Da ist das Ding! Wasserburg Pokalsieger!

Im Damen-Basketball - Rhein-Main-Baskets mit 97:63 vom Parkett gefegt

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SiegDer deutsche Pokalsieger 2015 heißt TSV Wasserburg im Damen-Basketball! In Herne wurden soeben die Rhein-Main-Baskets mit 97:63 vom Parkett gefegt – von Bastian Wernthalers Ladies. Riesenjubel bei den mitgereisten Fans und die ersten Glückwünsche aus ganz Deutschland auf Facebook für Emma und Co. Nach den Jahren 2005, 2006, 2007, 2011 und im vergangenen Jahr 2014 schaffte das Team mit Kampfstärke, Cleverness und großem Teamgeist diesen großartigen Pokal-Erfolg erneut! Die Heimat gratuliert herzlichst.

Sieg 2

Das ganze Wochenende der Reihe nach:

Per Flugzeug machten sich die Wasserburger Basketball-Damen für das Top 4 Pokalfinale auf den Weg nach Herne, um den Titel zu verteidigen. Mit dabei waren etwa 38 Fans, die extra nach Herne anreisten, um ihre Schützlinge zu unterstützen. Die Fans übernahmen auch den Transport vom Damen-Radl, auf dem sich die Spielerinnen vor jedem Einsatz gerne noch mal aufwärmen.

Im Pokal-Halbfinale am Samstag begegnete das Team aus Wasserburg dann dem aktuellen Tabellenzweiten Herner TC, dem härteren Gegner im Kampf um den Pokal. Das Team von Headcoach Bastian Wernthaler gewann gegen die Gastgeber letztendlich doch souverän mit 74:62 (32:42) und legte damit den Grundstein für die Titelverteidigung.

Von Beginn an lagen die Innstädterinnen angetrieben von zahlreichen Fans, die die weite Reise ins Ruhrgebiet auf sich genommen hatten, vorne. Die Führung pendelte sich auf zehn Punkte ein. Anfang des vierten Viertels verkürzten die Hernerinnen den Rückstand noch einmal auf fünf Punkte. Doch mit dem ersten Korb zwei Minuten nach Beginn des Spielabschnitts startete Wasserburg wieder einen kleinen Lauf und sicherte den 74:62 Sieg.

Herne war der schwierigere Gegner. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“, sagte Head-Coach Bastian Wernthaler, der vor allem auch die Rebound-Arbeit lobte – diese Statistik wurde mit 36:20 überlegen gewonnen.

Im Finale warteten gestern am Nachmittag die Rhein-Main Baskets in der ausverkauften MCG-Arena auf die Damen. Das Team von Headcoach Steffen Brockmann setzte sich im Halbfinale mit 88:71 gegen den Zweitligisten Osnabrück durch. In der DBBL konnte sich die Mannschaft erst zum vorletzten Spieltag den Klassenerhalt sichern und legte in der Bundesliga, trotz Verletzungsproblemen, mit vier Siegen aus den letzten sechs Spielen ein tolles Finish hin.

Pünktlich zum Top 4 Finale war die Nationalspielerin Svenja Greunke wieder einsatzfähig, die mit einem Ermüdungsbruch im Fuß lange aussetzen musste. Als klarer Favorit ging der TSV Wasserburg ins Spiel, siegte gegen die Rhein Main Baskets deutlich 97:63 und verteidigte damit erfolgreich den Titel. Zur Freude der Wasserburger kamen alle mal zum Zug, jede Spielerin konnte ein paar Treffer gegen das Team aus Langen erzielen.

Shey Peddy durfte sich gleich über zwei Erfolge freuen. Sie wurde zum MVP, zur wertvollsten Spielerin des Top 4-Turniers gewählt. Diese Auszeichnung habe sich die US-amerikanische Aufbauspielerin vollkommen verdient, meinte Bastian Wernthaler nach dem Spiel, schließlich sie in der Liga mit Abstand die beste Aufbauspielerin.

Emma Cannon, die wegen ihrer Verletzung bis vor Kurzem noch etwas Zeit benötigte um ins Spiel reinzukommen, habe vor allem im Halbfinale herausragende Leistungen gezeigt. Überhaupt war der Headcoach über das gesamte Turnier sehr glücklich und zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Ich bin sehr stolz auf das Team. Wir haben beide Spiele im Top4 souverän gemeistert, auch beim schweren Gegner Herne war die Mannschaft immer so konzentriert, dass wir nie um den Sieg zittern mussten.“ Aber auch den vergleichsweise schwächeren Final-Gegner aus Langen hätten die Innstädterinnen nicht unterschätzt. „Das Team hat Vollgas gegeben“, so Wernthaler.

Für die Saison 2014/15 haben die Damen nun ihr erstes Ziel erreicht. „Wir sind alle sehr glücklich“, meinte dazu auch Ulla Prantl aus dem Wasserburger Vorstand. Trotz Titelverteidigung habe das Team nur a bissal gefeiert. Es gelte nun, die nächste Hürde zu nehmen.

Die Mannschaft müsse sich auf die anstehenden Play-Offs, im Kampf um den deutschen Meistertitel konzentriere. „Wir wollen die perfekte Saison spielen und müssen daher weiterhin so gut arbeiten“, meinte dazu Bastian Wernthaler. Wenn den Damen dann der perfekte Abschluss gelinge, könne man laut Trainer nochmal richtig feiern.

Es spielten gegen Herne/Rhein Main Baskets: Sara Vujacic (0 Punkte/5 Punkte), Tiina Sten (8/13), Daniela Vogel (0/3), Svenja Brunckhorst (3 Punkte/11), Anna Jurcenkova (12/3), Claudia Calvelo (0/4), Shey Peddy (17/16), Nicole Romeo (1/8), Anne Breitreiner (2/11), Steffi Wagner (11/9), Tati Stemmer (0/3) und Emma Cannon (20/11).

au

Fotos: Waldemar Matalinski

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