Eine beeindruckende Revanche

Hoher Sieg über Tabellen-Dritten ChemCats Chemnitz (83:55)

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1544395_786745408006371_1672438056_nEine Revanche gegen die ChemCats Chemnitz sollte es werden. Doch die zahlreichen Fans in der gefüllten Badria-Halle bekamen weit mehr als das. Eindrucksvoll besiegten im Sonntagsspiel Wasserburgs Basketball-Damen die Gäste mit 83:55 (51:31). Ein Sieg, der zu keiner Zeit in Gefahr war und einmal mehr offenbarte, wer im Augenblick in Deutschland das stärkste Team vorzuweisen hat.

Foto vor Spielbeginn: Karlheinz Rieger

Sogar Wasserburgs Trainer Bastian Wernthaler hatte an diesem Nachmittag nichts auszusetzen. „Nach dem verpatzten Hinspiel wollte die Mannschaft ein Zeichen setzen und das, glaube ich, ist ihr heute eindrucksvoll gelungen“, meinte der Coach im Anschluss an die Partie. „Heute gibt es wirklich wenig zu motzen.“

Und in der Tat zeigte sich das gesamte Team nicht nur enorm angriffslustig, wenn es in Richtung des gegnerischen Korbs ging. Vor allem die starke Verteidigung machte es den Gästen aus Chemnitz schwer, erfolgreiche Abschlüsse zu finden. Nur 55 Zähler brachten sie insgesamt auf die Anzeigetafel, was ein Indiz für die Qualität der Wasserburger Defense sein sollte.

Dem gegenüber standen an diesem Tag nicht nur gutes Team-Play, sondern auch starke Einzelleistungen auf Wasserburger Seite gegenüber. Anne Breitreiner landete nicht nur vier ihrer berüchtigten Zauber-Dreier im gegnerischen Korb. Sie war mit 21 Punkten auch die Top-Scorerin des Tages, obwohl sie nicht mal 23 Minuten auf dem Parkett zubrachte. Ebenso Mannschafts-Kollegin und Centerin Emma Cannon. Wernthaler schonte die sympathische US-Amerikanerin wegen ihrer Knieprobleme, ließ sie nicht mal effektive zwanzig Minuten auf dem Feld. Das reichte ihr aber auch für 18 Punkte und 12 Rebounds. Es gibt in der gesamten Bundesliga nicht viele Spielerinnen, die da mithalten können.

Und so hatten die ChemCats Chemnitz ihre liebe Not. Denn der TSV nahm nach anfänglichem Zögern nach drei gespielten Minuten im ersten Viertel das Heft in die Hand und gab es dann die restlichen 37 Minuten nicht mehr ab. Über fünf Minuten konnten die Gäste in diesem Abschnitt nicht punkten. Ein 18:2-Run Wasserburgs schaffte schon nach den ersten zehn Minuten das nötige Polster (25:10) um sich alle Vorteile im Spiel zu eigen zu machen. Schnell war auch das fünfte Team-Foul der Gäste verbucht, was Wasserburg zusätzliche Freiwürfe bescherte.

Auch die starken Leistungen der Chemnitzer Spielerinnen Tina Menz (12 Punkte), Candace Williams (12) und Nadja Prötzig (7) konnten nicht verhindern, dass Wasserburg seine Führung zur Halbzeit weiter ausbaute (51:31).

Nach der Pause gewann das Spiel nochmal eindeutig an Schärfe. Die ChemCats wollten sich noch lange nicht geschlagen geben, starteten ihrerseits eine druckvolle Offensive und verringerten immer wieder den Abstand zum amtierenden deutschen Meister, was aber vor allem Wasserburgs Anne Breitreiner und Melissa Jeltema beeindruckend immer wieder beantworteten und auch dieses Viertel zu ihren Gunsten verbuchen konnten (72:47).

Trainer Wernthaler rotierte durch den gesamten Kader, brachte auch Neuzugang Vera Perostiyska zwanzig Minuten aufs Parkett und ist voll des Lobes über ihren Einsatz. „Sie ist eine unglaublich gute Spielerin. Sie hilft uns wahnsinnig viel, ist sehr erfahren und für die Liga auf ihrer Position völlig überlegen. Sie wird uns noch sehr viel Spaß machen.“

Spaß machen werden Wasserburgs Basketball-Damen aber vor allem ihren Fans, die nun, wo es bald in Richtung der PlayOffs geht, auch immer zahlreicher den Weg in die Badria-Halle finden. Der Tabellenführer ist auf dem besten Weg zur Titelverteidigung und verweist derzeit mit jedem weiteren Spiel seine Konkurrenten auf die Plätze. Damit setzen die Damen nicht nur immer wieder aufs Neue ein Ausrufezeichen, sondern tragen in hohem Maße zur Qualität im Damen-Basketball-Sport bei.

Es spielten: Anne Breitreiner (21 Punkte), Emma Cannon (18), Melissa Jeltema (10), Stephanie Wagner (8), Tiina Sten (7), Vera Perostiyska (5), Rebecca Thoresen (5), Stina Barnert (3), Martina Dover (3), Svenja Brunckhorst (3), Tanja Lehnert und Lena Kaup.    MJV

 

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