Ein Traumtor zum Sieg durch Michi Pfeilstetter

Amerang: Endlich drei Punkte erobert - Äußerst intensive Partie gestern in der Kreisliga

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1Endlich ein Sieg daheim für die Ameranger in der Fußball-Kreisliga! In einem hart umkämpften und äußerst intensiv geführten Match behielt die Reiter-Elf gestern mit 1:0 die Oberhand. Zehn Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, da schlug die alles entscheidende Minute des zur Halbzeit eingewechselten Amerangers Michi Pfeilstetter. Er nahm an der Mittellinie den Ball gekonnt an, ging noch einige Meter tiefer in die gegnerische Spielhälfte, sah dabei den Gäste-Keeper weit vor seinem Tor stehen und zog einfach mal aus etwa 40 Metern ab. Ein Traumtor …

Der Reihe nach: Die Heimelf begann recht schwungvoll und konnte bereits nach vier Spielminuten die erste 100prozentige für sich verbuchen. Nach überlegtem Zuspiel von der linken Angriffsseite durch Tom Kasparetti auf den heranstürmenden Hannes Linhuber scheitert dieser freistehend zentral aus 10m an Torhüter Marcel Mundo. Weitere drei Zeigerumdrehungen später erneut Linhuber, der aus spitzem Winkel knapp am langen Pfosten vorbei zielt.

Dann waren die Gäste an der Reihe. Nach einer geklärten Ecke kommt Maxi Schober an der Strafraumgrenze an den Ball, täuscht einen Gegenspieler und lupft mit feinem Füßchen den Ball über die heranstürmende SVA-Abwehr auf die Querlatte des Ameranger Gehäuses – eine Aktion zum Zungeschnalltzen (11.)!

Bereits nach etwa einer Viertelstunde Spielzeit zeigte sich, dass beide Teams sehr schwungvoll und intensiv an die Sache rangehen werden bzw. bereits gingen und sich nichts schenken werden. Es folgten zwei weitere Abschlüsse des SVA mit denen die Heimelf in Führung hätte gehen müssen. Maxi Hainzl tauchte freistehend vor TW Mundo auf, konnte diesen jedoch nicht überwinden (15.). Ebenso erging es Dzenel Hodzic, der einige Minuten später nach schöner Ballmitnahme per Brust auch am starken ASV-Schlußmann scheiterte. Die Führung für die Gastgeber wäre mittlerweile hochverdient gewesen.

Ab der 25. Spielminute wurde die Begegnung zudem hitziger. Einige verdiente gelbe Karten wurden daraufhin durch den Schiedsrichter an beide Teams verteilt. Vor dem Halbzeitpfiff konnten die Sturmreihen der Kontrahenten jeweils noch eine gefährliche Strafraumszene verbuchen. Zuerst musste Tom „Kapo“ Kasparetti aus kurzer Distanz freistehend per Kopf den Führungstreffer für die Heimelf erzielen, jedoch setzte er die Kugel ein wenig zu hoch an. Kurze Zeit später konnte SVA-Keeper Thomas Süßmaier fantastisch in letzter Not klären, als er einen platzierten Flachschuß aus 12m Entfernung reaktionsschnell parierte.

Mit einem 0:0 Unentschieden ging es dann in die Kabine. Bis dato war es ein recht ansehnliches Spiel mit leichten Vorteilen auf Seiten der Heimelf, vor allem was die Torchancen betraf.

Kurz nach Wiederanpfiff setzte der Gäste-Akteur Quirin Seebacher nach einer scharf getretenen Flanke die Kugel knapp am langen Pfosten des SVA-Tores vorbei. Die Begegnung nahm also gleich wieder richtig Fahrt auf.

Nach dem 1:0 (siehe oben) hätte nur vier Minuten später die Entscheidung schon fallen können. Nach schönem Zuspiel von Tom Kasparetti in den Lauf von Hannes Linhuber taucht dieser allein vor TW Mundo auf, kann ihn aber erneut nicht überwinden.

Für den Spielmacher der Gäste, Martin Stadler, war dann die Partie in der 70. Spielminute beendet. Zum wiederholten Male foulte er einen Gegenspieler und musste mit der Ampelkarte vom Platz.

Die Heimelf zog sich nun immer mehr zurück und agierte gegen zehn Mann hauptsächlich noch energiesparend per Konter. Einer davon hätte die endgültige Entscheidung für die Hausherren bringen müssen, aber Michi Pfeilstetter scheiterte aus 25m am Querbalken des ASV-Gehäuses (78.). Nachdem Fabian Riepertinger mit glatt „Rot“ nach 83. Minuten vom Schiedsrichter in die Kabine geschickt wurde, vorangegangen war ein äußerst heftiges Foul an der Mittellinie gegen einen SVA-Akteur, war die Begegnung nun entschieden – dachte man!

Die Großholzhausner warfen nun ohne Rücksicht auf Verluste nochmal alles nach vorne und konnten fast einen SVA-Abwehrschnitzer zum Ausgleich nutzen. Aber Torhüter Thomas Süßmaier parierte einen „Hammer“ aus 10m überragend per Fußabwehr.

Die äußerst kampfbetonte und teilweise sehr hitzige sowie farbenfrohe Partie wurde noch mit zwei weiteren Einschußmöglichen der Ameranger-Elf abgeschlossen. Zum einen fand sowohl Dzenel Hodzic per Volleyabnahme und zum anderen Flo Grulke per direkten Freistoß in Gäste-Torhüter Marcel Mundo ihren Meister.

Dann war‘s geschafft. Nach 95 Spielminuten konnten die Reiter-Schützlinge einen großen Fight siegreich beenden.

Im dritten Heimspiel waren dies nun endlich die ersten Punkte an der Frabertshamer Straße. Die Gäste konnten durchaus überzeugen und ließen den Ball mit gekonnter Technik durch ihre Reihen laufen, jedoch hielten die SVA-Akteure lauf- und kampfstark dagegen und waren dank der Vielzahl der Torchancen unterm Strich auch der verdiente Sieger. Eine deutliche Weiterentwicklung der jungen SVA-Elf war in dieser spannenden und Klasse-Partie bemerkbar.

Amerang spielte mit:
T. Süssmaier, J. Linhuber (ab 75. D. Hodzic), C. Voit (C), T. Kasparetti, S. Linhuber, D. Hodzic (ab 46. M. Pfeilstetter / 90+3 T. Strack), A. Benstetter, M. Hainzl (ab 87. J. Pfeilstetter), A. Kleinhuber, F. Seidel, F. Grulke

Großholzhausen mit
M. Mundo, F. Riepertinger, A. Gebhart (ab 75. R. Huber), M. Grill, A. Dostthaler, M. Schober, M. Stadler, R. Wagner, Q. Seebacher, J. Schober, F. Englberger.

sr

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