Eine lebensgefährliche Reise

Wieder zahlreiche Flüchtlinge auf Zügen im Landkreis unterwegs - Nigerianer wehrt sich

image_pdfimage_print

Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Wochenende im Rahmen der Grenzkontrollen rund 150 Flüchtlinge registriert. Etwa 30 von ihnen waren auf grenzüberschreitenden Güterzügen unterwegs. Ihre lebensgefährliche Reise konnte am Bahnhof in Raubling beendet werden. Sie stammen ursprünglich aus Somalia, Gambia, Guinea und von der Elfenbeinküste. Ein Nigerianer nutzte einen EuroCity für seine unerlaubte Einreise. Bei seiner Festnahme leistete er erheblichen Widerstand.

In den Nachmittagsstunden kontrollierten Bundespolizisten die Reisenden eines Zuges aus Italien. Ein Mann wies sich mit einem nigerianischen Reisepass und italienischen Aufenthaltspapieren aus. Die Beamten stellten jedoch schnell fest, dass die Daten der verschiedenen Dokumente nicht übereinstimmten.

Wegen des Verdachts des Ausweis.Missbrauchs und der unerlaubten Einreise sollte der Nigerianer am Rosenheimer Bahnhof aussteigen. Der 35-Jährige aber wollte den EuroCity trotz mehrfacher Aufforderung nicht verlassen. Als ihn die Bundespolizisten zwangsweise aus dem Zug bringen wollten, widersetzte sich der nigerianische Staatsangehörige. Dabei wurde ein Beamter am Knie verletzt, heißt es.

Der Afrikaner musste nach Vorführung beim Richter die Untersuchungshaft in einer Münchner Justizvollzugsanstalt antreten. Die Ermittlungen der Bundespolizei wegen Widerstands, Ausweis-Missbrauchs und unerlaubter Einreise dauern an.

Foto: Bundespolizei

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.