Bernd Schulz bleibt Kreis-Vorsitzender

Bayerischer Fußballverband: Auf dem Kreistag in Rosenheim bestätigt

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schulzRosenheim/Landkreis – Bernd Schulz bleibt Kreis-Vorsitzender und Kreis-Spielleiter des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) im Kreis Inn/Salzach. Auf dem Kreistag in Rosenheim bestätigten die 83 anwesenden Vereine (insgesamt 145 Delegierte) den 59-jährigen Großkarolinenfelder einstimmig im Amt. „Ich werde mein Amt auch in Zukunft zum Wohl der Vereine ausüben und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit“, erklärte Schulz nach der Wahl.

Der neue Kreis-Jugendleiter Bernhard Helmich (für Peter Switilek), der neue Kreis-Schiedsrichterobmann Josef Kurzmeier (für Franz Eimannsberger) und die alte und neue Frauen- und Mädchenfußball-Beauftragte Carmen-Jutta Gardill erhielten ebenfalls einstimmig das Vertrauen der Vereine. Den Kreisausschuss soll weiterhin Stephan Bierschneider als Kreis-Sportgerichtsvorsitzender komplettieren. Carmen-Jutta Gardill möchte in Personalunion auch Kreis-Ehrenamtsbeauftragte bleiben. Beide müssen nach dem Verbandstag für diese Positionen vom BFV-Präsidium berufen werden.

Bei der Umfrage zu möglichen Veränderungen im Spielbetrieb wurden drei der vier vorgestellten Ideen von einer Mehrheit der Vereine befürwortet: 84,8 Prozent der Vereinsvertreter sprachen sich für die Möglichkeit eines freiwilligen Spielklassenwechsels in eine niedrigere Liga aus (neutral: 6,5 Prozent; dagegen: 8,7 Prozent). Ein erweitertes Zusatzspielrecht im Senioren-/Hallen- und Freizeitfußball fanden 68,6 Prozent der Vereinsmitarbeiter gut (neutral: 15 Prozent; dagegen: 16,4 Prozent).

Zustimmung fand auch der Vorschlag einer bayernweiten Einführung der „Fair-Play-Liga“ im U9-Bereich: 49,6 Prozent der Delegierten stimmten dafür (neutral: 8,8 Prozent; dagegen: 41,6 Prozent). Die Idee „Flexible Mannschaftsgrößen in den unteren beiden Amateurspielklassen“ lehnte hingegen eine knappe Mehrheit ab. 47,7 Prozent der Delegierten stimmten auf dem Kreistag in Peißenberg dagegen, 32,8 Prozent dafür (neutral: 19,5 Prozent). Die Ergebnisse des Meinungsbildes, das auf allen 24 Kreistagen und sieben Bezirkstagen eingeholt wird, sind dann auch Thema auf dem Verbandstag am 18./19. Juli in Bad Gögging.

Darüber hinaus gaben die Vereine auch ein (bezirksinternes) Meinungsbild zu einem möglichen späteren Saisonbeginn unterhalb der Bezirksligen ab. 35,6 Prozent waren dafür, weiter vom ersten Wochenende im August bis zum letzten Wochenende im Mai zu spielen. 26,7 Prozent befürworteten die Idee, eine Woche später anzufangen (Saisonende am ersten Juni-Wochenende). Die Mehrheit der Vereine (37,7 Prozent) war für einen um zwei Wochen nach hinten verlegten Saisonbeginn (Saisonende am zweiten Juni-Wochenende). Bei den Kreistagen Donau/Isar und Zugspitze hatte sich ebenfalls eine knappe Mehrheit der Vereine für einen um zwei Wochen späteren Saisonbeginn ausgesprochen.

BFV-Präsident Dr. Rainer Koch betonte in seiner Rede: „Die Belastung für die ehrenamtlichen Mitarbeiter wird immer größer, die finanziellen Spielräume werden kleiner, steuerliche Regelungen komplizierter, die Arbeitszeiten unregelmäßiger und die Lebensstile immer vielfältiger. Unter diesen Rahmenbedingungen ist es nicht einfach, ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden. Gerade deshalb müssen wir uns für ein positives Image des Amateurfußballs einsetzen und Werbung in eigener Sache machen.“

Koch stellte den Vereinen die Leistungsbilanz der großen BFV-Kampagne „Pro Amateurfußball“ vor (wesentliche Fakten siehe unten) und rückte den Jugendfußball in den Fokus. „Wenn wir attraktiv für junge Leute bleiben wollen, müssen unsere Angebote auch Erlebnisse jenseits des Trainings oder der Freundschafts- und Punktspiele enthalten“, erklärte der Verbandspräsident. Der BFV veranstaltet deshalb zum Beispiel 2015 in Landshut die erste „Fußballiade“, ein viertägiges Gemeinschaftsfest unter dem Motto „Bayern feiert Fußball“ (Infos unter www.bfv.de/fussballiade).

Außerdem informierte Koch über die zukünftigen Spielmöglichkeiten bei privaten Hallenturnieren und stellte klar: „Wir lassen alle privaten Hallenturniere entsprechend unseren Flexibilisierungsgrundsätzen in allen Varianten zu, wenn Sie das wollen also auch mit Banden. Und das bleibt auch so, solange uns nicht von Seiten der FIFA oder des DFB etwas anderes zwingend vorgeschrieben wird.“

BFV übergibt Schecks: 97.000 Euro für Hochwasseropfer

Im Rahmen des Kreistags übergaben BFV-Präsident Dr. Rainer Koch (zugleich Vorsitzender des Stiftungsrates), Bezirks-Vorsitzender Horst Winkler und der Kreis-Vorsitzende Bernd Schulz zusammen mit Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer sechs Schecks an Vereine aus dem Kreis, die vom Hochwasser im letzten Jahr besonders betroffen waren. Die FT Rosenheim erhielt eine Unterstützung von 40.000 Euro, der TSV Tittmoning, der SB Chiemgau Traunstein und der TSV Altenmarkt/Alz freuten sich über je 15.000 Euro aus dem Hilfsfonds des Deutschen Fußball-Bundes (DFB ) und der Deutschen Fußball Liga (DFL).

Der TSV Freilassing bekam einen Scheck über 7500 Euro, der TSV Traunwalchen-Matzing einen Scheck über 1500 Euro. „Ich habe letztes Jahr die von der Flut betroffenen Vereine besucht und mir persönlich ein Bild von den Schäden gemacht. Ich freue mich daher besonders, dass ich heute in Vertretung des DFB und der DFL diese Schecks übergeben kann“, erklärte Dr. Rainer Koch.

Zudem unterstützt die BFV-Sozialstiftung Bernhard Weißenbacher, Jugendtrainer der FT Rosenheim, mit 2000 Euro und Andreas Both, Spieler des SV-DJK Kolbermoor, mit 1000 Euro. Beide hatten mit erheblichen Wasserschäden in ihren Häusern zu kämpfen. Möbel, Waschmaschine, Kühlschrank und weitere Einrichtungsgegenstände wurden völlig zerstört, bei Weißenbacher ruinierte das Hochwasser auch die Zentralheizung und Elektrik. „Das Geld der Sozialstiftung kann natürlich nicht den kompletten Schaden abdecken, aber es ist ein Ausdruck der Solidarität und zeigt, dass die bayerische Fußballfamilie ihre Mitglieder gerade in Notsituationen nicht alleine lässt“, so Dr. Rainer Koch.

Zu Beginn der Veranstaltung diskutierte Oberbayerns BFV-Bezirks-Vorsitzender Horst Winkler mit Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer über die Unterstützung für den Amateurfußball in der Region. „Rosenheimer Vereine werden hervorragend mit bestens gepflegten Spielflächen versorgt. Die Stadt übernimmt kostenlos die komplette Pflege aller Sportanlagen der Stadt“, betonte Bauer. Horst Winkler stellte Rosenheims Bedeutung für die Region heraus: „Rosenheim mit seinen zwölf fußballspielenden Vereinen ist ein absolutes Zentrum des Amateurfußballs in Bayern, mit den herausragenden Repräsentanten 1860 Rosenheim in der Regionalliga Bayern und dem Bayernligisten Sportbund DJK Rosenheim.

Die BFV-Kampagne „Pro Amateurfußball“

Seit 2011 investiert der Bayerische Fußball-Verband (BFV) jährlich eine Million Euro in die Kampagne „Pro Amateurfußball“. Mit der Initiative unterstützt der BFV seine Vereine bei ihrer täglichen Arbeit und hilft ihnen, sich zukunftsfähig aufzustellen. Finanzierungsgrundlage sind die Mehreinahmen aus der Erhöhung der Vereinswechselgebühren, die beim Verbandstag 2010 von Vereinen und Verband gemeinsam beschlossen wurde.

Die Fakten:

• Start: 2011

• Jährliche Förderung: 1 Million Euro

• 8 Schwerpunkte

• Leistungen u.a.:

o 276 Vereinsschulungen mit 5788 Teilnehmern

o 4000 Notebooks für die Fußballbasis (Wert 1,6 Millionen Euro) – Eigenbeteiligung der Vereine: 100 Euro/Notebook

o 109 neugegründete Fußball-Sportarbeitsgemeinschaften (Schule-Vereins-Kooperationen)

o 95 „Runde Tische“ mit 1870 Teilnehmern (Austausch Verband/Vereine)

o Mädchen-Schnuppertraining „Ballbina kickt“ an 30 Standorten mit 1200 Teilnehmerinnen – rund 25% spielen mittlerweile im Verein

Foto – von links: 

BFV-Präsident Dr. Rainer Koch, Bernd Schulz (Kreis-Vorsitzender/Kreis-Spielleiter), Gabriele Bauer (Oberbürgermeisterin Rosenheim), Bernd Metzger (Abteilungsleiter FT Rosenheim), Horst Winkler (Bezirks-Vorsitzender Oberbayern).

 

 

bei der Scheckübergabe.

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