Besucherrekord und viel Aufsehen …

Theatertage in Wasserburg sorgen für Furore - Preisträger stehen fest

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tt14_metropol_schuldundschein_kBesucherrekord bei den Theatertagen: So viele Theaterfreunde wie noch nie in der zehnjährigen Geschichte des Treffens in Wasserburg wollten heuer die insgesamt neun Inszenierungen der Privattheater aus ganz Bayern sehen. Am Sonntag ging mit „Gretchen 89 FF“ das letzte Stück über die Bühne. Dann setzte sich die Jury zusammen und entschied über die diesjährigen Preisträger. Bei der ausgezeichneten Inszenierung lag die achtköpfige Jury genau auf der Linie des Publikums, dass wie immer auch seine Stimme abgeben konnte …

Der Sieger 2014 kommt aus München und heißt Metropoltheater (Foto oben). Mit dem Stück „Schuld und Schein“ (wir berichteten) überzeugten die Münchner, die fast alle Jahre in Wasserburg vertreten sind, nicht nur das Publikum, sondern auch die Juroren. Zum besten Darsteller wurde Sebastian Gerasch von den Kammerspielen Landshut gekürt (Foto: Kammerspiele Landshut).

geraschGerasch absolvierte seine Ausbildung an der Bayerischen Theaterakademie „August Everding“ in München. Bereits während der Ausbildung zeigte er erste Arbeiten am Bayerischen Staatsschauspiel. Nach einem dreijährigen Festengagement am Theater Heilbronn arbeitet er seit 2008 als freier Schauspieler unter anderem in Ingolstadt, Wien, Hannover, Stuttgart und Frankfurt am Main.

Er begeisterte Publikum und Jury in Wasserburg mit seinem Auftritt im Stück „Hysterikon“.

Für einiges Aufsehen sorgte heuer die Inszenierung „Melde Dich bitte“ vom Theater Zwangsvorstellung aus Nürnberg (Foto). Während der Aufführung, bei der es um eine „Reality-Show“ ging und die ziemlich polarisierte, verließen einige Zuschauer das Theater. Dazu Uwe Bertram vom Wasserburger Veranstalter Belacqua. „Das war eine ziemliche BEL_8623Provokation. Die Inszenierung und vor allem die langen Videosequenzen erinnerten mich an die frühen Filme von Rainer Werner Fassbinder. Eines haben die Nürnberger zumindest erreicht: Sie treiben uns um und wir sehen, wie artig wir oft an unsere Inszenierungen herangehen.“ Theater müsse manchmal auch provozieren dürfen.

In den engeren Kreis der besten Inszenierungen nahm die Jury während des Auswahlverfahrens auch „Hysterikon“ von den Landshuter Kammerspielen und das Tanztheater „Macbeth-ree“ von „Dance affairs“ Nürnberg mit auf. Letztlich fiel die Wertung aber einstimmig für das Metropoltheater aus. Die acht Juroren kürten damit das Stück, für das auch das Publikum votiert hatte.

Zu den Juroren gehörten: Uwe Bertram (Theaterleitung), Constanze Dürmeier (Dramaturgie) und Pit Dörr vom Belacqua, Wasserburgs Kulturreferentin Edith Stürmlinger, der Kulturreferent des Landkreises, Christoph Maier-Ghering, Regisseur Jörg Herwegh, die  Germanistin Eva-Maria Schwarzfischer, Egbert Tholl von der Süddeutschen Zeitung und der Vorsitzende des Kulturkreises Wasserburg, Christian Huber. BS

Fotos: Christian Flamm

 

 

 

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