EHC wartet weiter auf Heimsieg

Waldkraiburg unterliegt Höchstadt mit 1:3 - Spieldauerstrafe für Daniel Hilpert

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hilpert

Die Löwen vom EHC Waldkraiburg müssen weiter auf den ersten Heimsieg in der Oberliga Süd warten. Am Sonntagabend unterlag der bayerische Meister dem amtierenden Vizemeister vom Höchstadter EC mit 1:3. Den einzigen Treffer für die Industriestädter erzielte Lukas Wagner im ersten Drittel, ansonsten präsentierte man sich einfach zu harmlos gegen die starken Alligators und leistete sich viele individuelle Fehler.

Björn Linda fehlte bei der Neuauflage des letztjährigen Finales noch immer verletzungsbedingt, so bekam gegen Höchstadt erneut Thomas Hingel den Platz zwischen den Pfosten zugewiesen- in Deggendorf hatte er seine Sache hervorragend gemacht und war der Letzte, der etwas für die 3:7-Niederlage konnte. Auf der Bank gab es ebenfalls Zuwachs: Aleksei Piskunov, der Rainer Zerwesz in Deggendorf bereits vertreten hatte, wurde im Heimspiel von seinem Bruder Sergej unterstützt. Und auf dem Eis gab Neuzugang Peter Szabo sein Heimdebüt für die Industriestädter.

Szabo stand dann nach gut zehn Minuten auch gleich im Fokus und tat das, wofür er geholt worden war: Er verhalf seiner Reihe mit Max Kaltenhauser und Lukas Wagner zu Toren. Kaltenhauser passte auf Szabo, der gab direkt weiter zum lauernden Lukas Wagner und per Direktabnahme jagte dieser die Scheibe in die Maschen (10:37). Es war ein ausgeglichenes erstes Drittel mit erneut prächtiger Kulisse- die beiden Finalisten des Vorjahres zeigten tolle Kombinationen und die Zuschauer kamen wie gewohnt auf ihre Kosten. Thomas Hingel vereitelte alle Chancen der Alligators und die erste Reihe um Wagner, Szabo und Kaltenhauser wirkte endlich deutlich gefährlicher als die Wochen zuvor.

Zu Beginn des mittleren Drittels aber präsentierte sich die EHC-Defensive im Tiefschlaf und ließ Hingel im Kasten allein. Der musste in wenigen Sekunden an beiden Pfosten verteidigen, geriet dann zentral unter Beschuss und lag schließlich schon auf dem Eis. Thilo Grau drückte den Puck dabei schließlich noch irgendwie im Gewühl über die Linie und glich aus (23:18). Die Hausherren aber zeigten sich unbeeindruckt: Martin Führmann verzog erst im Fallen (26.Minute), wenig später ging Nico Vogl allein gegen HEC-Keeper Philipp Schnierstein.

Verteidiger Richard Stütz konnte Vogl nur per Foul stoppen und so gab es Penalty für die Löwen. Vogl musste selbst ran, gegen Schnierstein- in der Bayernliga schon über Jahre einer der Besten seines Fachs- doch dieser ließ sich nicht überwinden (27:16). Das Spiel kippte nun verstärkt auf die Seite der Gäste, nach gut 33 Minuten brachte Tomas Rousek die Mittelfranken erstmals in Führung (33:22) und man musste festhalten, dass diese Führung durchaus verdient war. In der EHC-Defensive kam es immer wieder zu Unachtsamkeiten, die die Gäste einluden, nach vorne zeigte man sich wie zuletzt schwach im Abschluss- hinten also teilnahmslos, vorne harmlos.

In den Schussabschnitt gingen die Löwen zwar sichtlich mit großen Ambitionen, doch konnten diese schnell wieder begraben werden. Denn Ales Kreuzer zog aus der Drehung im EHC-Drittel ab, Hingel sah die Scheibe wegen viel Verkehrs vor ihm nicht und konnte sie nur noch aus dem Tornetz fischen (43:28). Zwei Tore galt es nun aufzuholen und die Löwen stemmten sich wirklich gegen die drohende Niederlage. Doch die Fehler konnten nicht abgestellt werden und auch im Powerplay fehlten die Ideen. Darum blieb es am Ende beim 1:3 gegen einen Gegner, der eigentlich zu denen gezählt wurde, gegen welche man- gerade zuhause- punkten wollte.

Zu allem Überfluss kassierte Daniel Hilpert mit Abpfiff auch noch eine Spieldauerstrafe und fehlt am kommenden Freitag im Heimspiel gegen Peiting.

GM

Eishockey-Oberliga Süd 2016/ 2017, 8.Spieltag.

EHC Waldkraiburg – Höchstadter EC 1:3 (1:0/ 0:2/ 0:1).

Tore: 1:0 10:37 Wagner L. (Szabo P., Kaltenhauser M.), 1:1 23:18 Grau Th. (Jun D., Wiedl P.), 1:2 33:22 Rousek T. (Petrak M., Grau T.), 1:3 43:28 Kreuzer A. (Jun D., Sikorski D.),

Strafen: EHC Waldkraiburg 15 Strafminuten + 10 Minuten (Trox M.) + 20 Minuten Spieldauer (Hilpert D., Check gegen Bande),

Höchstadter EC 12 Strafminuten.

Zuschauer: 837.

 

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