Die Sachsen kommen …

Es geht um viel für die Starbulls am Wochenende - Personal-Taktik

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StarbullSächsische Tage für die Starbulls Rosenheim in der zweiten deutschen Eishockeyliga! Mit den Lausitzer Füchsen auswärts am heutigen Freitag und den Dresdner Eislöwen zuhause am Sonntag treffen die Rosenheimer auf zwei direkte Konkurrenten um die Playoff-Plätze. Dresden liegt mit 65 Punkten auf Tabellenplatz sieben und damit einen hinter den Starbulls, die Lausitzer Füchse mit 60 Punkten auf Rang elf. Letztere machen gerade schwere Zeiten durch. Lagen sie bis vor kurzem noch im oberen Tabellendrittel, haben sie in den letzten fünf Spielen satte fünf Niederlagen einstecken müssen …

… zuletzt verloren sie in einem Nachholspiel in Bremerhaven mit 2:3.

Starbulls-Trainer Franz Steer warnt vor dem Powerplay der Füchse und hält die Mannschaft aus Weißwasser für schwer berechenbar. Das Schwierigste wird aber sein, die Kontingentspieler in Schach zuhalten: „Die leben von ihren Ausländern. Wenn Jonas Johansson, Scott King und Maxime Legault einen Lauf haben, dann können sie über Einzelaktionen ein Spiel entscheiden. Aber wir müssen auch auf Torwart Jonathan Boutin schauen, der bringt wechselhafte Leistungen, diese Dinge werden entscheidend sein.“

Um eine positive Saisonbilanz gegen die Füchse zu bekommen, müssen die Starbulls gewinnen. Im ersten Spiel siegten sie noch mit 5:3, unterlagen dann aber mit 1:2 und 2:3 nach Penaltyschießen.

„Wir müssen jedes Spiel an unsere Grenzen gehen, um zu gewinnen“, sagt Steer, ist aber gleichermaßen optimistisch. „Die Mannschaft macht einen sehr frischen Eindruck, die Jungs haben Spaß und laufen gut.“

Steer kann bis auf Stephan Gottwald, Max Renner und vermutlich Manuel Edfelder auf den kompletten Kader und damit auch auf Stephen Schultz zurückgreifen, der bislang nur sechs Spiele für Rosenheim gemacht hat.

„Wahrscheinlich lasse ich Schultz am Wochenende spielen, das entscheidet sich aber noch“, sagt Steer und denkt über die Reihenzusammenstellung nach. „Es ist ganz einfach so: Unsere erste Reihe macht die meisten Tore, darum versucht der Gegner, seine besten Verteidiger auf sie anzusetzen. Dadurch sind wir berechenbar. Wenn wir also Stephen Schultz mit Tyler McNeely und Max Hofbauer in einer Reihe spielen lassen, dann machen wir das dem Gegner nicht mehr so leicht.“

Wenn Schultz spielt, muss einer draußen bleiben. Und: Wer rückt dann in die erste Reihe? „Unsere dritte Reihe mit Simon Fischhaber, Benjamin Zientek und Fabian Zick funktioniert sehr gut, vielleicht packe ich dann Leopold Tausch in die erste Reihe. Damit schwäche ich sie ein bisschen, aber Tausch ist läuferisch sehr gut und wird seinen Job machen. Und wir wären insgesamt als Mannschaft sehr ausgeglichen.“ Bei diesem Gedankenspiel müsste sich aber auch einer auf die Tribüne setzen, und das wäre Sergio Somma.

Ob dies alles schon gegen die Lausitzer Füchse passiert, gegen Dresden oder vielleicht auch gar nicht, daran feilt Steer noch.

Denn auch die Eislöwen sind kein einfacher Gegner, auch wenn die Bilanz in dieser Saison bisher gut aussieht. Ein 4:1 und 3:1 Sieg stehen zu Buche, aber Dresden kommt mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen ins Kathrein-Stadion.

Dresden hat Schlüsselspieler verloren

„Gegen Dresden kommt es darauf an, wie die personell besetzt sind. Beispielsweise, ob sie Spieler von den Eisbären Berlin bekommen. Aber wir hatten gegen die gute Spiele, die lagen uns bisher ganz gut. Und seitdem sich Sami Kaartinen verletzt hat und Kris Sparre nach Düsseldorf gegangen ist, fehlen ihnen starke Überzahlspieler. Denn auch gegen Dresden wird das Powerplay entscheidend sein“, prognostiziert Steer.

Prognosen können allerdings erst verifiziert werden, wenn ein messbares Ergebnis vorliegt. Und um diese Ergebnisse geht es am Freitag in Weißwasser bei den Lausitzer Füchsen um 19:30 Uhr und am Sonntag im Rosenheimer Kathrein-Stadion um 17 Uhr gegen die Dresdner Eislöwen.    cb

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