Einbrecher-Bande mit zehn Rumänen

Professionell operierende Gruppe auch aus dem Landkreis - Erfolgreiche Arbeit der Kripo

Im Kampf gegen Einbrecher-Banden ist der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft München II ein bemerkenswerter Erfolg gelungen, das meldet das Polizeipräsidium Rosenheim heute am Freitagnachmittag. Zwei Frauen und vier Männer, alle rumänische Staatsangehörige im Alter von 19 bis 33 Jahren, die in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein wohnen, waren in das Visier der Ermittler geraten …

Die Beschuldigten standen nicht nur im Verdacht, fortwährend bandenmäßige Diebstähle verübt zu haben, sondern auch noch mit Falschgeld und Drogen zu handeln.

Die überörtlich agierende Gruppierung, bestehend aus insgesamt sogar zehn Männer und Frauen aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein, dürfte neben gewerblichen Einbrüchen im Landkreis Miesbach auch für zahlreiche regionale Ladendiebstähle mit einem erheblichen Beuteschaden verantwortlich sein.

Ausgangspunkt der Ermittlungen waren sechs gewerbliche Einbrüche im Landkreis Miesbach, die sich von April bis September 2016 mit einem Beute- und Sachschaden von mehr als 70.000 Euro ereignet haben. Zur Klärung der Taten wurde im November 2016 bei der Kripo Miesbach die Ermittlungsgruppe „Tresor 2“ eingerichtet.

Aufgrund der gewonnen Erkenntnisse wurden am 15. Februar mehrere Objekte und Wohnungen in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein sowie im Bereich des Polizeipräsidiums Bad Homburg durchsucht. In diesem Zusammenhang konnten weitere vier Tatverdächtige festgestellt und zahlreiches Beweismaterial sichergestellt werden. Neben Laptops und Handys handelt es sich dabei um umfangreiches Diebesgut, bestehend aus hochwertiger Bekleidung, Parfüm und Kosmetika.

Während der überwiegende Teil der Tatverdächtigen die Vorwürfe bestritt oder sich nicht dazu äußern wollte, legte einer der Beschuldigten ein umfassendes Geständnis ab. Zwischenzeitlich konnte auch der Einbruch in das Warmbad Fischbachau vom 30. Mai 2016 einem Mitglied der Gruppierung zugeordnet werden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II wurde gegen vier Tatverdächtige die Untersuchungshaft angeordnet. Für die Kriminalpolizei ist die Arbeit damit aber längst noch nicht abgeschlossen. In den kommenden Wochen und Monaten müssen die gewonnenen Erkenntnisse gerichtsverwertbar aufbereitet, das sichergestellte Diebesgut möglichen Taten zugeordnet und die Beteiligung der Verdächtigen aufgeschlüsselt werden.

Erster Kriminalhauptkommissar Johann Schweiger, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Miesbach: „Wir haben es hier mit einer professionell operierenden Bande aus der Region zu tun, die für eine Vielzahl von Einbrüche und Ladendiebstähle mit einem enormen Schaden verantwortlich ist. Es ist ein schöner Erfolg für meine Mitarbeiter, die mit großem Engagement der Bande auf die Spur gekommen sind.

Mein Dank gilt aber auch der Staatsanwaltschaft München II, den regionalen Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und vor allem auch den Kollegen des Polizeipräsidiums Bad Homburg, die uns während der vergangenen Wochen zur Seite gestanden sind.“

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