„Christbaumkerzen sind brandgefährlich“

Zum bundesweiten Rauchmeldertag: Tipps vom Kreisbrandrat

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ruhsamerAdventskränze gehören für viele zur Vorweihnachtszeit wie der Christbaum zu Weihnachten. Wer dabei auf echte Kerzen nicht verzichten möchte, dem rät Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer, brennende Kerzen nie unbeobachtet zu lassen. Zudem empfiehlt er, Rauchmelder anzubringen. „Sie verringern die Gefahr, dass sich Brände unbemerkt entwickeln und so Menschenleben gefährden können“, sagt Ruhsamer und ergänzt, bei einem Brand sei normalerweise nicht das Feuer tödlich, sondern der Rauch.

Bereits drei Atemzüge hochgiftigen Brandrauchs können nach seinen Angaben tödlich sein. Der Rauchmelder schützt, denn sein Alarm ist so laut, dass er jeden aus dem Schlaf holt. So bleibt meist genügend Zeit, um die Familie und sich selbst in Sicherheit zu bringen sowie die Feuerwehr zu alarmieren.

 

Wichtig ist dem Kreisbrandrat der richtige Umgang mit brennenden Kerzen. Sie sollten nicht nur nie unbeobachtet bleiben, auch sollten Kinder nicht mit brennenden Kerzen allein gelassen werden. Zur besonderen Vorsicht rät Ruhsamer, wenn Gestecke schon trocken oder Christbäume älter sind. Um die Brandgefahr erheblich zu senken, sollen Bäume wenn möglich regelmäßig gegossen und Gestecke mit einer Blumenspritze befeuchtet werden. Grundsätzlich sollten Adventskränze auf einer nicht brennbaren Unterlage, wie beispielsweise einem Glas- oder Porzellanteller gestellt werden.

 

Die Kerzenhalter am Christbaum sollten aus feuerfestem Material bestehen und die Kerzen sollten ausgetauscht werden, bevor sie ganz niedergebrannt sind. Laut Ruhsamer sollten brennende Kerzen nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen wie Vorhängen stehen. Auch Zugluft sollte vermieden werden. Optimal wäre es, so der Kreisbrandrat, wenn in der Nähe des Christbaums ein Eimer Wasser, ein Feuerlöscher oder ein Feuerlöschspray bereitstehen würde.

 

Grundsätzlich weist der Kreisbrandrat darauf hin, dass es in Bayern eine Verpflichtung zum Einbau von Rauchmeldern gibt. In Neu- bzw. Umbauten müssen sie bereits angebracht sein. In bestehenden Wohnungen ist zwar noch Zeit bis zum 31. Dezember 2017, diese Frist sollte aber nur abwarten, wer sich sicher ist, dass es in seiner Wohnung nicht brennen wird.

Beim Kauf von Rauchmeldern rät Kreisbrandrat Ruhsamer, auf das unabhängige Qualitätszeichen „Q“ zu achten. Es gewährleistet, dass der so gekennzeichnete Rauchmelder ausgewählte hohe Qualitätskriterien erfüllt, unter anderem eine 10-jährige Lebensdauer.

Foto: KBI Klaus Hengstberger

 

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