-Polizist.

„Ich hab‘ mich vor 15 Jahren freiwillig für das Thema Verkehr und damit für die Verkehrserziehung gemeldet“, sagt Karlheinz Niessner von der Wasserburger Polizei. Seitdem sei er bei der Inspektion als so genannter „Mitarbeiter Verkehr“ im Einsatz. „Mir hat der Umgang mit Kindern einfach schon immer viel Spaß gemacht.“

Und das merkte man dem Polizeihauptkommissar auch stets an. Da kam kein lautes Wort, keine Kommandosprache, viel mehr leise, aber klare Korrekturen, wenn die Kinder beispielsweise vergessen hatten, vor dem Abbiegen ein Handzeichen zu geben.

„Wir wollen den Kindern ja keine Angst einjagen, sondern ihnen ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr vermitteln“, so Niessner stets. Den Kindern würde auf dem Verkehrsübungsplatz ohnehin sehr viel abverlangt.

Der Polizeihauptkommissar wurde immer wieder auch von Lehrern unterstützt. „Es ist ganz wichtig, dass auch die Lehrer da bei der Sache sind. Man merkt genau, dass Frau Joppich die Kinder schon bestens auf den Übungsplatz vorbereitet hat.“ Ohne die Lehrer sei es schwierig, die bis zu 30 Kinder immer genau unter Kontrolle zu halten. Die Zusammenarbeit klappe mit den meisten Schulen sehr gut

Vor der Verkehrsschule war das Grundstück am Badria verwildert und zugewachsen. 1979 hat man mit dem Bau des Verkehrsübungsplatzes begonnen und ein Jahr später wurde er eröffnet.„An den Verkehrsübungen und Prüfungen hat sich seither nicht sehr viel verändert. Die Verkehrsregeln sind seit den 80ern eigentlich gleich geblieben, nur die Schilder haben sich verändert und heute gibt es mehr Kreisverkehre“, erklärt Karlheinz Niessner. Seine zusätzliche Ausübung als Verkehrserzieher war für ihn immer eine kleine, erfreuliche Zusatzaufgabe, die die alltägliche Arbeit ein bisserl schöner macht, wie er bescheiden sagt.

Zwischendurch stand die Jugendverkehrsschule der Gebietsverkehrswacht Wasserburg auch mal kurz vor der Schließung. Nach einem ausführlichen Gespräch mit Bürgermeister Michael Kölbl entschied man sich aber dann doch für den Erhalt der Schule und des Platzes.

Denn in einer Sache waren sich alle Beteiligten einig: Die Verkehrsausbildung für Schüler ist wichtig und sollte weiter gefördert werden. Nicht nur wegen des vermehrten Verkehrsaufkommens – auch, weil beim Absolvieren des Radlführerscheins für die Schüler meistens der erste Kontakt zu einem Polizisten zustande kommt.

Deshalb geht es nun auch 2017 weiter – Niessners Nachfolgerin wird die Polizistin Frau Eichner (auf unserem Foto oben rechts neben ihm) …

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Ein Gedanke zu „Er nimmt seinen Hut, ähm Radl-Helm!

  1. Ein Radfahrer

    Herrn Niessner gilt an dieser Stelle wirklich ein ganz herzlicher Dank!

    Gerade in der heutigen Zeit mit überfüllten Straßen und Raserei ist die Verkehrserziehung für die Grundschüler aus unserer Heimatregion unverzichtbar.

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