Durchwachsene Bilanz für den Nachwuchs

Basketball: Die Spiele der Wasserburger TSV-Jugend

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IMG_2415_kEine durchwachsene Bilanz mit einigen – allerdings zu erwartenden Niederlagen – haben die Jugendteams der Wasserburger Basketball-Abteilung am vergangenen Wochenende vorzuweisen. Die Wasserburger U10 verlor gegen den hohen Favoriten SB DJK Rosenheim mit 51:112 (21:51). Das Team von Coach Kenan Biberovic bleibt zwar – aufgrund der mehr gespielten Partien – Tabellenführer der Kreisliga, wird diese aber bald an die Rosenheimer abgegeben müssen.

Die Gastgeber starteten gut in die Partie und führten nach zwei Minuten sogar mit 6:2. Doch dann zeigten die starken Rosenheimer, warum sie der große Favorit in der Liga sind, und zogen davon. Biberovic war nicht zufrieden mit der Verteidigungsarbeit seiner Mannschaft, freute sich aber über das gute Zusammenspiel, auch wenn seine Kids manchmal etwas zu oft passten und dadurch einige unnötige Ballverluste produzierten. „Viele Spieler haben heute wieder etwas mehr Erfahrungen gewinnen können und manche haben sogar ihre ersten Punkte überhaupt erzielt“, so der Trainer: „Eigentlich sollte verlieren ja kein Spaß sein, aber alles in allem hat dieses Spiel Spaß gemacht.“

Es spielten: Jana Brosi (19 Punkte), Paul Büker (10), Yasar Demirok, Judith Denner, Alexander Dresp, Felix Erhardt, Elias Glass (2), Sebastian Heppel (4), Paul Prantl (15), Ben Schenk, Julian Tentoma und Jan Wolf (1).

Mit 49:71 (27:39) unterlag die Wasserburger U12 Bad Aibling. Coach Kenan Biberovic war aber trotzdem sehr zufrieden mit der Leistung seines Teams. Gegen den Tabellenzweiten der Kreisliga gerieten die Gastgeber schnell in Rückstand und verloren das erste Viertel klar mit 12:26. Den zweiten Spielabschnitt konnten sie dann aber sogar gewinnen und so bis zur Halbzeit leicht aufholen. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel ausgeglichen und die Aiblinger konnten bis zur 30. Minute nur einen Punkt mehr erzielen. Erst im Schlussviertel ging den Wasserburgern dann wieder etwas die Puste aus und sie mussten die Gäste etwas davonziehen lassen. „Verglichen mit letzter Woche haben wir viel besser zusammengespielt und im Angriff und Verteidigung mehr Intensität gezeigt“, freute sich Biberovic, der allerdings mitansehen musste, dass sein junges Team körperlich klar unterlegen war und so im Rebound keine Chance hatte. Das brachte den Gegnern viele Punkte aus zweiten Chancen. Dennoch zieht der Trainer ein positives Fazit: „Wenn wir so spielen, kann ich auch eine Niederlage hinnehmen, denn ich weiß, dass meine Kids ihr Bestes gegeben haben.“

Es spielten: Simon Bellin, Linus Benstetter (2), Paul Büker (2), Paulina Denner (22), Noel Friedl (2), Katharina Heppel (7), Raphael Multerer, Paul Prantl (12), Arne Schenk und Leo Wolsberger (2).

Nach vier langen Wochen ohne ein reguläres Saisonspiel, hieß es diesen Sonntag für die Mädchen der Bayernliga U13 wieder „Gametime“. In der spielfreien Zeit hatte das Wasserburger Team viel Zeit an dem internen Zusammenspiel sowie an Kleinigkeiten in der Verteidigung zu arbeiten. Trotzdem ist es immer ganz etwas Besonderes, nicht immer nur gegen die eigenen Mitspielerinnen zu spielen, sondern zusammen gegen einen echten Gegner, denn die Karten werden vor jedem Saisonspiel neu gemischt.

Mit den Mädchen des MTV München empfingen die Wasserburgerinnen, zum ersten Mal in dieser Runde, den Tabellenfünften der Liga; allerdings auch nur aus dem Grund Fünfter, da die Gäste deutlich weniger Spiele auf dem Konto hatten, als die restlichen Mannschaften der Liga. Für den Dritten der Tabelle – Wasserburg – bedeutete diese Partie eine Menge: Das Ergebnis des Spieles und des zeitig folgenden Rückspieles soll entscheiden, welches Team als Drittplatzierter die Play-Off-Runde beim Ersten der Bayernliga Nord oder als Vierter beim Sieger der Gruppierung im Süden antritt.

Entsprechend nervös und hektisch starteten die Wasserburgerinnen gegen die, in Anzahl und Körpergröße deutlich überlegenen, Gäste aus München. Weite Aufstellung, einfaches Passen und direkte Korbleger waren für kurze Zeit vergessen; doch auch die Gegner taten sich gegen die Verteidigung der Gastgeber nicht leicht. Es herrschte unter dem Korb ein reger Kampf um jeden freien Meter, um jeden zurückprallenden Ball, um jeden Wurf und um jeden erfolgreichen Korb – somit konnte sich im ersten Viertel keine Mannschaft redlich absetzen (15:13).

Nach den ersten zehn Minuten merkten allerdings die Mädchen vom Inn, dass die Münchnerinnen auch „nur Basketball“ spielten. Mit guter Körperspannung und schnellen Füßen machten sie es ihren Gegnern über das ganze Feld schwer, den Ball nach vorne zu tragen; oft gelang es hier schon, den Ball zu klauen und in einfache Wasserburger Punkte zu verwandeln. Unter dem Korb wurde tüchtig versucht, den Rebound zu erhaschen, eine klasse Leistung, wenn der Gegner gute einen Kopf größer ist. Im Angriff wurde der Ball mit jeder Mitspielerin geteilt und versucht die Bestplatzierteste zu finden. Schon das letzte Spiel war eine gute Teamleistung, aber bis zur Halbzeit dieses Spieles zeigten die Mädchen ihr volles Potenzial und zeigten ein Feuerwerk auf dem Spielfeld (49:19). „Es macht wirklich Spaß, hier zuzusehen“, war die Meinung der Eltern.

Die letzten zwanzig Minuten waren, wenn auch nicht ganz einwandfrei, ab dann ein Selbstläufer. Die Motivation und die Laufbereitschaft blieben bis zur letzten Spielsekunde stets hoch – keine Selbstverständlichkeit bei relativ hoher Führung und einem Kader aus acht Spielerinnen. Jede Einzelne der Wasserburgerinnen konnte sich an dem 78:60-Sieg beteiligen und so steht die Mannschaft verdient in den Play-Offs, welche im Kreuzturnier die Teilnahme an der Bayerischen Meisterschaft ausspielen.

Es spielten: Lucie Besemer (4 Punkte), Jana Brosi (2), Paulina Denner (25), Katharina Heppel (9), Anna Hofmeister (10), Leoni Klemm (2), Hannah Raithel (1) und Theresa Stechl (25).

Nun hat auch die Wasserburger U18 männlich ihr erstes Spiel der Saison mit 60:63 (30:27) in Grafing verloren. Doch diese Niederlage ändert nichts daran, dass die Innstädter weiterhin uneinholbar an der Tabellenspitze der Kreisliga liegen.

Nur mit einer Minimalbesetzung von fünf Spielern konnte Coach Lorenzo Griffin nach Grafing reisen. So war das Spiel von Anfang an ausgeglichen, auch aufgrund einer starken Leistung der Gastgeber. Trotzdem konnten sich die Wasseburger vor dem letzten Viertel eine 48:38-Führung herausspielen. Als dann allerdings zwei Gästespieler mit jeweils fünf Fouls auf die Bank mussten, konnten die verbliebenen drei Spieler den Vorsprung nicht über die Runden bringen. „Wir wollen jetzt aus dieser Niederlage lernen und sie als Motivation nehmen, um die restlichen Spiele zu gewinnen“, so der Trainer.

Es spielten: Aaron Hilger (8 Punkte / 1 Dreier), Ado Ikanovic (7 / 1), Alexi Mashas (21 / 1), Philipp Radlmair (5) und Jonathan Rath (19).

Die Wasserburger U14 männlich kämpfte in München den FC Bayern 3 mit 65:55 (37:18) nieder. Damit bleibt das Team von Coach Wanda Guyton weiter an der Tabellenspitze der Bezirksliga.

Das Spiel startete standesgemäß mit einer schnellen und deutlichen 16:2 Führung für die Gäste. Durch eine starke Verteidigung und viele leichte Fastbreak-Punkte würde dieser Vorsprung bis zur Halbzeit noch ausgebaut.

Doch dann folgte ein katastrophales drittes Viertel: Die Wasserburger hatten ihre Verteidigung wohl in der Kabine gelassen und die Gastgeber waren „on fire“, erzielten 25 Punkte. Schlappe vier Punkte hatten die Innstädter in diesen zehn Minuten dem Lauf der Bayern entgegenzusetzen. So gingen sie mit einem 41:43-Rückstand in den letzten Spielabschnitt. Hier fanden sie aber sowohl offensiv als auch defensiv zurück ins Spiel, holten schnell auf und brachten einen sicheren Zehn-Punkte-Sieg nach Hause. „Ich bin froh, dass wir nochmal aufgewacht sind und gewinnen konnten“, so Guyton.

Es spielten: Leonardo Bauer (12 Punkte / 1 Dreier), Daniel Freiberger (6), Christian Gerling (2), Maximilian Joha (2), Kilian Posch (19), Luis Jörg Prantl (20), Enes Sag und Manuela Scholzgart (4).

SOA

Foto: Die U13 weiblich setzt sich energisch durch – Foto: Margit Kopp-Brosi

 

 

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