Die, die nicht wegschauen …

Eine Sicherheitswacht in den Kommunen, ein Modell mit Zukunft, sagt die Polizei

Immer mehr Städte und Kommunen auch bei uns entschließen sich dazu, gemeinsam mit der Polizei engagierten Bürgern Verantwortung für das Gemeinwohl zu übertragen und rufen eine Sicherheitswacht ins Leben. Unter dem Motto „Bürger schützen Bürger“ ist das zum Beispiel bereits so in Rosenheim und auch bald in Waldkraiburg, wo die Bewerberauswahl für eine neue Sicherheitswacht schon über die Bühne ging. Geht es nach dem Wunsch von Polizeipräsident Robert Kopp (unser Foto), sollen noch weitere Sicherheitswachten in der unmittelbaren Heimat künftig dazu kommen …

„Die Öffentliche Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten ist nicht alleine Auftrag an die Polizei, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dieser Kerngedanke soll durch das ehrenamtliche Engagement von Frauen und Männern in einer Sicherheitswacht allen Bürgern bewusst werden. Die Grundidee dazu lautet: Bürger schützen Bürger, denn Sicherheit geht alle an!“, so Polizeipräsident Robert Kopp. „Die Angehörigen der Sicherheitswacht fungieren dabei als wichtiges Bindeglied zwischen Polizei und Bevölkerung. Sie sind an zentralen öffentlichen Plätzen anzutreffen und dadurch als Ansprechpartner für die Sicherheitsanliegen der Bürgerinnen und Bürger da.“

Die Sicherheitswacht verbessere das Sicherheitsgefühl der Menschen in der Öffentlichkeit. Dass die Sicherheitswacht aber auch tatsächlich „Sicherheit schafft“, beweise sie beinahe tagtäglich:  Betrunkene Verkehrsteilnehmer werden „aus dem Verkehr gezogen“ und randalierende Jugendliche festgestellt und gemeldet.

Polizeipräsident Robert Kopp formuliert die Stellung der Sicherheitswacht in unserem Gemeinwesen so: „Wir sind als Polizei auf ein Klima des Vertrauens und eine Kultur des Hinsehens in unserer gesamten Gesellschaft, angewiesen. Die Sicherheitswacht hat hier eine ganz wichtige Vorbildfunktion für die Bevölkerung, bei Straftaten hinzusehen, sofort die Polizei zu verständigen und sich als Zeuge zur Verfügung zu stellen.“

Dass genau das funktioniere, zeige die Entscheidung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr. Es stimmte aufgrund des großen Erfolgs im vergangenen Jahr dem Antrag des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf eine Erhöhung der Einsatzstärke der Sicherheitswacht in Freilassing von sieben auf zehn Stellen zu.

Wer mit „echten Sicherheitswachtlern“ einmal direkt ins Gespräch kommen möchte, der hat dazu am folgenden Wochenende die Möglichkeit.

Beim „Tanz in den Mai“, dem Ball für Bürger und Polizei, werden Angehörige der Sicherheitswacht im Foyer des Kultur- und Kongresszentrums in Rosenheim am Sonntagabend, 30. April, ab 19 Uhr, interessierten Bürgern gerne von ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit berichten.

„Mehr Augen und Ohren im öffentlichen Raum bedeuten noch mehr Sicherheit auf unseren Straßen und Plätzen. Ich würde mich freuen, wenn sich viele couragierte Bürgerinnen und Bürger aus der Region, getreu dem Motto ‚Sicherheit im Herzen – Zukunft im Blick‘ für die Sicherheitswacht melden würden“, so Polizeipräsident Robert Kopp.

Viel Wissenswertes zum Thema Sicherheitswacht erhalten die Bürger zudem im Internet unter: Polizeipräsidium Oberbayern Süd – Sicherheitswacht

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2 Gedanken zu „Die, die nicht wegschauen …

  1. Genau so ist der langsame Weg in Richtung DDR. Erst sollen sie uns beschützen und dann sollen sie uns überwachen.

    Das geht auf die Kappe unseres schönen Herrn Stoiber, der damals tausende Polizeistellen gestrichen hat.

    Leider war unser Staat nicht fähig und weitsichtig genug, das Ganze wieder umzudrehen (Zeit genug hätte der Staat gehabt, denn schon kurz nachher konnte man feststellen, dass dies der größte Schmarrn war).

    Die Polizisten, vor allem in den großen Ballungsgebieten, sind die Leidtragenden.

    Die Bevölkerung wird sich freuen, weil wirklich zu viel in unserem Land passiert und viele eine berechtigte Angst haben.

    Die Politik gibt auch hier, genauso wie bei der Flüchtlingspolitik (freiwillige Helfer für die Integration usw.) die Verantwortung wieder an die Bürger ab!
    Dieses „Bürger schützen Bürger“ ist bestimmt nicht der richtige Weg.

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    1. Ähnlich denke ich auch!

      Und was heißt das nun eigentlich genau? Daß die, die sich keine bodyguards leisten können, selber aufpassen müssen, daß sie nicht überfallen, niedergeschlagen, ausgeraubt oder vergewaltigt werden?

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