Daniel Schwab der Beste im Weitsprung

Auch Staffel holt Kreismeister-Titel nach Wasserburg - Silber für Viktoria Wimmer im Diskus

Einen tollen Tag hatte der junge Wasserburger Leichtathlet Daniel Schwab (unser Foto) bei den Kreismeisterschaften in Kirchheim. Mit 5,03 Meter gelang ihm nicht nur der souveräne Tagessieg im Weitsprung und der Titel des Kreismeisters U16, sondern auch eine neue persönliche Bestleistung. Als ob dieser Titel nicht genug wäre, legte er im 80m-Hürdenlauf noch eine Leistungssteigerung drauf. In flinken 12,98s überquerte er die zehn Hindernisse und setzte damit ebenfalls eine neue persönliche Bestmarke.

Trotz der fantastischen Zeit blieb ihm in dieser Disziplin nur der undankbare vierte Platz, knapp geschlagen von Benedikt Goerl aus Vaterstetten, der die 80m in 12,93!s bewältigte.

Grund genug für Daniel mit seinen Staffelkollegen auf der flachen Distanz noch einmal alles zu geben. Mit dem pfeilschnellen Jonas Lambacher, dem Ausdauertalenten Lukas Falk und dem Wurfspezalisten Kilian Drisga revanchierte sich die Staffel gegen Vaterstetten für die knappe Niederlage Daniels im Hürdenlauf: Im 46,61s flitzten die Wasserburger über die Tartanbahn und gewannen mit deutlichem Abstand zu Vaterstetten (50,02s) das Rennen und den Titel des Kreismeisters.

Spannend machten es die beiden Vereinskameraden Lukas Neugebauer und Kilian Drisga. Bereits zu Beginn ihrer Leichtathletikkarriere von Alttrainer Alfred Schuhbeck als Wurftalente – Kugelstoß und Diskus –  erkannt und gecoacht, lieferten sie sich ein spannendes Vereinsduell mit versöhnlichem Ausgang.

Während Lokalmatador Florian Ertl vom SC Kirchheim die Konkurrenz im Kugelstoß (12,00m) und Diskuswurf 42,24m) dominierte und beide Kreismeistertitel für sich entschied, entwickelte sich auf den Plätzen ein spektakulärer Vereinskampf. Trotz neuer persönlicher Bestleistung von 10,56m gelang es Lukas nicht, Kilian vom Stockerlplatz zu verdrängen. Im Gegenteil, mit 10,62m schob sich noch der Konkurrent von der LG Oberland, Christian Wohlschläger, zwischen Lukas und Kilian. Der wiederum konnte mit 11,17m die zweitbeste Weite stoßen und darf sich fortan Vizemeister 2017 nennen, während Lukas medaillentechnisch leer ausging.

„Was einmal klappt, kann auch ein zweites Mal gut gehen“, dachte sich wohl Lukas und warf mal eben die zweite Bestleistung des Tages im Diskus. 15 Jahre und 36,41m – das ist schon eine stramme Leistung, die Trainer Willi mächtig stolz auf seinen Athleten macht. „ Was der kann, kann ich schon lange“, konterte dann Christian Wohlschläger und wiederholte seinen Bronzeplatz auch im Diskus. Blieb also nur noch Kraftpaket Kilian, der diesmal den Kürzeren zog und „nur“ Vierter wurde mit 27,54m …

Anderer Körperbau, andere Disziplin. Während Kilian und Lukas die Eisengeschosse wie Flummis behandeln, hat sich der hochaufgeschossene Robin Deppermann eine andere Nische gesucht: den Hochsprung, sehr zur Freude von Walter Kurzbuch, der in seiner einstigen Paradedisziplin immer wieder gerne Talente fördert. Und es lief tatsächlich gut für den Gymnasiasten. Die übersprungenen 1,25m bedeuteten Platz vier in der Disziplinwertung M14.

„Ganz der Papa“, könnte man meinen, wenn man Jonas Lambacher beim Wettkampf beobachtet. Das Talent hat der 14-jährige Schüler ganz sicher von Papa Nobbi geerbt, der einst als Mehrkämpfer beim TSV Triumphe feierte.

Ob er jemals so schnell war wie sein Sohnemann weiß nur Alfred Schuhbeck, der bekanntlich jede Zeit und jede Weite seiner Athleten in sein Elefantengedächtnis zementiert hat. Jonas jedenfalls sprintete die 100m in 12,89s und bescherte sich damit eine neue persönliche Bestzeit. Wie gut, dass er sich doch für die Leichtathletik und gegen den Fußball entschieden hat, obwohl er auch hier sehr talentiert war.
Jung müsste am sein! Am Donnerstag für den TSV noch beim Bayerncup startend, trat Lukas Falk  nun ebenfalls in seiner Lieblingsdisziplin, dem 800m Lauf, an. Bei 2:22,27min blieb die Zeit stehen, was Lukas den Bronzerang einbrachte. Zwei 800 m Läufe innerhalb einer Woche, da hat sich Lukas aber eine Extramassage von Mama verdient.

Knapp am Stockerl vorbei ging es für Merlin Eicher, der im Hochsprung der M15 Athleten mit 1,40m den undankbaren vierten Platz belegte.

Was wäre ein Wettkampf ohne weibliche Sportlerinnen?

Wie Kilian und Lukas ging auch Viktoria Wimmer (W15) durch die schuhbecksche Wurfschule, was deutlich an den Leistungen abzulesen ist. Kraftvoll und technisch sauber behandelt Viktoria die Eisenkugel, die bei 8,55m auf dem Sand aufschlug und damit die Bronzemedaille für die TSV Athletin bedeutete.

Noch besser flog der Diskus nach einer flinken Körperdrehung aus Viktorias Hand direkt in die Messzone. Mit neuer persönlicher Bestleistung von 24,91m sicherte sich die 14-jährige die Vizemeisterschaft hinter Martina Wildhammer aus Bad Aibling.

Bei den W14 Athletinnen gingen Anja Eggerl und Elena Wimmer an den Start. Beide behaupteten sich im Sprint und im Weitsprung in den mittleren Ränge. Im Kugelstoß konnte die 13-jährige Anja die drei Kilo Kugel bereits auf 7,13m stoßen, was ihr den vierten Rang einbrachte.
cp

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