„Bewaffnete US-Soldaten“ in Edling?

Es waren Dreharbeiten für ein ehrenamtliches Film-Projekt - Bleibendes Zeitdokument

Die wildesten Gerüchte gingen rum, weil auf den Edlinger Straßen jetzt dieser Jeep mit „bewaffneten Soldaten“ gesichtet wurde – zudem Polizei und Feuerwehr. Es handelte sich in Wahrheit um Filmaufnahmen! Ein ehrenamtlich arbeitendes Team dreht nämlich – unter der Trägerschaft des Kirtavereins – einen Film über Edling: Bernhard Golla, Sandra Kulbach und Martin Bacher holten vor gut zwei Jahren Barbara Böhm, Rupert Hiebl und Renate Drax in ihr Team – das nun seit einem Jahr bei den Dreharbeiten tatkräftig unterstützt wird von Andrea Bacher, Barbara Golla und Alex Drax.

Diesmal ging es um das Kriegsende im Mai 1945 – keine wirklich leicht zu spielende Szenerie für alle Beteiligten! Mit einem aus dieser Zeit original-amerikanischen Jeep, der – samt Original-Uniformen – von Philipp Sauermann aus Edling (oben ganz rechts im Bild) zur Verfügung gestellt wurde, konnte gedreht werden. Auf diesem Weg noch einmal ein herzliches Dankeschön des Film-Teams dafür.

Die erste Begegnung zwischen den Edlingern und den US-Besatzern im Mai 1945 lief ganz anders ab, als zu erwarten war. Aber zu viel soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden.

Nachdenklich und konzentriert den Text gedanklich noch einmal durchgehend: Thomas Bernhard bei den Dreharbeiten in der Edlinger Kirche mit schauspielerischem Talent.

Neben zahlreichen Zeitzeugen werden in dem Film viele Kinder und Jugendliche der Gemeinde Edling – im Alter zwischen vier und 21 Jahren – als Schauspieler zu sehen sein. Ein logistischer Kraftakt, denn es bleibt für alle Arbeiten nur die Freizeit und für Dreharbeiten in erster Linie nur die Wochenenden. Diesmal spielten:

Julian Krebs und Thomas Bernhard, Stephan Bacher, Philipp Uschold und Konstantin Schweitzer sowie Noah Hansen, Matthias Eichinger, Florian Gerer und Danny-Luca Mate.

Original-getreu: Noah Hansen als amerikanischer Soldat bei der Ankunft im Mai 1945 in Edling.

Julian Krebs als Pfarrer – im Hintergrund Martin Bacher vom Film-Team.

Auch die Gemeinde unterstützt das kulturelle Groß-Projekt. Es gab nicht nur per Gemeinderatsbeschluss eine Förderung in Höhe von 2000 Euro für die professionellen Schneidearbeiten oder für die Miete von etwaigen Requisiten – auch eine kleine Brotzeit für die Darsteller stiftet die Gemeinde. Bürgermeister Matthias Schnetzer schaute jetzt selbst bei den Dreharbeiten zum Kriegsende kurz zu. Und Michi Bernhard war diesmal den ganzen Drehtag lang helfend im Einsatz.

Aufwärmen durfte sich die Crew diesmal im Edlinger Pfarrheim, weil es ziemlich kalt war am Drehtag.

Der Schützenverein Edling um Wolfgang Kloos (3. von links) stellte echte Waffen zur Verfügung – ebenso Polizist Werner Fröwis (Mitte), der bei den Szenen zum Kriegsende in Edling stets vor Ort war aus Sicherheitsgründen.

Die Feuerwehr Edling sperrte die Straße ab – auch hierfür allen noch einmal ein herzlicher Dank des Dreh-Teams.

Mit dem Film-Projekt will das ehrenamtliche Team seine Verbundenheit zur Dorfgemeinschaft zeigen und vor allem zu einer gemeinschaftlichen, aktiven Dorfgemeinschaft beitragen.

Die Begeisterung und das Engagement der mitwirkenden Kinder und Jugendlichen sprechen bislang für sich. Das Team möchte für die künftige Generation aus Edling ein bleibendes Zeitdokument schaffen.

Der große Wunsch: Die jahrelangen Recherchen und Arbeiten sollen im nächsten Jahr ihr Ende finden – bei der Premiere des Edlinger Films am Stoa!

Fotos: Renate Drax

Bernhard Golla gibt Noah letzte Regie-Anweisungen.

Ende eines Drehtages in Edling bei permanenten Minusgraden: Alex Drax und Rupert Hiebl vom Film-Team

Auch das gehört zu den Nebenbei-Vorbereitungen eines Drehtages – Plakate wie diese schreiben …

Filmerin Sandra Kulbach mit den Darstellern Philipp Uschold, Konstantin Schweitzer und Stephan Bacher.

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