„Das ist der schwärzeste Faschingsdienstag“

Polizeipräsident und Minister nehmen in Bad Aibling Stellung zum Zugunglück

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Neun Tote und über 100 Verletzte – das ist die vorläufige Bilanz des schrecklichen Zugunglücks von Bad Aibling, das sich heute gegen 7 Uhr auf der Strecke Rosenheim-München ereignete (wir berichteten). Noch sind zwei Fahrgäste vermisst. Gegen 14 Uhr gaben Bundesverkehrsminister Dobrindt und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zusammen mit den örtlichen Politikern und Einsatzkräften im Aiblinger Rathaus eine Pressekonferenz. Rosenheims Polizeipräsident Robert Kopp (rechts) sagte: „Das ist der schwärzeste Faschingsdienstag, an den wir uns erinnern.“ Der erste ausführliche Polizeibericht:

Auf der Bahnstrecke Rosenheim – Holzkirchen stießen am Dienstagmorgen zwei Regionalzüge des Meridian frontal zusammen. Sämtliche Einsatzkräfte von Rettungsdiensten, Feuerwehren, Polizei und anderer Behörden sind seitdem im Einsatz, um den verunfallten Menschen zu helfen. Bislang mussten 9 Tote, 18 Schwerverletzte und 63 Leichtverletzte geborgen werden, nach zwei Personen wird noch gesucht.

Um 6.48 Uhr wurde der Einsatzzentrale im Polizeipräsidium Oberbayern Süd gemeldet, dass es auf der Bahnstrecke Rosenheim – Holzkirchen zu einem folgenschweren Zugunfall gekommen war. Zwei Personenzüge des Meridian waren auf der, in diesem Bereich, eingleisigen Zugstrecke frontal ineinander geprallt. Mehrere Hundert Helfer von Rettungsdiensten, Feuerwehren und der Polizei aus der gesamten Region sind seit dem frühen Morgen im Einsatz. 63 Menschen, so der Stand jetzt, wurden dabei leicht verletzt. 18 Menschen wurden schwer verletzt, 9 Menschen konnten nur mehr tot geborgen werden. Nach einer Person wird noch gesucht, hier besteht leider wenig Hoffnung, diese noch lebend zu finden.

Beamte der Kriminalpolizei übernahmen unter Leitung der Staatsanwaltschaft Traunstein und mit Unterstützung von Kollegen der Bundespolizei die Ermittlungen zum Hergang des Unglücksfalles. Zur genauen Ursache können derzeit noch keine Aussagen getroffen werden, die Ermittlungen stehen hier noch am Anfang.

Im Polizeipräsidium Oberbayern Süd wurde ein Bürgertelefon eingerichtet. Unter der Telefonnummer (08031) 2003180 können besorgte Bürger sich nach Angehörigen erkundigen.  

Fotos: Georg BarthFoto 1

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