Drei Athleten, drei Medaillen, zwei Titel

Wasserburger Nachwuchs bei Kreismeisterschaften im Mehrkampf erfolgreich

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Während die Großen in Augsburg die Bayerischen Meisterschaften absolvierten gingen die Wasserburger Nachwuchsathleten in Waldkraiburg bei den Südostoberbayerischen Blockmehrkampf-Meisterschaften an den Start. Mit Malcolm Dannhauer, Lais Deppermann und Lea Zerrer stellte der TSV Wasserburg wieder einmal drei sehr erfolgreiche Athleten.

Lea Zerrer, das Ausdauertalent der Region, ging natürlich im Block Lauf der W12 an den Start. Nach einem guten Beginn über die 60-Meter-Hürden mit einer neuen Bestleistung von genau 11 Sekunden und flotten 11,38 Sekunden über die 75 Meter waren die ersten Disziplinen des Fünfkampfs abgeschlossen in denen Lea wertvolle Punkte sammeln konnte.

In der dritten Disziplin, dem Weitsprung gelang ihr ein Riesensatz. Die bei den zwölfjährigen Mädels startende Wasserburgerin machte eine Punktlandung auf 4 Meter. Im Ballwurf stellte Lea ihre zweite von drei Bestleistungen auf. Mit einem Wurf auf 22 Meter konnte sie die Konkurrenz auf Abstand halten.

Die letzte Disziplin ist für die Mädels der 800-Meter-Lauf und ein Akt wahrer Willens- und Leistungsstärke. Lea konnte dabei ihre Ausdauerstärke positiv ausschöpfen und kam als Dritte, nur drei Sekunden hinter der Laufersten Melanie Geringer vom LAZ Inn immerhin noch in Bestleistung von 2:42,67 ins Ziel. So knapp wie Lea sich im 800-Meter-Lauf aber auch geschlagen geben musste, am Ende des Tages gewinnt der, der die meisten Punkte gesammelt hat. Und das war mit zwei Punkten Vorsprung (2087 Punkte) die junge Wasserburgerin vor Melanie Geringer mit 2085 Punkten. Für Lea bedeutete das den Titel. In einem ihrer ersten (von hoffentlich vielen) Wettkampfjahre, darf sie sich auch gleich mal mit Gold schmücken.

Auch erst 13, aber quasi schon ein „alter Hase“ im regionalen Wettkampfgeschehen ist Malcolm Dannhauer. Der Schützling von Alfred Schuhbeck ging, wie es für Alfreds Athleten Pflicht ist, natürlich im Block-Wurf in den Ring, respektive an den Start. Malcolm sieht eigentlich nicht aus, wie der typische Werfer. Aber er ist schnell – sehr schnell. Die 75 Meter legte der „Wasserburger Usain Bolt“ in 10,36 Sekunden zurück.

Auch über die 60-Meter-Hürden zahlte sich seine Schnelligkeit aus. 10,31 Sekunden stellten ihn und das Trainerduett Alfred und Marinus sehr zufrieden. Auch im Weitsprung zeigte Malcolm wieder einmal seine Qualitäten. Mit 5,34 Metern springt er zunächst Bestleistung und mittlerweile auch weiter, als so manch ein U20-Athlet. Aber im Block Wurf – nomen est omen – geht es ja nicht nur ums Laufen oder Springen. Man muss auch werfen. Malcolm wuchtete die Drei-Kilo-Kugel nach einer Technikumstellung auf 10,23 Meter und schleuderte den 750-Gramm-Diskus ganz im Stil der alten Griechen auf über 33 Meter.

Die Technikumstellung im Kugelstoß brachte ihm, wie im Diskuswurf, auch eine neue Bestleistung ein. Insgesamt bedeuteten diese hervorragenden Leistungen für Malcolm den ersten Platz mit 2526 Punkten vor Benedikt Goerl (TSV Vaterstetten/2343 Punkte). Auf die Frage ob er denn zufrieden sei sagte Malcolm: „Ähhh ja. War ganz gut.“

Der Dritte im Bunde war Lais Deppermann. Auch noch am Anfang seiner Karriere stehend, startete der Gymnasiast zusammen mit Malcolm im Block-Wurf. 11,55 Sekunden auf 75 Meter und 12,19 Sekunden über die 60-Meter-Hürden zeigen schonmal ein gutes Potenzial. Der noch so junge und noch nicht ganz wettkampfroutinierte Lais bestätigte im Weitsprung mit guten 3,79 Metern seine aufstrebende Leistung. Auch der Kugelstoß mit 7,80 lässt auf eine gute Zukunft hoffen.

Der schmächtige 13-Jährige musste aber auch noch in den Diskusring. Nachdem er bei den Einzelmeisterschaften vor ein paar Wochen schon gut angeschnitten hatte, zeigte er am Samstag wieder eine gute Diskusleistung mit 22,60 Metern. Aber wie gesagt Lais hat auch letztes Jahr erst richtig mit dem Training angefangen. Für ihn bedeutete das den Bronzerang im Block Wurf.

Drei Athleten, drei Medaillen, zwei Titel, einmal Bronze – was will man mehr? Der Wasserburger Nachwuchs stellt eine Zukunft mit wahrscheinlich sehr guten Leistungen in naher, mittlerer und ferner Zukunft in Aussicht, in der hoffentlich auch mal der ein oder andere Vereinsrekord fallen wird.

Nächstes Wochenende kann man die Drei wiedersehen, bei den Oberbayerischen Mehrkampf-Meisterschaften, hoffentlich wieder genauso erfolgreich. JN

 

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