Der Winter dankt (vorerst) ab

Sturmtiefs übernehmen mit Regen und milder Luft

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WetterDer Dezember 2013 war deutschlandweit 2,8 Grad und der Januar 2014 war 2,6 Grad wärmer als im langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Bisher gab es in diesem Winter noch keine europaweite Kältewelle. Zwar war es im Nordosten von Deutschland Ende Januar mal gut eine Woche eisig kalt, das war es dann aber auch schon. Der Rest von Deutschland hatte bisher noch ein durchgreifendes Winterwetter.

Auch in der Schweiz und in Österreich waren der Dezember und der Januar deutlich wärmer als im 30-jährigen Mittel. „Und auch der Februar knüpft nahtlos an diese Entwicklung an und zerstört die Hoffnungen aller Winterfreunde. Der Trend bis in die zweite Monatshälfte hinein zeigt: Es wird immer wärmer. Der Atlantik lebt wieder auf. Wir müssen europaweit wieder mit viel Sturm und Regen rechnen. Also Tauwetter und Hochwassergefahr, statt winterliche Eskapaden“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Atlantische Warmluft vertreibt den Winter aus Europa

Wetter

 

Obige Temperaturkarte für Europa zeigt eindrucksvoll wie der Winter in den kommenden gut 14 Tagen aus weiten Teilen Europas vertrieben wird. Der Frost („blaue Farbe“) wird weit nach Osten abgedrängt.

Auch der extreme Schneefall in Österreich und Teilen der Schweiz findet nun langsam aber sicher sein Ende. Seit gut 100 Jahren hatte in Teilen Österreichs nicht mehr so stark geschneit wie in den vergangenen Tagen. Stellenweise fielen über 2 Meter Neuschnee vom Himmel. Bis Monatsmitte dürfte sich aber auch in Österreich und der Schweiz Tauwetter bis in höhere Lagen durchgesetzt haben.

 

VIEL REGEN UND STURM DROHEN- TAUWETTER BIS IN HÖHERE LAGEN

Die kommenden Tagen werden zunehmend wechselhaft. In Westeuropa besteht dann schon wieder Sturm- und sogar Orkangefahr. Schon diese Woche müssen die Menschen in Großbritannien und Westfrankreich mit heftigen Sturm- und Orkanböen rechnen. In der zweiten Wochenhälfte wird es dann auch besonders in Westdeutschland stürmischer.

„Wir fallen quasi in das altbekannte Muster von November und Dezember zurück, als uns ein atlantischer Tiefausläufer nach dem anderen überquert hat und für viel Wind und Regen sorgte. Zeitweise kommt es bis in höhere Lagen zu Tauwetter“ erklärt Wetterexperte Jung.

Ein erneuter Wintereinbruch für Deutschland oder auch nur Teile davon ist bis Monatsmitte nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil: Im Südwesten können die Höchstwerte zeitweise sogar bis zu 13 Grad erreichen!

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