Ein Diener zweier Herren hat’s nicht leicht

Premiere des Theatervereins Albaching begeistert Publikum - Weitere Aufführungen

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dsc_0711Für vergnügliche Abende sorgt der Theater- und Musikverein Albaching noch bis zum 6. November im Bürgersaal. Mit dem Stück „Der doppelte Schlawiner“ bringt das Ensemble erstmalig eine bayerische Fassung der klassischen Kömodie „Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni auf die Bühne. In typischer Bauern-Schwank-Manier, mit herrlichen Slapstick-Elementen und mit außergewöhnlichen Gesangseinlagen sind viele Lacher und noch mehr Überraschungsmomente garantiert.

Und darum geht’s: Der Hanslbauer, ein vermögender Agrarökonom aus Untertittling, muss umdisponieren. Sein Wunsch-Schwiegersohn, der reiche Hunzinger Hubert aus Obergiesing, ist bei einem Wirtshausstreit ums Leben gekommen.

Also verlobt der Hanslbauer seine Tochter Rosina mit Isidor, dem leicht trotteligen Sohn von Ministerialrat Dr. von Dachs – auch keine schlechte Partie, denkt sich der Hanslbauer. Glücklich ist nicht nur das Brautpaar Rosina und Isidor, sondern auch der Schwiegervater, Dr. von Dachs – wegen der zu erwartenden bäuerlichen Mitgift.

Doch dann platzt eine Bombe: Beatrice Hunzinger, die sich verkleidet hat und sich für ihren toten Bruder, den Hunzinger Hubert, ausgibt, taucht mitten in den Hochzeitsvorbereitungen auf. Sie besteht auf die Hand der ihr (beziehungsweise ihrem toten Bruder) versprochenen Rosina. Die Turbulenzen werden nicht weniger, als auch noch der Liebhaber von Beatrice, der Rechenberger Hingerl, im gleichen Gasthof auftaucht, in dem die Hochzeitsgesellschaft mehr und mehr um Luft ringt. Hingerl ist für den Tod von Beatrices Bruder verantwortlich – glaubt er zumindest – und auf der Flucht.

Mittendrin in dem ganzen Wahnsinn: Der Diener Diridari, der sich zunächst von Beatrice anstellen lässt, dann aber auch noch gleichzeitig bei ihrem geliebten Hingerl als Diener anheuert – ohne, dass der jeweils andere davon weiß. Diridari stolpert als Diener zweier Herren von einer Schwierigkeit in die nächste. Sein Lügengebilde nimmt monströse Formen an und doch schafft er es immer wieder, dass sein Kartenhaus nicht zusammenfällt. Eine Mammutaufgabe, für die der Diridari ganz zum Schluss sogar mit einem lieblichen Weib belohnt wird.

Neben Hans-Jürgen Bogarosch in der Hauptrolle spielen Herbert Binsteiner, Magdalena Pfitzmaier, Marcel Sitz, Jakob Schuur, Brigitte Vogelsammer, Stefan Fleidl, Angela Sanftl, Michael Binsteiner, Bärbel Pfitzmaier und Marinus Ettmüller.

Für die stimmungsvolle Untermalung des turbulenten Abends sorgt ein Mini-Orchester aus Ronja und Paula Langer, Peter Pfitzmaier, August Wimmer und Franz Schneider.

Aufführungen am kommenden Wochenende 4. bis 6. November, Freitag und Samstag jeweils um 20 Uhr, sonntags bereits um 18 Uhr.

Das Stück dauert zwei Stunden mit einer Pause. Karten sind im Vorverkauf bei der RSA-Bank, Telefon 08075/256 erhältlich. Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt sechs Euro.

Fotos: Franzi Hein

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