Bayerns Bester: Manuel Riemer holt Titel

Leichtathletik Mehrkampf: Gleich vier persönliche Bestleistungen von Edlinger Talent

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RiemerWasserburg/Edling – Ein äußerst erfolgreiches Wochenende und einen gelungenen Abschluss der diesjährigen Hallensaison feierten die Mehrkampfathleten des TSV Wasserburg am Wochenende in Fürth. Manuel Riemer holte sich dabei mit starken 4557 Punkten den Titel des Siebenkampf-Meisters U18 (unser Foto) und Johanna Windmaier nahm den Titel der Vizemeisterin im Fünfkampf mit nach Hause. Groß war der Jubel der kleinen, aber feinen Wasserburger Delegation, als Manuel …

… als Meister im 7- Kampf feststand. Voraus ging ein Wettkampf, der die persönlichen Bestleistungen des Edlinger Schülers nur so purzeln ließ. Offensichtlich hatten ihm die anstrengenden Faschingstage wenig angetan, denn mit einem Paukenschlag begann Manuel, in dem er in 7,77s die Konkurrenz im 60m Sprint aufhorchen ließ. Ob dieser guten Vorboten und der unumstößlichen Glückszahl füllte Trainer Walter Kurzbuch gleich mal einen Lottoschein aus (mal schauen, was draus wird…).

Nach guten 12,43m im Kugelstoßen sprang Manuel mit 6,46m im Weitsprung wiederum Bestleistung und setzte damit den Grundstein für seinen späteren Sieg. Leichtes Kopfschütteln erntete der 16- jährige Realschüler von Walter Kurzbuch in dessen einstiger Paradedisziplin Hochsprung. Da hatte er von seinem Schützling mehr erwartet als 1,79m. Doch die Verstimmungen waren nur kurz, weil Manuel die Kritik offensichtlich beherzigt und dann im Stabhochsprung alle Trainertipps von Stabhochsprungcoach Michi Grabl eins zu eins umgesetzt hat. 4,05m war das Resultat, die dritte Bestleistung des Tages und ein wichtiger Punktelieferant im Titelkampf. Damit hat das Trainergespann Grabl/ Kurzbuch den zweiten 4m Springer, neben Maximilian Kurzbuch, in ihren Trainingsreihen.

Bevor es auf den quälend langen Kilometerkurs ging, bewältigte Manuel noch schnell die 60m Hürden in 8,96s. Letzte Disziplin im 7- Kampf ist die 1000m Distanz, meist am späten Nachmittag, wo den Athleten der Zweitageswettkampf eh in den Beinen steckt.  Davon ließ sich Manuel heuer jedoch nichts anmerken und lief der Konkurrenz in 3:06, 44min davon. Überflüssig zu erwähnen, dass dies seine vierte persönliche Bestleistung war.

Johanna verfehlt Titel ganz knapp

Ebenso großer Jubel wie Manuels Meisterschaft verursachte die Vizemeisterschaft von Johanna Windmaier im 5- Kampf der Frauen. Mit 3442 Punkten lag sie nur knapp hinter der Siegerin Tina Pröger vom ausrichtenden Verein LAC Quelle Fürth (3552 Punkte).

Mit einem Feuerwerk ging Johanna den Wettkampf an und wollte wohl sich und auch ihren Trainern zeigen, was in ihr steckt, nachdem die Deutsche Meisterschaft im Dreisprung in der letzten Woche nach ihren Maßstäben weniger erfolgreich verlaufen war. Aber am Samstagmorgen in Fürth durchlief  sie die Hürdenwand, als ob der Veranstalter diese gar nicht aufgestellt hätte. 8,97s blinkte am Ende auf der Anzeigentafel und das war auch der Hinweis für die Konkurrenz, dass Johanna auf Angriff ging. Mehr als ein breites Grinsen zeigte sich auf Walter Kurzbuchs Gesicht, nachdem Johanna im Hochsprung mit 1,63m einen neuen persönlichen Standard gesetzt hatte und damit weiter auf Medaillenkurs war.

Der nächste Paukenschlag folgte dann mit ihren 8,76m im Kugelstoßen, ebenfalls persönliche Bestleistung. Dann jedoch der Weitsprung, der Walter Kurzbuch in die Nähe eines Herzschrittmachers brachte: Zwei ungültige Versuche und damit die Gefahr ohne Resultat aus dieser, Johannas eigentlicher Paradedisziplin, zu gehen. Aber da hatte er die Rechnung ohne seinen Schützling gemacht. Nervenstark gelang ihr mit 5,53m zwar ein Riesensatz, doch kostete sie diese kleine Schwächeperiode die Meisterschaft.

Mit dem abschließenden 800m – Lauf (2:37,94min) untermauerte sie jedoch ihren starken zweiten Platz, den ihr niemand mehr streitig machen konnte.

Einen hervorragenden 5. Platz (4154 Punkte) erkämpfte sich Maximilian Kurzbuch, der das große Pech hat, zwei Wochen zu früh geboren worden zu sein. So muss er in der höheren Männerklasse starten und sich da auch körperlich bereits anders entwickelten Athleten im Wettkampf stellen.

Vier neue persönliche Bestleistungen sprechen für gute Wettkampfvorbereitungen und Disziplin, trotz Ferien und Fasching. Herausragend dabei wieder einmal sein Ergebnis im Stabhochsprung, wo er mit 4,10m einmal mehr sein großes Talent und seine Schwindelfreiheit in dieser Disziplin unter Beweis stellte. Die Viermetermarke gehört fast schon zu seinem Standartprogramm und lässt für die Freiluftsaison auf weitere schwindelerregende Höhen hoffen. Deutlich verbessert zeigte sich Max auch im Weitsprung, wo er bei 5,84m landete. Das Hallentraining hat der 17-jährige Gymnasiast offensichtlich auch zur Verbesserung seiner Grundschnelligkeit genutzt, wie seine Ergebnisse im Hürdensprint (9,33s) und insbesondere im 1000m Lauf (3:01,01min) suggerieren.

Sieger des 7-Kampfes in dieser Altersklasse war der Augsburger Aleksander Askovic mit 4901 Punkten.

Vierte Starterin für den TSV Wasserburg war Laura Kurzbuch, die in der Altersklasse W15 mit 2311 Punkten einen respektablen 13. Platz belegte. Mehr als Lichtblicke waren in ihrem Wettkampf die Sprünge, wo sie jeweils neue Bestmarken erreichte. Für das Talent im Hochsprung zeichnet sich eindeutig Papa Walter verantwortlich, der nicht nur von der Größe, sondern auch von der gesprungenen Höhe eindeutig Laura zuzuordnen ist. Bei 1,40m hat sich die Tochter dann auch schon mal eine Umarmung verdient. Beim Weitsprung waren die Coachanweisungen der Familienmitglieder, insbesondr von Mama Sylvia, ebenso von großer Hilfe und endeten bei 4,62m und persönlicher Bestleistung. Meisterin bei den W15 Athletinnen wurde Amalie Korn von der LG Stadtwerke München.

Insgesamt also ein gelungener Wochenendausflug der Familie Kurzbuch und Saisonabschluss für die Athletinnen und  Athleten des TSV Wasserburg. Nach dem Ostertrainingslager in Schileiten wechseln die Sportler dann ins Außentraining ins Badriastadion und bereiten sich, hoffentlich weiterhin erfolgreich, auf die Outdoorsaison vor.   cp

Foto: TSV Wasserburg

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