Countryfest: Weit über 1000 Besucher

Tolles Programm in der Stiftung Attl - Großes Inklusionsfest

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Das Wetter wollte am vergangenen Samstag nicht so recht mitspielen. Immer wieder öffnete beim Attler Countryfest der Himmel seine Schleusen, was den Besucherandrang am Nachmittag etwas minderte. Dafür fanden sich dann aber am frühen Abend um so mehr Gäste ein. Und auch diesmal waren die Veranstalter in der Einrichtung für Menschen mit Behinderung mit weit über 1000 Besuchern sehr zufrieden.

Bereits zum 24. Mal veranstaltete die Kulturelle Arbeitsgemeinschaft (KAG) der Stiftung Attl nun das Countryfest. Was vor 23 Jahren mit einem kleinen Gartenfest von ein paar Country-Begeisterten begann, hat sich längst in der hiesigen Country-Szene etabliert. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sich gerade in den Abendstunden immer wieder jede Menge Line-Dancer zur Country-Musik einfinden. Spielte am Nachmittag das Country-Trio von Carina May in der ausgeräumten Maschinenhalle des Hofs, zogen vor allem am Abend die Chiemsee-Cowboys zahlreiche Tanzbegeisterte an.

Für die in der Einrichtung lebenden Menschen mit Behinderung ist dieses nach dem Attler Herbstfest größte Inklusionsfest immer wieder ein besonderes Event, bei dem viele tatkräftig mithelfen. Das Countryfest lockte aber vor allem auch am Nachmittag schon viele Familien auf das Gelände des Attler Hofs. Inmitten von Schweinen, Rindern, Eseln, Schafen und Hühnern fanden sich zahlreiche beliebte Attraktionen wieder. Da gab es nicht nur Tipis und fast echte Steckbriefe mit dem eigenen Konterfei; sehr beliebt, nicht nur bei den jüngeren Besuchern waren das Goldwaschen, bei dem es Edelsteine zu gewinnen gab, das Bullriding und vor allem die Trike-Rundfahrten. Letztere veranstaltet nun schon seit vielen Jahren Elmar Wenisch aus Zorneding zusammen mit seinen Freunden, den Gamsigen Isartrikern. Den Erlös aus diesen Fahrten spendete er dann fast schon traditionsgemäß am Abend der KAG, damit weitere Veranstaltungen für Menschen mit und ohne Behinderung möglich werden.

Am Abend folgte dann schließlich als ein weiterer Höhepunkt noch der Auftritt von Feuer- und Aktionskünstler Mark King. Auch er ist schon über zehn Jahre auf dem Attler Countryfest vertreten und folgt der Einladung in die Stiftung Attl jedes Mal gerne.

Berthold Mentrup von der Kulturellen Arbeitsgemeinschaft ist seit 23 Jahren im Organisationsteams des Fests. Vom einstigen Gründer-Trio ist er der einzige, der noch übrig ist. Seine beiden Kollegen, mit denen er 1994 das Fest aus seiner Taufe hob, sind mittlerweile leider verstorben. Und auch er, wird die Leitung des Fests auch bald an jüngere Kollegen weitergeben. Im kommenden Jahr, wird er aber sicher noch einmal dabei sein, verspricht er. „Da wollen wir nochmal eins drauflegen“, meint der Coutryfan und spielt dabei sowohl auf die Musik, als auch auf die Attraktionen im Rahmenprogramm des erfolgreichen Fests an. Schließlich feiern die Attler mit dem Countryfest 2018 das 25-jährige Bestehen. MJV

 

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