Eine musikalische Affäre auf der Bühne

Sehr langer Applaus, viele Zugaben: Duo Eisenreich/Hinterseher verzaubert

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Attel 1Attel – Sehr langer Applaus und viele Zugaben: „Wir spielen nur Töne, die freiwillig aus unseren Instrumenten herauskommen, ohne dass sie durch Üben dazu gezwungen werden.“ Und genau das war es, was beim Brauhaus-Konzert in Attel sofort zu spüren war und was nicht nur den besonderen Reiz ausmachte, sondern das Publikum im gut besuchten Saal absolut bannte. Sehr bekannt sind beide Künstler, die da auf der Bühne standen. Während Martina Eisenreich die meiste Zeit mit ihrem Quartett durch Deutschland, Italien und Frankreich tourt, kennt man den Akkordeonisten Andreas Hinterseher vom erfolgreichen Jazz- und Weltmusik-Quartett „Quadro Nuevo“ …

Als musikalische Affäre bezeichnen die beiden Ausnahmemusiker ihre seltenen, aber regelmäßigen gemeinsamen Auftritte als Duo Andima, als das sie bereits zum dritten Mal im Brauhaus Attel bei Wasserburg gastierten.

Vor zehn Jahren begannen die Beiden mit ihrem gemeinsamen Projekt. „Wir haben ohne Noten und irgendeine konkrete Idee begonnen“, erinnert sich Andreas Hinterseher. „Wir haben einfach darauf los gespielt und uns zusammenimprovisiert“. Viele Stücke wurden damals gar nicht lange geprobt, sondern im Konzert das erste Mal gespielt.

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Eine spürbare Freude, eine Liebe – eine Leidenschaft zur Musik: Martina Eisenreich in Attel.

Mittlerweile hat das Duo zwei CDs mit zahlreichen Eigenkompostionen sowie Werken von Astor Piazzolla, Aram Khachaturian und zeitlosen Film-Themen veröffentlicht. In ihren Konzerten lassen sich die beiden Künstler mit ihren Instrumenten, die perfekt und mit traumwandlerischer Sicherheit harmonieren, aber immer noch viel Raum für Improvisationen. Deshalb ist auch jedes Konzert immer etwas Neues und für Experimente und Überraschungen gut. So auch in Attel.

Martina Eisenreich schätzt die Freiheiten, die ihr die Musik im Duo bietet. „Da kann man Lieblingsmusik machen und experimentieren. Man ist völlig flexibel und hat mehr Freiheiten, als wenn man alleine spielen würde“. „Zum Teil verlieren wir uns in der Musik und finden dann wieder ins Kitschige zurück. Das brechen wir dann aber wieder auf und wüten wie die Wahnsinnigen“, beschreibt Andreas Hinterseher den Verlauf des Konzerts

Wie gesagt – langer Applaus und viele Zugaben. Das lässt hoffen, dass auch im nächsten Jahr die beiden Musiker wieder im Brauhaus Attel von sich hören lassen werden.      mw

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