Er ahnte nicht die Gefahr …

Junger Mann fällt von Güterzug und stirbt - Erstes Todesopfer dieser Einreisemethode in Deutschland

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Auf Höhe Tattenhausen ist ein junger Mann vermutlich bei der Einreise mit einem Güterzug ums Leben gekommen. Der auf 18 bis 22 Jahre geschätzte Flüchtling war leblos auf den Gleisen der Bahnstrecke Rosenheim-München gefunden worden. Jede Hilfe kam zu spät. Lebensgefährliche Flucht auf dem Güterzug: Mehr als 100 Flüchtlinge wurden in den vergangenen Monaten aufgegriffen, die diesen Weg über den Brenner gewählt hatten. Nach Angaben des Bundespolizeipräsidiums ist der Mann das erste Todesopfer dieser Einreisemethode in Deutschland.

In dem Zug fand die Polizei einen herrenlosen Koffer, aber keine Papiere, die auf die Herkunft schließen ließen.

Nach ersten Ermittlungen dürfte der junge Mann als Flüchtling auf einem Güterzug von Italien, auf der Bahnstrecke in Richtung München, unterwegs gewesen sein. Auf Höhe Tattenhausen in der Landkreis-Gemeinde Großkarolinenfeld fiel er wohl vom Zug ins Gleisbett, wurde von dem Zug erfasst und erlitt tödliche Verletzungen.

Am Güterzug fanden sich Spuren, die auf das Überrollen durch den Zug hindeuten. Zur endgültigen Klärung der Todesursache und Identität sind noch weitere Untersuchungen am Institut für Rechtsmedizin in München erforderlich.