Bayerischer Kabarettpreis 2017 für den Michi

Passend zum 25-jährigen Bühnen-Jubiläum - Top-Abend Montagsbrettl

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In diesem Jahr moderiert er ihn nicht – da bekommt er ihn nämlich selbst, den Bayerischen Kabarettpreis 2017: Michi Altinger aus der Gemeinde Eiselfing, genau in seinem 25-jährigen Kabarett-Bühnenjubiläumsjahr! Das freut ihn sehr – viel mehr als jede Moderation. Aber a bissal Geduld ist noch angesagt: Die Sendung ist live im Bayerischen Fernsehen am 17. Juli. Nicht mehr lange warten muss der Altlandkreis aber auf Michi’s Montagsbrettl im Festsaal des Inn-Salzach-Klinikums in Wasserburg. Am Montag, 6. März, wird’s ein Top-Abend –  zu Gast bei ihm sind ….

… Andreas Martin Hofmeir, einst Mitglied von LaBrassBanda!

Nach Jahren mit der Musikkabarettgruppe Star Fours (Hallertauer Kleinkunstpreis, Schweiger Kleinkunstpreis, Thurn und Taxis Kabarettpreis, Goldene Weißwurscht) und dem Theaterkabarett Die Qualkommission (Bronzener Koggenzieher, Kleines ScharfrichterBeil) wählt Andreas Martin Hofmeir altersbedingt die Lesevariante: In seinem trockenen Stil liest er aus seinen Erfahrungen als Tubist und Weltreisender, in epischer Breite und lyrischer Würze. Dazu gibt’s begnadete Musik aus der Tuba, begleitet Gitarre und weiteren Instrumenten.

Nachdem sich die musikalisch-kabarettistische Lesung „Kein Aufwand!” aus dem Stand als Erfolgsprogramm entpuppt hat, hat Andreas Martin Hofmeir mit „Kein Aufwand! Teil 2 – Die letzten Jahre” nachgelegt; neben der Tuba Fanny sind nun auch noch die Posaune Frau Griesmeier, die Trompete Franz, ein Sopransaxophon, ein Akkordeon und eine beinahe echte Stradivari mit an Bord, wenn er auf Lesereise durch die Republik geht.

Axel Pätz – das Niveau singt:

Axel Pätz avancierte in den letzten Jahren zu einem Shooting-Star der deutschen Kabarett-Szene. Er etablierte sich nicht nur in TV-Sendungen wie „Satire-Gipfel“, „Ottis Schlachthof“ und „Mitternachtsspitzen“, sondern wurde zudem mit Kabarett- und Kleinkunstpreisen überhäuft.

Leider waren die dazu gehörigen Trophäen nicht immer attraktiv. Viele waren von fragwürdigem Design, manche kaum zu transportieren, die wenigsten von praktischem Nutzen. Und es befand sich unter ihnen keine einzige aus Lorbeeren, auf denen er sich hätte ausruhen können.
So bespielt Axel Pätz rastlos den deutschzüngigen Sprachraum. Mit klaren Worten und viel Musik schildert er seine in den dunklen Schluchten des brutalen Alltags erworbenen Erkenntnisse auf allen Gebieten des täglichen Lebens.

In seinem dritten Soloprogramm ‚Chill mal!‘ zieht Axel Pätz wieder alle Register seines textlichen, musikalischen und darstellerischen Könnens und lässt dabei keine Absurdität aus

… und Stefan Waghubinger mit seinen außergewähnlichen Belastungen:

Waghubinger sollte ein neues Kabarett Programm schreiben, mit dem er endlich die Welt erklärt, aber er kam nicht dazu, weil er noch seine Steuererklärung fertig machen musste. Das ganze Jahr über Unsinn gemacht und jetzt muss er ihn auch noch versteuern.

Also macht er sie auf der Bühne, diese Steuererklärung. Ein Mann und eine Steuer. Ein Steuermann. Was dabei herauskommt, ist kein einziges ausgefülltes Formular, dafür ein tiefschwarzer, bissiger und trotzdem irgendwie liebevoller Blick auf den Sinn und Unsinn des Lebens.

So treiben ihn die Kästchen in den grünen Bögen von der Erinnerung an seine erste Liebe und an seine erste Lüge bis zu apokalyptischen Visionen über das jüngste Gericht, das erstaunlicherweise einer Steuerprüfung gleicht, bis zur Angst vor dem einen weißen Kästchen das immer irgendwann auftaucht und bei dem man nicht wissen wird, was man hineinschreiben soll.

Am Schluss bleibt nur eine Frage: Ist dieses Leben eine außergewöhnliche Belastung oder ist es außergewöhnlich schön?

Und das schreibt die Jury über Michael Altinger, warum er 2017 den Hauptpreis beim Bayerischen Kabarettpreis erhält:

Auch wenn er nicht so aussieht: 2017 feiert Michael Altinger sein 25-jähriges „Kabarettistendaseinsjubiläum“: Mit neun Soloprogrammen (stets mit seiner großartigen Ein-Mann-Band Martin Julius Faber), fortdauernder Ensemblearbeit (Lach- und Schießgesellschaft, Occams Rache) und mit wunderbar absurden Duo-Programmen an der Seite von Alexander Liegl hat er sich in die Herzen seines Publikums gespielt.

In der Sendung „schlachthof“ des BR Fernsehens nimmt er sich gemeinsam mit Christian Springer tagesaktuell gesellschaftlicher und politischer Themen an. Bei jedem dieser Projekte zeigt er sich verspielt im allerbesten Sinne: Lebhaft, begeistert und mit großer Liebe zum Unfug.

Michael Altingers zentrales Thema ist der Zustand unserer Gesellschaft, ihre Entwicklung, ihre Krisen, Nöte und Hoffnungen. Dabei ist er so freundlich, dass einem mitunter die bittere Note seiner Texte entgeht – legt er doch dar, wie brüchig das Gerüst aus Moral, Höflichkeit, Respekt und Fairness ist, das unser Leben stützen soll.

Doch bei all dem kommt Michael Altinger nie der Glaube an den Menschen und das Gute in ihm abhanden – darin ist er ein Philanthrop klassischer Schule.

Jedes seiner Programme folgt einem roten Faden, in jedem schlägt Michael Altinger einen großen Bogen über ein Thema, das zum Ende in einer finalen Pointe kulminiert.

Altingers aktuelles Programm „Hell“ ist der erste Teil einer Kabarett-Trilogie: Er hat sich darin mit dem Assoziationsraum von Licht bis Hölle einer Vielzahl von Themen angenommen, die den Rahmen eines einzelnen Kabarettabends sprengen würden.

Dramaturgisch noch ausgefeilter als in den vorangegangenen Programmen, offenbart sich in „Hell“ auch sein ausgesprochen feines, differenziertes Spiel. Michael Altingers Arbeit ist facettenreich, klug, empathisch und sehr, sehr komisch.

Foto Altinger: Martina Bogdahn

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2 Gedanken zu „Bayerischer Kabarettpreis 2017 für den Michi

  1. Herzlichen Glückwunsch zum Preis!

    Altinger und Alteiselfing hört sich zwar stimmig an, meines Wissens wohnt der aber trotzdem in Bachmehring.

    Anmerkung der Redaktion:
    Ah ja, dann besser ma des einfach moi in GEMEINDE Eiselfing aus – dann passt’s auf jeden Foi. MERSE!

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    1. Genau, da Michi wohnt in Bachmehring. Herzlichen Glückwunsch zum Bayerischen Kabarettpreis 2017!

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