Der Polizei mutig zur Seite gesprungen

Polizeipräsident Robert Kopp bedankt sich bei couragiertem 35-Jährigen

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Polizeipräsident Robert Kopp (Foto) lud Mitte der Woche einen 35-Jährigen aus dem Landkreis Rosenheim ins Polizeipräsidium Oberbayern Süd ein, um sich bei ihm persönlich für sein couragiertes Eingreifen am 3. Juni in der Rosenheimer Innenstadt zu bedanken. In der betreffenden Samstagnacht gab es für die Polizei in Oberbayern Süd, speziell für die Rosenheimer Kollegen, ereignisreiche Stunden.

Wie berichtet, kam es gleich mehrfach zu Widerstandshandlungen und Körperverletzungsdelikten zum Nachteil von Polizeibeamten.

Ein brutaler Fall ereignete sich in der Rosenheimer Innenstadt. Nachdem ein Mann ohne erkennbaren Grund ein Fahrrad auf die Fahrbahn der Kaiserstraße geworfen hatte, wurde er von zwei Beamten der Polizeiinspektion Rosenheim zur Rede gestellt. Als der Einsatz eigentlich schon so gut wie erledigt war, mischte sich ein völlig unbeteiligter 25-jähriger Rosenheimer in die Kontrolle ein und attackierte die Beamten teils so heftig, dass ein Polizeibeamter massive Gesichtsverletzungen davontrug.

Während der Angreifer überwältigt werden konnte, solidarisierten sich etwa 20 bis 30 weitere Personen mit dem nun Festgenommenen und beschimpften die Polizeibeamten. Ein anwesender „Nachtschwärmer“, ein 35-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim, stellte sich dem Mob jedoch in den Weg und beruhigte zusammen mit einer Polizistin die wütenden Unbeteiligten bis polizeiliche Verstärkungskräfte eintrafen.

„Dafür möchte ich Ihnen ganz herzlich Danken. Es ist höchst erfreulich, dass ein Mensch in einer Gefahrensituation hinsieht, hilft so gut es ihm möglich ist und nicht einfach weitergeht, “, so Robert Kopp bei dem Gespräch im Präsidium, bei dem er dem 35-Jährigen auch ein kleines Präsent überreichte.

Leider war die Sache für den Helfer, der lieber anonym bleiben möchte, damit noch nicht zu Ende. Nachdem die Polizei die Lage wieder unter Kontrolle hatte, ging er weiter in Richtung Innenstadt. Am Salzstadel wurde er dann von Sympathisanten des Festgenommen, die ihn offensichtlich verfolgt hatten, angesprochen und gefragt, ob er derjenige sei, der sich gerade bei dem Polizeieinsatz eingemischt hätte. Noch bevor der 35-Jährige diese Frage beantworten konnte, schlug ihm einer der Personen so heftig mit der Faust ins Gesicht, dass er bewusstlos zusammenbrach.

Der Täter konnte im Laufe der Ermittlungen identifiziert werden. Gegen den 21-Jährigen wurde Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. „Auch wenn ich die Folgen des Schlages immer noch wegen Verspannungen und Kopfschmerzen spüre, würde ich mich in so einer Situation wieder so verhalten“, sagte der couragierte Helfer.

Diese Einstellung freute den Polizeipräsidenten, der betonte, dass uns oft schon geholfen wäre, wenn couragierte Bürger nicht wegsähen und die Notrufnummer 110 wählen würden. Niemand muss sich selbst in Gefahr bringen. Wegen der erlittenen Verletzungen wünschte Robert Kopp dem 35-Jährigen vollständige Genesung und sagte zum Abschluss: „Lassen Sie uns wissen, wenn wir etwas für Sie tun können.“ Und mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Sie haben etwas gut bei uns!“

 

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