„Ein wichtiger Schritt für Wasserburg“

Inn-Salzach-Klinikum verbessert Schlaganfall-Notversorgung mittels Telemedizin

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Der Schlaganfall zählt zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Wer ihn überlebt, wird häufig zum Pflegefall oder muss mit anderen gravierenden Einschränkungen im Alltag leben. Um diesen schwerwiegenden Folgen vorzubeugen, wurde das Wasserburger Inn-Salzach-Klinikum heute in das sogenannte „Tempis“-Netzwerk aufgenommen. Es soll eine schnellere Notfallversorgung bei Schlaganfällen gewährleisten, die besonders in ländlichen Gegenden oft noch nicht ausreichend ist …

Ab heute ist das Wasserburger Inn-Salzach-Klinikum Teil des „TEMPiS“-Netzwerks (Telemedizinisches Projekt zur integrierten Schlaganfallversorgung in Süd-Ost-Bayern). Mithilfe dieser Vernetzung soll eine schnellere und effizientere Notfallversorgung für Betroffene gewährleistet werden. Die Schlaganfallversorgung im nördlichen Landkreis Rosenheim war zwar durch das Inn-Salzach-Klinikum bereits auf hohem Niveau, jedoch bringt der Beitritt der Neurologischen Klinik zum „TEMPiS“-Netzwerk zusätzliche Verbesserungen.

 

Foto (von links): Dr. Thorleif Etgen, Dr. Gordian Hubert (Koordinator des Projekts), Dr. Theodor Danzl und Prof. Dr. Peter Zwanzger.

 

Über einen Monitor können die Kliniken, die im „TEMPiS“-Netzwerk sind, in Sekundenschnelle mit den Expertenzentren in Harlaching und Regensburg in Verbindung treten. Die Fachärzte dort können somit trotz räumlicher Distanz eine genaue Diagnose erstellen und den Behandelnden vor Ort detaillierte Anweisungen über die weitere Therapie geben. „Pro Minute verliert man bei einem Schlaganfall fast zwei Millionen Nerven. Durch die Vernetzung mit ,Tempis‘ können wir wertvolle Zeit gewinnen und den Betroffenen die beste Behandlung gewährleisten“, so Dr. Thorleif Etgen, Leiter der Neurologie im Inn-Salzach-Klinikum.

 

Dr. Theodor Danzl, Geschäftsführer des Inn-Salzach-Klinikums, bezeichnet den Beitritt in das Netzwerk als „wichtigen Schritt für Wasserburg und Umgebung“ und auch die stellvertretende Bezirkstagspräsidentin Friederike Steinberger (Foto) betonte die Wichtigkeit dieses Schrittes: „Das ist ein großer Segen für die Patienten. Ich freue mich, dass wir diesen Meilenstein setzen können.“

MP

 

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