„El TSV 1880 alemany“ muss nach Spanien!

Basketball-EuroCup der Damen: Das wird richtig schwer für Wasserburg

image_pdfimage_print

Das wird schwer – sehr! In der nächsten Runde des EuroCups im Damen-Basketball muss Wasserburg gegen immens starke Spanierinnen von Uni Girona (Foto) antreten! ‚El TSV 1880 alemany será el nostre rival!“ schreibt Spanien heute aktuell. Diese haben sich in der Gruppe F mit souveränen 6-0-Erfolgen den Gruppensieg geholt. Das Erreichen der nächsten Runde im EuroCup hatte sich Wasserburg gestern am Abend zum Glück schon vor der Partie gesichert, das Spiel im Badria gegen Flammes Carolo Basket aus Frankreich ging verloren – zur Pause stand’s 18:40 und die Wasserburger Fans ahnten: Hoch g’winn ma nimmer …

Letztendlich waren die Gäste von Flammes Carolo Basket beim 51:70 (18:40) deutlich überlegen.

Damit holten sich die starken Französinnen den sechsten Sieg im sechsten Spiel und den klaren ersten Rang in der Vorrundengruppe H. Wasserburg wurde mit einem ausgeglichenen Konto und punktgleich mit Umea Zweiter aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs gegen die Schwedinnen.

Das Spiel begann mit 4:0 und 6:3 für die Gastgeberinnen, die dann aber mitansehen mussten, wie Carolo Punkt für Punkt davonzog. Vor allem ein katastrophales zweites Viertel (7:23) besiegelte die Niederlage. ‚Wenn man gegen so eine Spitzenmannschaft nicht mit 100 Prozent diszipliniert und mit Kopf verteidigt, hat man keine Chance. Das wussten wir vorher‘, ärgerte sich Head-Coach Georg Eichler vor allem über die oft zu lasche Defense seiner Mannschaft. Wenn man sich so einen Aussetzer leiste, wie im zweiten Quarter, könne man gegen so ein Team nicht bestehen.

Aber auch im Angriff zeigten sich ungewohnte Schwächen im Abschluss – nur 28 Prozent aller Würfe aus dem Feld wurden verwertet – im Gegensatz zu Frankreich, das über die Hälfte aller Würfe versenkte.

Es spielten: Katharina Fikiel (1 Punkt), Milica Ivanovic (8 Punkte), Nathalie Fontaine (5 Punkte, 4 Rebounds), Milica Deura (8 Punkte), Shey Peddy (4 Punkte, 8 Rebounds, 5 Assists), Wumi Agunbiade (11 Punkte, 6 Rebounds), Sasha Tarasava (2 Punkte) und Soana Lucet (12 Punkte, 6 Rebounds).

Foto: unigirona

Das EuroCup-Achtelfinale – Hinspiel 9. Februar (Rückspiel 16. Februar)

(1) Flammes Carolo Basket vs (16) Good Angels Kosice
(2) Yakin Dogu Universitesi vs (15) Rutronik Stars  Keltern
(3) Galatasaray vs (14) PEAC Pecs
(4) Spar Citylift Girona vs (13) TSV 1880 Wasserburg
(5) Bellona AGU vs (12) Cavigal Nice Basket
(6) Virtus Eirene Ragusa vs (11) Basketball Nymburk
(7) Maccabi Bnot Ashdod vs (10) Reyer Venezia
(8) TTT Riga vs (9) VBW CEKK Cegled

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ein Gedanke zu „„El TSV 1880 alemany“ muss nach Spanien!

  1. Liebe Redaktion,

    zunächst einmal möchte ich Ihnen ein ganz großes Kompliment machen für Ihre genauso ausgewogene wie umfangreiche Berichterstattung über den Frauen-Basketball in der Region. Ich war und bin selbst seit langem in dem Metier unterwegs, in ganz Europa, und kenne das von etlichen Medien leider anders. Da wird der Frauen-Basketball oft ignoriert, obwohl er hochspannend und attraktiv ist.

    Gleichzeitig möchte ich Ihre Berichterstattung für einen Hinweis nutzen. Auf dem Forum „schoenen dunk“ gibt es meiner Ansicht nach sehr richtige Hinweise auf massive Probleme bei den Bundesliga-Frauen. Etliche der dort zu lesenden Argumente teile ich. Manch hohe Siege des TSV täuschen darüber hinweg, dass dem Trainer, Georg Eichler, bislang noch nicht gelungen ist, aus individuell guten Einzelspielerinnen eine Mannschaft zu formen. Allein der Blick auf die Siege reicht: Warum kassiert das Team derart viele Körbe? Antwort: Hochgelobte Spielerinnen vernachlässigen die Defense, haben lediglich die eigenen Stats im Blick, fallen durch „Ego-Shooting“ auf, einen Begriff, den ich absolut unterschreibe.

    Im Blickpunkt sind bei mir so hochgelobte Akteurinnen wie die Mannschaftsführerin Peddy oder auch Fontaine – und jene aus ihrem Umfeld. Wer sich alle Spiele ganz in Ruhe anschaut, bemerkt, dass hier Grüppchen gebildet werden, und der Teamgeist fehlt.

    Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass einige der gepushten Akteurinnen die professionelle Vor- und Nachbereitung von Spielen schleifen lassen. Allein manche Postings in sozialen Netzwerken, und hier vor allem die Uhrzeiten vor und nach den Games, lassen daran zweifeln. Seltsam, dass das Trainer Eichler durchgehen lässt. Da muss man sich wirklich fragen, ob sachfremde Gründe die Ursache für dieses Laisser-faire sind.

    Außerdem ist es unverständlich, wie Teamgeist-Spielerinnen, zum Beispiel Katharina Fikiel, so wenige Minuten erhalten. Katharina Fikiel hat Wasserburg ziemlich oft den Sieg gerettet, außerdem bei der National-Mannschaft erneut gezeigt, was sie kann. Sie stellt sich, ohne Blick auf die eigenen Stats, in den Dienst des Teams, im Gegensatz zu Peddy, Fontaine und dem Grüppchen um diese Ego-Zocker herum. Wer sich ganz in Ruhe und objektiv alle Auftritte von Wasserburg in der Bundesliga und international anschaut, wird kaum umhinkommen, hier große Probleme festzustellen.

    8

    11
    Antworten