Bei jedem Wetter und in jedem Gelände

Bergwachtanwärter in Notfallmedizin geprüft

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CIMG1391Für die Anwärter der Bergwacht-Bereitschaften Wasserburg, Aschau-Sachrang und Rosenheim fand jetzt die Feuertaufe im Fach Notfallmedizin statt. Alle 18 AnwärterInnen, darunter Christoph Moosmeier und Markus Kurz aus Wasserburg, bestanden die schriftliche und praktische Prüfung mit Erfolg. Die Prüfung bestand aus einem schriftlichen, der an einem Vormittag in der Bergrettungswache in Aschau durchgeführt wurde, und einem praktischen Teil, der in zwei Einheiten auf der Kampenwand und ebenfalls in Aschau abgehalten wurde.

Berg 3Abgefragt wurde dabei in der schriftlichen Prüfung notfallmedizinisches Grundwissen, zum Beispiel die Krankheitsbilder bergtypischer Unfallereignisse wie die medizinische Versorgung von Lawinenopfern oder Hitzeerschöpfung. Der erste Teil der praktischen Prüfung wurde nachmittags auf die Hütte der Bergwacht Wasserburg verlegt. Nach einer Brotzeit führten die Teilnehmer dann unter anderem die Reanimation und Defibrillation an einer Übungspuppe durch.

Die diensthabenden Wasserburger Bergwachtmänner boten sich an, den AnwärterInnen den Abend auf der Hütte zu gestalten und diese zu bewirten. Neben Abendessen und Gemeinschaftsspielen wurde auf der Hütte noch einmal das Grundwissen vertieft, um am nächsten Tag fit für den zweiten Teil der praktischen Prüfung zu sein.

Berg 2Nach einer erholsamen Nacht ging es dann bei frischer Bergluft wieder los. Leider stellte man nach dem Frühstück fest, dass das Wetter sich massiv verschlechtert hatte und daher keine Prüfung auf der Kampenwand möglich war. Daher wurde die Prüfung nach unten ins Tal verlegt. Eine gute Übung für die jungen BergwachtanwärterInnen – so ergab sich die Möglichkeit, das Akjafahren zu erlernen beziehungsweise zu vertiefen.

Im Tal mussten die jungen Leute dann fünf Stationen durchlaufen. Schädel-Hirn-Trauma, Becken-und Wirbelsäulenverletzungen, internistische Notfälle, Schulterluxation und Unterschenkelfraktur/starke Blutung waren die Fallbeispiele, die von den Anwärtern praktisch geprüft wurden. Opfer an den jeweiligen Stationen spielten erfahrene Bergwachtler der drei Bereitschaften, die alles gaben, um das Ganze sehr realistisch für die AnwärterInnen zu gestalten, ganz nach dem Motto der Bergwacht Bayern:

Bei jedem Wetter, zu jeder Zeit, in jedem Gelände.

Resümee der Ausbilder der Bergwachten des Einsatzleitbereichs Priental: Die Prüflinge meisterten allesamt die Aufgaben gut und können nun mit dem Sammeln von Erfahrungen im aktiven Bergwachtdienst beginnen. RS

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