Eishockey-Traum: Landshut 7:2 heim geschickt!

Partymeile Stadion: Souveräner Derby-Sieg der Starbulls

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siegerRosenheim – So schön kann ein Derby sein – zumindest aus Sicht der zahlreichen Fans der Starbulls aus Rosenheim. Mit 7:2  (4:0, 2:1, 1:1) wurde der Tabellenführer wieder heim geschickt. Nun ist man punktgleich an der Spitze der DEL2. Schlange stehen hieß es zu Beginn für die Besucher – und für 150 Restkarten, die im Nu vergriffen waren. Das Stadion war ausverkauft gestern abend und wurde zur Partymeile. Klasse-Stimmung und ein fulminantes erstes Drittel …

Der Heimspielauftakt im neuen Jahr beginnt für die Starbulls wahrlich mit einem Paukenschlag. Somit haben die Oberbayern jetzt wieder nach Punkten zu den Niederbayern aufgeschlossen, die aber nach wie vor, aufgrund der besseren Tordifferenz, die Spitzenposition belegen. Den direkten Vergleich allerdings haben die Starbulls jetzt mit 3:1 Siegen oder 9:3 Punkten klar für sich entschieden, was bei Punktgleichheit am Ende der Hauptrunde letztendlich ausschlaggebend wäre.

Ein voller Erfolg war auch die Pfandbechersammelaktion zugunsten der Lausitzer Unfallopfer. Beide Fan- Lager konnten insgesamt 3.000 Euro an Spendengeldern einsammeln!

Vom Eis gefegt – Keeper ließ sich auswechseln

Den Besuchern des 115. Derbys zwischen dem SBR und dem EVL, wurde ein ganz besonderer Abend beschert und schon frühzeitig war klar: Dieses Spiel würde restlos ausverkauft sein. Schon Stunden vor Spielbeginn bildeten sich lange Schlangen vor den Kartenhäuschen, um doch noch eine der letzten für die Abendkasse zurückgehaltenen 150 Tickets zu ergattern. Kaum war die Kasse ab 16.00 Uhr geöffnet, konnte sie auch schon wieder schließen, denn der Vorrat reichte genau noch für zehn Minuten – dann ging absolut nichts mehr. Viele Fans mussten enttäuscht unverrichteter Dinge wieder den Heimweg antreten und standen vor verschlossenen Türen. Die Starbulls hätten zu diesem Spiel gut und gerne auch 7000- 8000 Tickets verkaufen können, so viele Anfragen lagen vor. Leider Gottes gibt die Stadionkapazität in dieser Saison aber nur noch 4750 Plätze her.

Diejenigen, die das Glück hatten dabei sein zu können, erlebten eine Gala- Vorstellung der Starbulls Rosenheim, die von Beginn an wie entfesselt aufspielten und ihrem niederbayerischen Erzrivalen nicht den Hauch einer Chance ließen.
Schon früh brach das Verhängnis über den EVL herein. Gerade mal 2:15 waren gespielt, da schnappte sich Marcus Marsall hinter dem Tor die Scheibe, umkurvte mit einem sehenswerten Lauf die komplette Landshuter Verteidigung und schloss mit einem satten Schuss ins kurze Eck ab. In diesem Text ging es weiter. Rosenheim wie entfesselt und hoch konzentriert, machte mächtig viel Druck auf das von Brian Stewart gehütete Landshuter Gehäuse und zwang die Gäste ein ums andere Mal zu Fehlern. In der 9. Minute feuerte Dominic Auger einen Schlagschuss von der blauen Linie ab, der Kapitän Stephan Gottwald hielt die Kelle rein und Brian Stewart war zum zweiten Mal an diesem Abend geschlagen.

No a Schippn drauf!

Nur 90 Sekunden später die Starbulls das erste Mal in Überzahl. Erneut kam der Schuss von der „Blauen“ von Auger, der allerdings das Tor knapp verfehlte, jedoch stand Rosenheims Goldhelm Shawn Weller „goldrichtig“ um den „Bouncer“ mit der Vorhand über die Torlinie zu schmettern. 3:0- „Servus Oida“! Genau das dachte sich in diesem Moment auch Landshuts Schlussmann Brian Stewart, der kurzerhand entschied seinen Arbeitstag für heute zu beenden und so brachte
Jiri Ehrenberger jetzt Ersatztorhüter Marco Eisenhut. Dieser machte einen guten Job, jedoch konnte auch er das Verhängnis nicht aufhalten, denn in der 14. Minute erkämpfte sich Norman Hauner hinter dem Tor die Scheibe und passte maßgerecht auf den lauernden Tyler McNeely, der mit einem trockenen Schuss auf 4:0 stellte. Das Kathreinstadion mutierte zur Partymeile!

Der zweite Spielabschnitt verlief wesentlich ausgeglichener, was einmal an dem nun erhöhten Engagementder Gäste und an einem gut haltenden Marco Eisenhut lag. In der 30. Minute dann der 4:1 Anschlusstreffer für die Gäste, als Riley Armstrong den grade von der Strafbank zurückgekommen Bill Trew mustergültig bediente und der seinen Alleingang sehenswert verwerten konnte. Wer nun meinte, dies wäre der Auftakt einer furiosen Aufholjagd der Drei- Helmen- Städter, der sah sich getäuscht. Die Starbulls setzten wieder eine Schippe drauf und stellten nur eine Minute später den alten Abstand wieder her. Rosenheims Landshuter im Team,
Maximilian Hofbauer, narrte seinen Verteidigergegenpart und passte auf den mitgelaufenen Stephan Gottwald, der per „Onetimer“ auf 5:1 stellte. Sein zweiter Treffer an diesem Abend.

Gerade einmal die Hälfte des Spiels war absolviert, da klingelte es schon zum sechsten Mal im niederbayerischen Gehäuse, als Norman Hauner einen Handgelenksschlenzer, durch die „Hosenträger“ eines Verteidigers hindurch am verdutzen Schlussmann Eisenhut vorbei in die Maschen setzte.

Im letzten Abschnitt kontrollierten die Starbulls den schon längst geschlagenen Gegner , der zwar noch einmal durch ihren Topscorer Riley Armstrong auf 2:6 herankam, jedoch konnten auch die Hausherren nochmal durch ein typisches Weihager- Tor in der 56. Minute nachlegen, der in Überzahl einen seiner gefürchteten Schlagschüsse aus dem Halbfeld in die Maschen drosch.

Dank für Spenden an Lausitzer Unfallopfer

Ein voller Erfolg war sicherlich auch die Pfandbechersammelaktion zugunsten der Lausitzer Unfallopfer, an der sich beide Fanlager beteiligt hatten. 2.629,36 Euro kamen zusammen. Dieser Betrag wurde dann noch von Stadionwirt Jürgen Nowak auf 3.000 Euro aufgerundet und wird nun in den kommenden Tagen dem eingerichteten Benefizkonto überwiesen. Sowohl der Landshuter Fanbeauftragte als auch der Rosenheimer Fanbeirat bedanken sich ganz herzlich bei allen Spendern.

Weiter geht es für die Starbulls bereits am morgigen Dienstag um 20 Uhr in Dresden, bevor dann am Freitag und Sonntag das erste Doppelheimspiel-Wochenende ansteht, wenn Bad Nauheim und Bremerhaven zu Gast an der Mangfall sein werden. Ausreichend Gelegenheit also, für alle die gegen Landshut keine Karte mehr bekommen haben, ein Heimspiel der Starbulls zu besuchen. Die Mannschaft hätte es mehr als verdient.

Foto: www.starbulls.com.

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