Eine Verneigung vor Édith Piaf

Jazzwochen: Schranne zaubert internationales Flair

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Jazz 1Ins Café Bleu verwandelt wurde die Wasserburger Schranne von drei sympathischen jungen Künstlern, die sich vor Édith Piaf verneigen: Leonhard Kuhn, Matthieu Bordenave und Jay Lateef. Die Wasserburger Stimme traf sie vor ihrem Konzert (unser Foto). Internationales Flair im Rahmen von Jazz-Tagen – das zaubert die Schranne noch mal am Samstag, 23. November, mit Matthias Bublath und Band sowie am 7. Dezember (‚Affiliation‘) nach Wasserburg. Einlass ist jeweils ab 18.30 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Karten gibt’s im Vorverkauf bei der Schranne in Wasserburg.

Bei dem jungen Trio zuletzt war es so: Melodien aus Chansons und Folklore werden zeitgenössisch interpretiert und mit modernem Jazz, improvisierter Musik und elektronischen Klängen verbunden. Ein wahres Musikerlebnis: Le Café Bleu International erinnerte an die Belle Epoque des europäischen Jazz!

Das aktuelle Programm widmete sich voll und ganz der Sängerin Édith Piaf. Ihre bekannten Chansons wie „La vie en rose“ oder „Hymne à l’amour“ bildeten die Basis für die mal melancholischen, mal stürmischen Improvisationen und eröffneten dem Chanson-Fan wie dem Rockmusiker so neue Einblicke.

Matthieu Bordenave, französischer Jazzsaxophonist, studierte am Nationalkonservatorium von Paris. Mit seinem differenzierten nuancenreichen Spiel gehört Matthieu Bordenave einer neuen Generation von Jazzmusikern an, die in der Improvisation auf effektheischende Momente bewußt verzichten und einen großen Anspruch in ihrem Spiel erkennen lassen. Tieferer Gehalt ersetzt die Oberfläche, für eine Zuhörerschaft, die die Musik mehr mit den Ohren als mit den Augen wahrnimmt.

Jay Lateef studierte in München, Boston und New York City. Er lebte lange Zeit in New York, wo er Unterricht bei alten Meistern wie Roy Haynes, Charli Persip, Billy Hart, so wie vielen jungen aufstrebenden Musikern, genoss. Jay war über Jahre hinweg der einzige Schüler von Jazz-Legende Ben Dixon. Dieser gab sein ganzes Wissen über das Schlagzeugspiel, das Musikbusiness, sowie all seine Lebenserfahrung als Musiker in New York City an Jay Lateef weiter. Er spielte bereits mit Klaus Doldinger, Hector Martingon, Richie Beirach, Roy Hargrove und vielen mehr.

Der Jazzgitarrist Leonhard Kuhn, hat bei Peter O´Mara an der Musikhochschule München studiert und mit dem Diplom abgeschlossen. Stets vom traditionellen Jazz fasziniert, ist er auch Mitglied verschiedener, experimenteller Jazzformationen. Darüber hinaus ist Leonhard Kuhn erfolgreich als Dirigent und Komponist für Bigband. Außerdem weist er Erfahrungen in Popmusik als Gitarrist und Songwriter auf. Der vielseitige Musiker experimentiert auch im Bereich elektronischer Musik. Die ersten musikalischen Schritte in einer professionellen Bigband unternahm Leonhard Kuhn im Landes-Jugend-Jazz-Orchester Niedersachsen. Mit dem Matthias Lindermayr Quartett belegte er beim Biberacher Jazzpreis 2012 den ersten Platz.

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