Drei Schleuser festgenommen

Auch Ende einer Fahrt im Fernreisebus - Somalier und Nigerianer über Grenze gebracht

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Die Rosenheimer Bundespolizei hat in den vergangenen Tagen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet rund 100 unerlaubt eingereiste Migranten festgestellt. Außerdem sind bei Kontrollen auf der Autobahn Kufstein-Rosenheim bei Schnee und Minusgraden drei mutmaßliche Schleuser gestoppt worden. Bundespolizisten überprüften die Personalien der Fahrgäste eines Reisebusses, der in Italien gestartet war. Vier Afrikaner wiesen sich mit einem italienischen Visum aus, das jedoch ausdrücklich nicht zum Aufenthalt in Deutschland berechtigte.

Als die Somalier den Fernreisebus für die anstehenden polizeilichen Maßnahmen verlassen mussten, zeigte sich ein Landsmann, der ebenfalls in dem Bus mitfuhr, an deren Verbleib sehr interessiert.

Der 26-Jährige verfügte über gültige italienische Aufenthaltspapiere. Nachforschungen brachten ans Licht, dass der Mann die anderen somalischen Staatsangehörigen kannte und diese von Fahrtbeginn an begleitete. Ersten Erkenntnissen zufolge hat der Somalier mit Wohnsitz in Rom das Reisevorhaben der somalischen Gruppe unterstützt.

Er wird deshalb beschuldigt, als Schleuser tätig gewesen zu sein. Die Ermittlungen dauern in diesem Fall derzeit noch an. Die Geschleusten wurden nach ihrer Registrierung an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet.

Ebenfalls wegen Schleusungsverdachts nahm die Bundespolizei Rosenheim einen Italiener auf der Inntalautobahn fest. Mit einem in Deutschland zugelassenen Wagen brachte der 44-Jährige drei Nigerianer über die Grenze.

Der Kontrolle versuchte sich der Fahrer offensichtlich zu entziehen und umfuhr die Kontrollstelle über die Rastanlage Inntal Ost. Dieses Manöver blieb den eingesetzten Kontrollkräften nicht verborgen. Das Fahrzeug wurde verfolgt und an der Anschlussstelle Brannenburg gestoppt. Im Gegensatz zum Fahrzeugführer hatten dessen Begleiter keine Papiere dabei. Der italienische Staatsangehörige wurde vorläufig festgenommen. Er wird sich voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen.

In der Kontrollstelle auf der A 93 überprüften die Bundespolizisten auch vier Georgier. Drei von ihnen verfügten lediglich über Kopien georgischer Pässe. Der Fahrer, der ein italienisches Visum dabei hatte, wurde beschuldigt, seine Landsleute eingeschleust zu haben.

Bei der Überprüfung seiner Personalien schlug zudem der Fahndungscomputer Alarm. Der 34-Jährige wurde gesucht, da ihm ein Strafbefehl auszuhändigen war. Das Amtsgericht Kaufbeuren hatte den Mann wegen Bestechung zu einer Geldstrafe in Höhe von 450 Euro verurteilt. Er hat 14 Tage Zeit, seine Schulden in Tagesraten von je 90 Euro zu begleichen.

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