Eine Klangwelt, die Ungeahntes bietet

Außergewöhnliches Konzert in Pytliks Atelier mit Künstler Andreas Usenbenz

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1 AtelierTiefste Provinz oder kultureller Mittelpunkt? Zumindest am Gründonnerstag gehörte der kleine Weiler Hochschatzen bei Schnaitsee zu den kulturellen Glanzpunkten unserer Region. Wenn einem schon die Durchwanderung des Ateliers und des ehemaligen Stadels des Malers Andreas Pytlik, der den Gründonnerstag kurzerhand zu seinem Feiertag erklärt hatte, ansprach und zu Diskussionen unter den Betrachtern anreizte, so war das anschließende Konzert des Klangkünstlers Andreas Usenbenz aus Ulm (unser Foto) noch einmal etwas ganz Besonderes …

„Die verschiedenen Klangseiten sind meine Leidenschaft. Die Töne elektronisch zu manipulieren und damit zu einem ungewöhnlichen Klangereignis gestalten, eine gute Performance zu erhalten – das ist mein Ziel“ so Usenbenz. An diesem bemerkenswerten Abend in der Nähe Schnaitsees hatte Usenbenz ein Sammelsurium seiner Ideenwelt mitgebracht. Er ließ seinen Spielarten freien Lauf. Natürlich standen Tonaufnahmen und Kompositionen aus der grünen Natur ganz vorne an diesem Abend bei Andreas Pytlik. Einige der jungen Gäste zeigten sich nach dem Konzert neugierig und wollten vom Künstler viel über seine Techniken erfahren. Natürlich durften sich auch selber an den manipulierten Plattenspielern und Tonbändern versuchen.

„Die Töne tragen einen hinweg … wenn man sie an sich heran lässt“. „Das war höchst interessant. Usenbenz Klänge haben etwas Meditatives. Ich konnte mich in Momenten wegbeamen und im Geiste ganz woanders sein. Man muss diese Klangwelt intensiv aufnehmen, dann bietet sie Ungeahntes.“ So oder ähnliche Kommentare waren nach der Stunde mit Usenbenz von den aufmerksam lauschenden Gästen, zu denen auch Schnaitsees Bürgermeister Thomas Schmidinger gehörte, zu erfahren.

2 AtelierZu Beginn des Abends hatte Andreas Pytlik (vorne Mitte) die vielen Gäste im überfüllten Atelier begrüßt. Er blickte auf die vergangenen Gründonnerstage zurück. So bestritt 2011 der Kabarettist Michael Altinger das Rahmenprogramm. So freute es Pytlik besonders, dass der Künstler auch 2015 wieder als Gast zu ihm gekommen war.

Vor zwei Jahren las Norbert Niemann aus seinem – bis damals noch unveröffentlichten – Roman „Die Einzigen“. „Heute freut es mich besonders, dass dieses Buch über eine Künstlerin zu einem Erfolg geworden ist.“ Pytlik erzählte auch von seiner Bekanntschaft mit Andreas Usenbenz. „Wir haben uns in Strobl am Wolfgangsee in der Deutschvilla bei der Ausstellung „Die Wiese“ kennengelernt.“ Hier hatte Pytlik ausgestellt und Usenbenz vertonte das Thema „WIESE“ und verarbeitete es zu einer Klanginstallation und einer Eröffnungsperformance. „Zuvor hatten wir erste Kontakte beim Kunstverein in Ebersberg zusammen mit der bekannten Fotografin Bettina Gorn.“

Natürlich gehörte auch das Hauptaugenmerk den Werken von Andreas Pytlik. Seine Farbe ist das `Grün`. Seine Bilder und grünen Skulpturen überstrahlen alles. „Grün ist das Angebot an einen Besucher Platz zu nehmen auf einer grünen Bank, auf einem Stück grüner Wiese und natürlich heute hier am Tag des offenen Ateliers in meiner grünen Welt.“

uk  ju

3 Atelier

Unser Foto: Grün ist die Welt … und ganz besonders die Welt im Atelier von Andreas Pytlik in Hochschatzen bei Schnaitsee.

 

 

 

 

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