Ein ehrgeiziges Ziel

Flüchtlinge: Bildung als wichtigster Baustein für eine Integration im Landkreis

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Die bisher gemachten Erfahrungen mit den derzeit rund 3.000 Flüchtlingen und Neuzugewanderten im Landkreis Rosenheim lassen keinen Zweifel zu: Bildung ist ein wichtiger Baustein, wenn es um Integration geht. Unter der Leitung des neuen Bildungskoordinators des Landkreises Rosenheim, Lothar Thaler, traf sich die Steuerungsgruppe, um über die verfügbaren Ressourcen sowie die Nachfrage und Chancen zu beraten. Das Ziel der Steuerungsgruppe ist ehrgeizig, denn das sehr unterschiedliche Bildungsniveau soll so angehoben werden, dass am Ende der Berufsschulintegrationsklassen alle Schüler in der Lage sein sollen, eine Ausbildung zu beginnen.

Wenn es um die Notwendigkeit von Bildung geht verweist Bildungskoordinator Thaler auf die Erfahrungen, die junge Flüchtlinge gemacht haben, die einen Ausbildungsplatz im Landkreis fanden: Oft stellte sich heraus, dass der sprachliche und theoretische Hintergrund fehlte mit der Folge, dass sie beispielsweise Prüfungsfragen nicht lesen oder nicht verstehen konnten.

Die Steuerungsgruppe bildete Arbeitskreise für 13- bis 16-jährige Schüler an Mittelschulen, für 16- bis 21-jährige Berufsschulpflichtige und Schüler der Integrationsklassen sowie für Menschen über 22 Jahren, die keine Berufsschule besuchen.

Die Vorschläge aus den Arbeitskreisen sollen Anfang Juli in der nächsten Sitzung der Steuerungsgruppe debattiert und bewertet werden. Ziel ist ein Maßnahmenkatalog, der zum neuen Schuljahr 2017/2018 umgesetzt werden soll. Das sei ein ehrgeiziges Ziel, sagt Lothar Thaler – aber die Zeit dränge.

Der Steuerungsgruppe gehören die Leiter der Berufsschulen sowie Vertreter des Jobcenters, der Bundesagentur für Arbeit, einiger Volkshochschulen und Sprachschulen, der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer, des Staatlichen Schulamtes, des Kreisjugendamtes, des Sozialamtes des Landkreises Rosenheim und die Bildungskoordinatorin der Stadt Rosenheim an.

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