D´Alteiselfinger kamen um Mitternacht …

Waldhausener Maibaum über die Felder geschleppt - Auslöse: Einige Hundert Liter Bier

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Ein paar Dutzend Mannsbilder aus Alteiselfing und Waldhausen haben sich eine harte Verhandlung geliefert: War doch der noch unfertige Stamm kurzerhand vom Traditionsverein ‚D´Alteiselfinger‘ in einem Hauruck-Verfahren gestohlen worden! Um Mitternacht hatte man sich nach Waldhausen geschlichen, um das Brauchtumsstangerl von Köhldorf über die Felder zu schleppen. Von dort schafften sie ihn mit Hilfe eines Traktors weg. Mit ihren Forderungen ließen sich die Alteiselfinger zunächst Zeit. Es wird vermutet, dass sie die Bestohlenen mit Bier ‚gefügig‘ machen wollten.

Unser Foto: Na dann PROST – Waldhausens Trachtenvorstand Paul Reitmaier und Alteiselfings Vorstand Konrad Pauker …

Beide Parteien hatten sich dann im Gasthaus Lax in Alteiselfing zusammen gesetzt, um über die Auslöse zu diskutieren. Als die Diebe ihre Forderungen stellten, wie viel Brotzeit spendiert und Bier fließen müsse, damit der Maibaum auch pünktlich zurück kommt, waren die Vorstellungen recht unterschiedlich.

Nach einigen taktisch gesetzten Zügen und der Anspannung, ob die Alteiselfinger Männer ohne Einigung den Maibaum der Waldhausener zu Hackschnitzel verarbeiten, war es zu später Abendstunde endlich geschafft:
Ein Handschlag zwischen Eiselfings Vorstand Konrad Pauker und Waldhausens Trachtenvorstand Paul Reitmaier besiegelte die Vereinbarungen zwischen den beiden Vereinen.

Der Traditionsverein d’Alteiselfinger und der Trachtenverein Waldhausen haben sich auf einige Hundert Liter Bier und auf eine Grillparty und Brotzeiten für die Wacheinheiten und die Arbeiten zum Verschönern des Maibaums geeinigt und wollen diesen auch gemeinsam am Sonntag, 30. April, in Waldhausen aufstellen. Dazu wollen die Alteiselfinger mit 150 Mitgliedern anreisen.

Paul Reitmaier ist mit dem Ergebnis zufrieden. Es hat ihn gefreut, Bekanntschaft mit den Alteiselfingern zu machen: „Wir haben da sehr nette Leute kennengelernt und hoffen, Kontakte geknüpft zu haben.“ Diebe und Bestohlene gingen freundschaftlich auseinander …

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