Däne bewaffnet mit einem Messer

Bundespolizei kontrollierte den Autofahrer zufällig - Per Haftbefehl gesucht

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Die Bundespolizei Rosenheim hat gestern zwei Haftbefehle vollstreckt. Ein 47-jähriger Däne und ein 56 Jahre alter Pole waren wegen Verkehrsdelikten zu vierstelligen Geldstrafen verurteilt worden. Zudem fanden die Beamten im Fahrzeug des Dänen ein 20 Zentimeter langes, beidseitig geschliffenes und damit verbotenes Messer sowie Kokain. 

In den frühen Morgenstunden kontrollierten Bundespolizisten zufällig den Fahrer eines Pkw mit dänischer Zulassung. Bei der Personalien-Überprüfung stießen die Beamten auf einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Passau. Der 47-Jährige war im August 2015 wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe von rund 1.400 Euro einschließlich Verfahrenskosten verurteilt worden. Diese Justizschulden konnte der gebürtige Pakistaner nun gestern dank eines Angehörigen, der die Summe in Mönchengladbach einzahlte, begleichen.

Allerdings fanden die Bundespolizisten im Fahrzeug des dänischen Staatsangehörigen das Messer und Drogen. Daher wurden weitere 1.200 Euro fällig, die von der Traunsteiner Staatsanwaltschaft als Sicherheit für die zu erwartenden Strafverfahren festgelegt wurden. Nachdem der Däne insgesamt also rund 2.600 Euro übergeben hatte, konnte er seine Reise fortsetzen.

Anders erging es einem polnischen Staatsangehörigen. Wegen Trunkenheit im Verkehr hatte die Tübinger Staatsanwaltschaft gegen ihn eine Geldstrafe von rund 1.300 Euro einschließlich Verfahrenskosten verhängt. Der 56-Jährige konnte seine Justizschulden nicht begleichen. Er wurde von der Bundespolizei festgenommen und muss nun die Ersatzhaft von 54 Tagen absitzen.

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