Denk – mal an die Freiheit

Außergewöhnliches Projekt des Wasserburger Künstlers Wilhelm Zimmer in Bad Aibling

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zimmerBad Aibling – Die Neugierde war den Passanten vor dem Kriegerdenkmal in Bad Aibling ins Gesicht geschrieben, als am vergangenen Montag das „Denk – mal an die Freiheit“ aufgebaut wurde. „Das Denk-mal “, ein Käfig, der weder Hunde, Löwen, ungezogene Kinder oder Steuersünder einsperren soll – wie manche Aiblinger spaßhaft vermuteten – sondern ein Symbol für die Freiheit darstellt, wird bis zum 27. Juli in Bad Aibling auf der Wiese zwischen Glonn und Mühlbach an der Irlachstraße zu besichtigen sein.

Wilhelm Zimmer, freischaffender Bildhauer aus Wasserburg, thematisiert die Freiheit, die in unseren  Breitengraden so selbstverständlich geworden ist, dass sie gar nicht mehr richtig wahrgenommen wird. Mit seinem Projekt möchte Wilhelm Zimmer, inspiriert durch das gleichnamige Lied von Georg Danzer, „Die Freiheit“ sichtbar und so diese Kostbarkeit, für die schon Millionen Menschen gestorben sind, wieder bewusst machen. Das Lied „Die Freiheit“, des 2007 verstorbenen österreichischen Liedermachers Georg Danzer, kommt irgendwie luFullSizeRenderstig daher, nimmt dann unvermutet eine schleichende Wendung und endet in einer großen Aussage. In dem „Denk-mal an die Freiheit“ ist der Text spiegelverkehrt im Boden ausgefräst und wird erst durch den Blick in den Spiegel wieder sichtbar und lesbar – der Betrachter wird Teil des Gedichtes, Teil der Freiheit.

 

Das Kunstwerk auf Reisen findet in Bad Aibling seine 2. Station auf dem Weg nach Berlin. Ob es sein Ziel, die Gedenkstätte Höhenschönhausen in ein, zwei oder drei Jahren erreichen wird? Man darf gespannt sein.

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