Bergbahnen-Einbrecher in Haft

Kampenwandbahn war auch betroffen: In Innsbruck jetzt die Urteile gesprochen

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Eine Einbruchserie in Bergbahnen – auch in der unmittelbaren Region – hatte im vergangenen Jahr die Polizei über Monate hinweg beschäftigt. Umfangreiche Observations-Maßnahmen hatte man damals in Gang gesetzt, von Beginn an stand man in engem Kontakt mit den österreichischen Kollegen, die ebenfalls betroffen waren. Kurz vor Weihnachten 2016 war es Beamten des LKA Tirol gelungen, fünf albanische Staatsangehörige zwischen 21 und 39 Jahren (drei Männer, zwei Frauen) nach Einbrüchen fest zu nehmen. In Innsbruck wurden dazu nun Urteile gefällt …

Ein 37-Jähriger wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, gegen einen heute 40-Jährigen lautete das Urteil sogar auf vier Jahre Haft.

Gegen die drei weiteren Beteiligten (darunter zwei Frauen) wurden ebenfalls Haftstrafen ausgesprochen, die – nach Anrechnung der Untersuchungshaft – in Bewährungen umgewandelt wurden.

Dier Polizeimeldung vom Januar:

Einbrüche in Bergbahnen Internationale Zusammenarbeit führt zu Festnahmen

Zahlreiche Bergbahnen im bayerischen und österreichischen Grenzgebiet sind im vergangenen Jahr Ziel einer überregional agierenden Einbrecherbande geworden. Bei der Kripo Traunstein wurde unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein die Ermittlungsgruppe (EG) Bergbahn eingerichtet, die in engem Kontakt mit österreichischen Ermittlern stand und ständig Erkenntnisse abglich. Beamten des Landeskriminalamtes Tirol gelang nun die Festnahme einer fünfköpfigen Tätergruppe.

In verschiedenen Gemeinden an der Alpenkette zwischen Berchtesgaden und Garmisch-Partenkirchen kam es im Jahresverlauf 2016 zu zahlreichen Einbrüchen in Bergbahnen und Hotels. Allein im Zeitraum 18. bis 25. August brachen zunächst unbekannte Täter zweimal in die Jennerbahn in Schönau am Königssee, die Kampenwandbahn in Aschau im Chiemgau und die Kreuzeckbahn in Garmisch-Partenkirchen ein.

Kurz zuvor war ebenfalls in das Kassenhäuschen der RVO-Busbetriebes am Obersalzberg/Kehlsteinhaus eingebrochen worden. Neben der entwendeten Beute – nach derzeitigem Stand alleine in Oberbayern ein sechsstelliger Betrag – verursachten die Täter bei den Einbrüchen auch einen hohen Sachschaden.

Bei der Kripo Traunstein wurde daraufhin im Fachkommissariat Grenze, mit Sitz in Bad Reichenhall, die Ermittlungsgruppe „Bergbahn“ eingerichtet. Aufgrund gleichgelagerter Fälle im österreichischen Bundesland Tirol wurden unter Sachleitung der Staatsanwaltschaften Traunstein und Innsbruck Informationen und Ermittlungsergebnisse ausgetauscht sowie die weiteren Maßnahmen zwischen den bayrischen und österreichischen Sicherheitsbehörden eng abgestimmt.

Kurz vor Weihnachten 2016 gelang es schließlich Beamten des Landeskriminalamtes (LKA) Tirol, fünf albanische Staatsangehörige zwischen 21 und 39 Jahren (drei Männer, zwei Frauen) nach Einbrüchen in Zauchensee festzunehmen. Die Täter waren „gut getarnt“ mit einem weißen Wohnmobil und einem Pkw mit italienischer Zulassung unterwegs.

Die überaus professionell agierenden Täter, die zum Teil auf Campingplätzen in der Nähe der Tatorte in Österreich genächtigt hatten, kommen auch für die Einbruchsdiebstähle mit ähnlichem Modus im bayerischen Raum und in Baden-Württemberg in Betracht. So konnte bereits eine erste Täterspur einem Tatverdächtigen zugeordnet werden, der den Einbruch in die Jenner-Bergbahn verübt haben dürfte und auch für den Einbruch in das RVO-Kassenhäuschen in Betracht kommt. Der vollständige Spurenabgleich wird aufgrund der zahlreichen im Raum stehenden Taten noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Dazu der Leiter der KPI Traunstein, Kriminaldirektor Hans-Peter Butz: „Erneut ist es gelungen, eine international tätige Einbrecherbande festzunehmen, die für zahlreiche Straftaten in unserer Region in Frage kommt. Die traditionell gute und enge Zusammenarbeit mit den österreichischen Kollegen und die Hartnäckigkeit der Ermittler waren wesentliche Garanten für diesen schönen Erfolg.“

 

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