Die Flüchtlingskrise unter der Lupe

Wasserburg: Heute im Rathaussaal Vortrag beim Heimatverein mit Prof. Dr. Bade aus Berlin

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Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Herbst 2015 konkurrierten in Deutschland Willkommenskultur und Krisenangst. Brennende Hilfsbereitschaft traf auf brennende Flüchtlingsheime, herzliche Zuwanderung auf brutale Abwehr. Der Vortrag von Prof. Dr. Klaus Jürgen Bade, Berlin, heute, 19.30 Uhr, im Rathaussaal fragt: Was waren und sind die Hintergründe der sogenannten Flüchtlingskrise? Woher kommen die Abwehrhaltungen in weiten Teilen der Bevölkerung? Worin liegen die Unterschiede zwischen der politisch von oben gestifteten Willkommenskultur und der von unten entstandenen bürgergesellschaftlichen Willkommensbewegung?

Der Migrationsforscher, Publizist und Politikberater Prof. Bade lehrte bis 2007 Neueste Geschichte an der Universität Osnabrück und lebt seither in Berlin. Er war unter anderem Begründer des Osnabrücker Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), des bundesweiten interdisziplinären Rates für Migration (RfM), der ebenfalls bundesweiten Gesellschaft für Historische Migrationsforschung (GHM), stellvertretender Vorsitzender des Sachverständigenrates der Bundesregierung für Migration und Integration (Zuwanderungsrat) 2004 bis 2005 und 2008 bis 2012 Gründungsvorsitzender des von ihm konzipierten Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) in Berlin.

Bade war Gastprofessor an den Universitäten Harvard und Oxford, an der Niederländischen Akademie der Wissenschaften sowie am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Er hat zu Migration und Integration in Geschichte und Gegenwart viele Forschungsprojekte geleitet, einige Dutzend Bücher sowie einige hundert kleinere Schriften veröffentlicht und für sein Engagement in Forschung und kritischer Politikbegleitung diverse Auszeichnungen erhalten, unter anderem das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse (www.kjbade.de).

 

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