Depot: Arbeitsgruppe gegründet

Museum: Wasserburger Stadtrat hält an Drei-Millionen-Euro-Projekt fest

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depotDas geplante Depot für das städtische Museum war jetzt monatelang kein Thema mehr im Stadtrat. „Wir hatte viele Details zu klären und haben uns auch in Sachen Förderung bei der Landesstelle für nichtstaatliche Museen schlau gemacht. Das hat ein bisschen gedauert“, so Bürgermeister Michael Kölbl bei der jüngsten Stadtratssitzung, bei der jetzt auch eine eigene Arbeitsgruppe für das Depot gegründet wurde. Kölbl: „Bei dieser langen Planungsphase können nicht immer alle Räte alle Daten parat haben. Da ist es klüger, wenn sich eine Runde bildet, die sich intensiv mit der Thematik beschäftigt. Alle wichtigen Entscheidungen fällt natürlich weiterhin der Stadtrat.“

Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann sagte bei der Sitzung, man habe sich eingehend mit den voraussichtlichen laufenden Kosten für das Depot auseinandergesetzt. Alleine die Lüftungstechnik könne jährlich bis zu 25.000 Euro verschlingen. „Wir können da nicht irgendwas einbauen, sondern müssen uns an DIN-Normen halten.“

Christian Stadler (Grüne) schlug vor, sich über eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des geplanten Depots Gedanken zu machen. So könne man Kosten langfristig senken.  Was Markus Bauer (CSU) nicht ganz so sah: „Nicht jede Photovoltaik-Anlage rechnet sich auch. Das dauert oft unendlich lange, bis sich die Mehrkosten amortisieren.“ Stadtkämmerer Konrad Doser schlug in diesem Zusammenhang vor, die nötigen Voraussetzungen für eine solche Anlage beim Bau des Depots zu berücksichtigen, dann aber vorerst zwei Jahre zu prüfen, ob die PV-Anlage auch wirklich einen Sinn macht, ehe man sie verwirklicht.

Auch wenn der Tenor bei der Aussprache der Räte über das das geplante Drei-Millionen-Euro-Projekt durchweg positiv war, äußerten doch viele Räte Bedenken wegen der Kosten: „Die sind exorbitant hoch. Bei der Realisierung des Depots wird es darauf ankommen, ob und in welcher Höhe wir Zuschüsse bekommen“, sagte beispielsweise Wolfgang Janeczka (SPD).

Der neuen Depot-Arbeitsgruppe gehören an:

Werner Gartner (SPD)

Wolfgang Schmid (CSU/Block)

Edith Stürmlinger (Bürgerforum/Freie Wähler)

Christian Stadler (Grüne)

 

 

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