Eine Ära ist zu Ende

Rettungsdienst: Nach 18 Jahren neuer Ärztlicher Leiter - Dr. Michael Städtler übernimmt

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Der Rosenheimer Anästhesist und erfahrene Notarzt Dr. Michael Städtler wird neuer Ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Rosenheim. Obwohl es mehrere Bewerber gab, entschied sich die Verbandsversammlung einstimmig für den in der Rosenheimer RoMed-Klinik beschäftigten Arzt. Mit großem Applaus waren zuvor die bisherigen Ärztlichen Leiter Rettungsdienst Dr. Michael Bayeff-Fillof, Dr. Michael Riffelmacher und Dr. Stefan Stöckel verabschiedet worden.

Unser Foto oben: Nach 18 Jahren reichten die Ärztlichen Leiter Rettungsdienst den Staffelstab der Verantwortung in gute Hände weiter: (von links) Miesbachs Landrat Wolfgang Rzehak, Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Dr. Michael Riffelmacher, Dr. Stefan Stöckel, Dr. Michael Städtler, Rosenheims Landrat Wolfgang Berthaler und Dr. Michael Bayeff-Fillof.

Zusammen mit Dr. Christian Pawlak, der bereits vor einem Jahr in den Ruhestand ging, gelten sie als Vorreiter der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst in Bayern.

Viele Projekte zur Verbesserung des Krankentransportes und des Rettungsdienstes gehen auf eine Initiative der vier Ärzte zurück. 1998 hatten sie ihr Amt im Rahmen eines Pilotprojekts im Rosenheimer Zweckverband übernommen.

Rosenheims Landrat Wolfgang Berthaler sagte in seiner Funktion als Vorsitzender der Verbandsversammlung, die drei Kommunen, gemeint sind die Landkreise Rosenheim und Miesbach sowie die kreisfreie Stadt Rosenheim, hätten ihnen sehr viel zu verdanken.

Da nach einer Novellierung, also einer teilweisen Änderung des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes nur noch ein Ärztlicher Leiter Rettungsdienst pro Zweckverband vorgesehen ist, bleibt Dr. Michael Städtler ohne Mitstreiter. Im Unterschied zu seinen Vorgängern wird Dr. Städtler ab 1. Februar kommenden Jahres halbtags im Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Rosenheim angestellt und kann sich so intensiv um die neue Aufgabe kümmern.

Wesentliche Veränderungen hat es im zu Ende gehenden Jahr auch in den Bereichen Krankentransport und Notfallrettung gegeben:

Der Geschäftsführer des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, Stefan Forstmeier, berichtete, die neue Rettungswache in Achenmühle sei seit dem 3. Oktober in Betrieb und 84 Stunden pro Woche besetzt. Zudem seien seit dem Sommer mehrere Stellplätze für Rettungswagen länger besetzt. In Kolbermoor sei es ein Plus von 34,5 Wochenstunden und in Feldkirchen-Westerham und Wasserburg von je 28 Wochenstunden.

Auch im Bereich der Krankentransporte sind die vorhandenen Fahrzeuge wesentlich länger besetzt. In Rosenheim beträgt die Mehrung insgesamt 21,5 Wochenstunden, in Bad Aibling eine Stunde, in Prien 7,5 Stunden, in Wasserburg 37 Stunden und in Agatharied 40 Wochenstunden. Die ersten Auswertungen zeigen, dass das Ziel, möglichst wenige Rettungsfahrzeuge für den Krankentransport abstellen zu müssen, erreicht wird. Im Schnitt wird derzeit jeder fünfte Krankentransport in der Region mit einem Rettungswagen durchgeführt. Zum Vergleich, bayernweit ist es jeder dritte Krankentransport.

Geschäftsführer Forstmeier berichtete zudem, dass im November sämtliche Hilfsorganisationen, beginnend mit der Berg- und Wasserwacht bis hin zur Feuerwehr, vom analogen auf den digitalen Funk umstellten.

 

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