Zwei Frauen, drei Kinder verletzt

Schwerer Unfall auf B12 bei Ramsau: Elfjährigen mit Hubschrauber in Klinik geflogen

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Den nächsten schweren Unfall im Altlandkreis meldet heute am Abend das Polizeipräsidium von der B12 bei Ramsau. Auch dort – wie schon am Nachmittag bei Alteiselfing (wir berichteten) – wurden am frühen Abend mehrere Fahrzeuge in einen Unfall verwickelt. Es gab fünf Verletzte – zwei Frauen und drei Kinder. Ein elfjähriger Bub musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden.

Eine 47-jährige Frau aus Haar fuhr mit ihrem Pkw Toyota auf der B12 in Richtung München. Auf Höhe Ramsau sei ihr – eigenen Angaben nach – plötzlich „schwarz vor Augen“ geworden.

Sie kam daher in einer langgezogenen Rechtskurve bei Ramsau mit ihrem Pkw immer weiter nach links und stieß linksseitig frontal mit einem entgegenkommenden Mitsubishi zusammen, der von einer 50-jährigen Frau aus dem Gemeindegebiet Reichertsheim gesteuert wurde.

Beide Pkw drehten sich nach dem Aufprall. Der Toyota blieb auf der B12 stehen, der Mitsubishi wurde nach rechts über einen Abhang auf die parallel zur B12 verlaufende Gemeindestraße geschleudert.

Im Pkw Mitsubishi waren noch drei Kinder, zwei elf und eines zwölf Jahre alt, die aus dem Gemeindegebiet Reichertsheim und Gars stammen.

Die beiden Fahrerinnen und die drei Kinder wurden bei dem Unfall verletzt. Ein elfjähriger Bub erlitt schwere Verletzungen und musste mit dem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus nach Traunstein geflogen werden. Lebensgefahr bestehe nicht, sagt die Polizei.

An beiden Pkw entstand Totalschaden.

Die B12 war für eine Stunde total gesperrt. Eine örtliche Umleitung wurde durch die Feuerwehr eingerichtet. Es waren die Feuerwehren Reichertsheim, Ramsau, Kirchdorf und Haag mit insgesamt 80 Helfern vor Ort.

Im Toyota der Unfallverursacherin befand sich eine Katze, die nicht verletzt wurde. Sie wurde in ein Tierheim gebracht.

Fotos: Georg Barth

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2 Gedanken zu „Zwei Frauen, drei Kinder verletzt

  1. Nimmt die Kommunal- und Landespolitik das eigentlich einfach so hin, dass es in der Region beinahe täglich schwere Unfälle gibt oder arbeitet man gerade Konzepte aus, die dies eindämmen?

    Gute Besserung allen Beteiligten!

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    1. Da haben Sie natürlich völlig Recht – hier ist die Politik gefragt. Das gehört schließlich schon längst verboten, dass Leuten einfach so schwarz vor Augen wird.

      Allerdings würde ich hier doch eher die EU in der Pflicht sehen, eine entsprechende EU-Norm zu erlassen.

      Bei der Kommunalpolitik würde es doch schnell unübersichtlich und wenig praktikabel, wenn ich dauernd überlegen muss, auf welchem Gemeindegebiet ich mich gerade befinde und ob es hier ggf. eine kommunale Satzung gibt, die Schwächeanfälle am Steuer untersagt.

      Im Ernst: „eindämmen“ kann man die Unfälle nur, wenn man die Menschen in nennenswerter Zahl zum Umstieg auf andere (sichere) Verkehrsmittel bewegt. Dabei wird von einem Großteil der Bevölkerung jedoch schon der bloße Versuch als ungeheure Bevormundung und Gängelung empfunden und die entsprechende Partei/Politiker in der Regel an der Wahlurne abgestraft.

      Man lese nur die entsprechenden Leserkommentare, wenn es darum geht, den Autoverkehr im Stadtgebiet Wasserburg etwas einzudämmen.

      Somit ist es unterm Strich die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung selbst, welche die von Ihnen geforderten Konzepte verhindert.

      Auch von mir gute Besserung allen Unfallopfern!

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